Der überall präsenten WLAN Strahlung ist jeder Mensch ausgesetzt, selbst wenn er gar kein WLAN an seinem Router eingerichtet bzw. aktiviert hat. Die gleichmässig verteilten Sendemasten erzeugen ein dichtes Netz (das ist ja gerade ihr Sinn) und die Geräte aus fremden Wohnungen strahlen meterweit. Gerade in der Stadt gibt es also quasi kein Entkommen vor der Strahlung. Wie gross ist die Gefahr wirklich und wie können empfindliche Personen sich schützen?

Wie gross ist die Gefahr durch Wifi Strahlung wirklich?

Die meisten Menschen versuchen, Gefahren zu vermeiden. Sie tragen auf dem Velo einen Helm, beachten die Sicherheitsvorschriften im Strassenverkehr und stellen das Rauchen ein, weil es krebserregend ist. Beim Thema Wi-Fi Strahlung gibt es jedoch kaum ein Bewusstsein für die Gefahren, die diese Technik mit sich bringt. Kein Wunder – die ausgesendeten Wellen ist ja auch unsichtbar. Ob die Strahlung, die durch WLAN, Handy und Sendemasten entsteht, gesundheitsschädlich ist, wurde bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen oder ausgeschlossen. Das Bundesamt für Strahlenschutz warnt auf jeden Fall davor, das Handy beim Telefonieren stets am Kopf zu halten. Die hochfrequente Strahlung sei durch die körperliche Nähe besonders hoch.

Elektrosmog entsteht durch die Summe aller Strahlungen

 Elektromagnetische Strahlung ist allgegenwärtig. Sie wird von den verschiedensten Geräten ausgestrahlt, wie dem Fernseher, von Sendemasten, dem Handy, Radar- und Mikrowellen sowie auch von elektrischen Haushaltsgeräten. Viele Menschen nutzen daheim das WLAN, weil es so schön bequem ist. Man kann seine Geräte in jedem Zimmer verwenden, ohne dass es an ein lästiges Kabel angeschlossen sein muss. Doch sind die Router so ungefährlich, wie die Hersteller sagen? Zwei dänische Schülerinnen haben einen Versuch gemacht.

Das Kresse Experiment

Das „Kresse-Experiment“ ist ein spannender Versuch von zwei Schülerinnen aus Dänemark. Sie säten zweimal Kresse aus, einmal in einem Zimmer mit WLAN Router und in einem Zimmer ohne Strahlenbelastung. Ansonsten waren die Bedingungen für beide Saattöpfe genau gleich. Die Kresse im Raum mit dem Router war nach 12 Tagen braun und teilweise mutiert, die andere grün und gesund. Ein zweiter Versuchsaufbau lieferte das gleiche Ergebnis.

Empfindliche Personen wundert das nicht, sie leiden teilweise stark unter der zunehmenden Strahlung. Und auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland warnt, dass bestimmte Beschwerden wie Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Konzentrations-, Gedächtnis- und Verhaltensstörungen durch WLAN ausgelöst werden können. Die Grenzwerte für die Strahlung beziehen sich nämlich immer nur auf die thermischen Auswirkungen. Für deren Schädlichkeit gibt es wissenschaftliche Beweise. Es gibt jedoch weitere Elektrosmog-Auswirkungen, die auch unterhalb der Grenzwerte erhebliche Risiken für die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen haben. Diese werden allerdings ignoriert.

Wie funktioniert WLAN eigentlich?

Die drahtlose Übertragung von Informationen und die mobile Kommunikation jederzeit und an jedem Ort ist für die meisten Menschen heute eine Selbstverständlichkeit. Es gibt ganz verschiedene Funktechnologien, die zur Informationsübertragung genutzt werden. Der Mobilfunk ist jedoch am weitesten verbreitet. Gespräche, Bilder und Musik, Internetdaten und sogar ganze Filme werden über hochfrequente elektromagnetische Felder übertragen. Sie benötigen keine Drähte, sondern breiten sich in Form von Wellen im Raum aus. Sie sind mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs und übertragen Energie und Informationen über grosse Entfernungen.

5G kommt als Nächstes

 Im Jahr 2020 soll die nächste Mobilfunkgeneration überall verfügbar sein: 5G. Damit soll das Leben dann endlich richtig smart werden, von selbst fahrenden Autos bis hin zu intelligenten Kühlschränke. Das IOT (Internet of Things) braucht die höheren Datenübertragungsraten, um flächendeckend und reibungslos zu funktionieren. Denn was nutzt ein autonom fahrendes Auto, wenn es um eine Kurve fährt und dann kein Signal mehr empfängt?

Natürlich gibt es Bedenken wegen der gesundheitlichen Auswirkungen, doch der Ausbau wird vorangetrieben.

Wie können empfindliche Menschen sich schützen?

Aufgrund der dünnen Datenlage und den mangelnden Beweisen für die Schädlichkeit der Technologien liegt es an jedem Bürger selbst, sich vor der omnipräsenten Strahlung, so weit möglich, zu schützen. Es gibt verschiedene Empfehlungen, wovon nicht alle jederzeit umgesetzt werden können.

Handlungsempfehlungen

  1. Wenn möglich, das Festnetz anstelle des Handys zu benutzen. Das Problem: Immer mehr gerade junge Menschen haben gar keinen Festnetzanschluss mehr. Wer aus diesem Grund mit dem Handy telefonieren muss, sollte ein Headset verwenden, um das Gerät nicht längere Zeit nah am Kopf zu halten. Die Aufbewahrung des Handys in der Nähe des Herzens bzw. in der Hosentasche kann schädliche Auswirkungen haben. Bei Männern kann die Agilität der Spermien eingeschränkt werden, wenn sie der dauernden Erwärmung durch das Handy ausgesetzt sind.

Möglichst kabelgebundenes Internet einsetzen. Wer auf den kabellosen Router aus verschiedenen Gründen nicht verzichten kann, kann die 

  1. Belastung durch ein ein WLAN Strahlenschutznetz deutlich – um 2/3 – verringern.
  2. Wer ein stationäres Telefon (Festnetz) haben möchte, sollte auf ein schnurloses DECT Telefon verzichten und sich für eine Variante mit Kabel entscheiden. Was spricht dagegen, sich beim Telefonieren hinzusetzen und sich ganz auf das Gespräch zu konzentrieren?
  3. Gerade Kinder sind durch die Strahlung gefährdet, denn sie befinden sich noch im Wachstum und ihre Körper sind empfindlicher. Besonders an Schulen sollte WLAN vermieden werden.
  4. Wer es genau wissen will, misst die Strahlung in seiner Umgebung. So lassen sich Strahlungsquellen leicht ausfindig machen.
  5. Generell gilt: Je grösser der Abstand zu einem strahlenden Gerät, umso geringer ist die Belastung.
  6. Soll in der Nähe ein Mobilfunkmast aufgestellt werden, können Bürger sich organisieren und dagegen protestieren.
  7. Sehr empfindlichen Menschen, die in der Stadt leben und körperliche Beeinträchtigungen durch die allgegenwärtigen Mobilfunkmasten erleiden, bleibt im schlimmsten Fall nur der Umzug in weniger belastete Gebiete. Für sie ist es ein Graus, dass die „weissen Flecken“ der Mobilfunkabdeckung nahezu verschwunden sind.