Wie zwei Geschwister aus der Schweiz für die Demokratisierung des Luxus kämpfen

Mechanische Uhren stehen für Präzision und Handwerk, werden aber zunehmend von Quarzuhren bedrängt. Jennifer und Julian von Burg wollen diese Tradition wiederaufleben lassen – und knüpfen dabei einer über 70-jährigen Familiengeschichte an.

Sichtlich erleichtert macht Jennifer von Burg mit ihrem Bruder Julian die erste Uhr versandbereit. Seit Ende Mai ist ihre Firma ‘Julien de Bourg’ am Markt. Nun läuft das Geschäft mit dem Onlineshop an. Im Angebot: Zwölf hochpräzise mechanische Uhren, produziert nach Schweizer Qualitätstandards. «Unser Unternehmen entstand durch eine tiefe Leidenschaft für das Uhrenhandwerk. Wir sahen, dass der Markt zunehmend mit überteuerten batteriebetriebenen Uhren überflutet wird. Dabei liegt die Eleganz im Handwerk», erklärt Julian von Burg die Motivation. Das Problem: Mechanische Uhren können sich gerade jüngere oftmals nicht leisten. «Wir wollen den Luxus mechanischer Uhren mit fairen Preisen zugänglich machen und die hohe Tradition des Uhrenhandwerkes einem breiten Publikum zugänglich machen – in der Schweiz und weltweit».

Uhrmachertradition in vierter Generation

Schnell prüft Jennifer von Burg nochmals den Bestellungseingang, bevor sie das Paket aufgibt. Diesmal ist leider keine neue Bestellung reingekommen. «Das Geschäft muss ja erst noch Fahrt aufnehmen», bemerkt sie. Dazu braucht es auch Geduld. Die Marke Julien de Bourg ist trotz ihrer Vergangenheit noch unbekannt, wie Julian weiss: «Unser Grossvater legte den Grundstein für eine Familientradition, die wir in vierter Generation in ein neues Zeitalter führen.

Damals wie heute stehen die Produkte für Swiss Design, auch wenn wir heute im Ausland produzieren.» Ob das nicht im Widerspruch steht zur Tradition? «Nein», erwidert Julian, «Schon unser Grossvater griff auf neue Technologien zurück. Genauso nutzen wir neue Möglichkeiten. Dank dem Internet können wir Kunden aus der ganzen Welt bedienen und da wir auf die in der Uhrenindustrie übliche übermässige Marge verzichten, bieten wir hohe Qualität zu fairen Preisen an. Für die Qualität stehen wir mit unserem Namen und Familienwappen persönlich ein.» Der Name Julien de Bourg haben die Eltern der Gründer bereits in den 90er-Jahren rechtlich schützen lassen.

Zeitlose Eleganz für jeden Anlass

Das Design der Uhren ist klassisch und modern zugleich. Alle Modelle setzen auf eine zeitlose Eleganz und eignen sich für jeden Anlass – vom Businessapéro bis zum gemütlichen Abend unter Freunden. Die Inspiration: Träger sollen das Hier und Jetzt genussorientiert auskosten. Zeit ist heutzutage eines der kostbarsten Güter überhaupt. Die Träger können dank transparentem Zifferblatt das Uhrwerk erkennen – das Herzstück einer jeden Uhr. Für Julien de Bourg ist eine Automatikuhr eine Liebeserklärung an die Uhrmacherkunst – und nicht länger ein Statussymbol.

Sozial engagiert: Kampf dem Hunger

Nur den Kunden von Julien de Bourg einen Mehrwert zu bieten reicht den beiden nicht aus, weshalb sich Julien de Bourg sozial engagiert. Bedürftige Menschen erhalten durch eine Kooperation mit der Charity-Organisation ‘The Hunger Project’ von jeder verkauften Uhr 5.00 CHF. Jennifer und Julian von Burg sind überzeugt, dass Talent weltweit gleich verteilt ist – Chancen allerdings nicht. The Hunger Project mobilisiert Menschen zu einem selbstständigen Leben und hilft ihnen tatkräftig, Hunger überwinden können.

Zwei Personen – viele Funktionen

Die ersten Hürden sind genommen. Das Geschäft ist online. Bereits tüftelt das Geschwisterpaar aber an der nächsten Kollektion. Als Zwei-Personen-Betrieb haben sie ohnehin alle Hände voll zu tun und tragen gleich mehrere Hüte. «Wir sind Produktmanager, Firmeninhaber, Vertriebsleiter, Finanzchefs und vieles mehr in einem», sagt Julian. «Jeder Start-up-Gründer weiss wovon wir sprechen. Aber egal wie lange und steinig der Weg ist, wir sind bereit ihn zu gehen. Wenn wir in der Uhrenbranche etwas haben, dann ist Zeit», witzelt er.

Mehr zu Julien de Bourg: https://julien-de-bourg.com/

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