Weltstar galt als wichtiger Impulsgeber für die Entstehung der Beatmusik

Der rontaler würdigt mit dem heutigen Tag die musikalische Ausnahmeerscheinung Chuck Berry, welcher vor knapp zwei Wochen 90-jährig verstorben ist. Seine Welthits «Roll Over Beethoven», «Bye Bye Johnny» oder «Maybellene» und «Johnny B. Goode» bleiben für immer unvergesslich.

Eine der grössten Rock’n’Roll-Legende ist mit Chuck Berry vor ein paar Tagen von uns gegangen. Neben Jerry Lee Lewis, Little Richard, Muddy Waters, Fats Domino oder Gene Vincent war die weltberühmte Ausnahmeerscheinung Chuck Berry die grosse Persönlichkeit, welche den legendären Rock’n’Roll in mühsamer Arbeit auf Vordermann trimmte. Charles Edward Anderson Berry, genannt Chuck Berry, wurde am 18. Oktober 1926 in St. Louis/Missouri (USA) geboren. Der US-amerikanische Sänger, Gitarrist, Komponist und Entertainer galt als Pionier des Rock’n’Roll, welcher mit den Welthits «Roll Over Beethoven» (1956), «Rock And Roll Music» (1957), «Johnny B. Goode» (1958) oder «Sweet Little Sixteen» (1958) stilbildend für viele nachfolgende Grössen der Musikgeschichte war. Ohne das Rock’n’Roll-Oberhaupt Chuck Berry hätte es wohl zehntausende Bands und Interpreten gar nie gegeben. Ausserdem erfand Chuck Berry den weltbekannten «Duckwalk». Der bei diversen Gitarristen populäre «Ententanz» war ein berühmtes Element seiner eher schlichten Bühnenauftritte. Ferner war Chuck Berry ein äusserst vielseitiges Talent. Er brachte unzählige originelle Schlager in die Welt hinaus und begründete aus der «Negermusik» des Rhythm & Blues mit Bo Diddley, Muddy Waters oder Howlin‘ Wolf und anderen schwarzen Musikern die ungestüme, neue Musikform des unverwüstlichen Rock’n’Rolls. Aber auch die weissen Berufskollegen wie Elvis Presley, Bill Haley und Carl Perkins waren in diese neue Rock’n’Roll-Welt involviert. In den 50er Jahren hat Chuck Berry zudem durch seinen einfachen Rock’n’Roll viel zur Entstehung einer autonomen Jugendkultur beigetragen.

Gemeinsamkeiten von The Animals bis hin zu Johnny Winter

Man darf raten, was bekannte Bands wie AC/DC, The Animals, The Beatles, The Cream,  The Doors, Grateful Dead, Humble Pie, Sex Pistols, Ten Years After, Judas Priest, Rolling Stones, E.L.O. oder Scorpions und Status Quo oder die Einzelinterpreten wie Paul Anka, Eric Clapton, Dave Edmunds, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Elton John, Tom Petty, John Lennon, Ted Nugent, Tom Jones, Carlos Santana, Bob Seger oder Bruce Springsteen und Rod Stewart gemeinsam haben. Es ist kaum zu glauben, aber folgerichtig: Alle diese Bands und Interpreten haben Songs von Chuck Berry nachgespielt bzw. gecovert! Ausserdem spielte der Chuck-Berry-Cover «Roll Over Beethoven» die Band Electric Light Orchestra (ELO) und Status Quo sagte Mr. Johnny Adieu mit dem Cover «Bye Bye Johnny». Währendem das kanadische Blues-Rock-Gitarrentalent Pat Travers «Maybellene» coverte. Die Cover-Liste könnte beliebig fortgesetzt werden. Mit dem Tod von Chuck Berry hat ein ganz grosser, begnadeter Musikstar die Welt verlassen. Chuck Berry wird in unseren Herzen weiterleben und bleibt damit unvergessen.

Mario P. Hermann

CD-Verlosung

Wettbewerbsfrage: In welchem Jahr wurde Chuck Berry geboren?
Wir verlosen exklusiv zweimal eine 3er-CD-Special-Collection «The Absolutely Essential» (60 Songs!) von Chuck Berry. Richtige Antwort bitte per E-Mail, Vermerk: Chuck Berry, an: wettbewerb@rontaler.ch. Einsendeschluss ist am 9. April. Viel Glück!