Ruderweltmeisterschaften 2017 auf dem Rotsee?

Am Mittwoch 14. März, wählte die Generalversammlung Andreas L. Bucher zum neuen Präsidenten des Regattavereins Luzern. Der «Rontaler» sprach mit ihm über die Zukunft des Rotsees. 

esa. Im Februar 2011 verkündete der damals neu gewählte Präsident der Naturarena Rotsee, Felix Howald, dass er die Ruderweltmeisterschaften 2017 nach Luzern an den Rotsee holen möchte. Im März dieses Jahres erhielt auch der Regattaverein Luzern mit Andreas L. Bucher einen neuen Präsidenten. Bucher übernimmt das Ruder bei der Regatta-Organisation auf dem Rotsee. Dies ist zum einen die wegen Olympia vorgeschobene «Ruderwelt» und zum anderen die für London 2012 angesetzte Qualifikations-Regatta. Beide Anlässe finden nacheinander Ende Mai statt. Im Interview spricht der «Rontaler» mit Bucher unter anderem darüber, wie die Aussichten auf eine Ruder-WM 2017 in Luzern sind und welchen Nutzen das 16-Millionen-Projekt «Naturarena Rotsee» bringt.

NACHGEFRAGT 

Was werden Ihre Hauptaufgaben als Präsident des Regattavereins Luzern sein?
Primär geht es dem Regattaverein darum, jährlich eine einwandfreie Internationale Regatta auf höchstem Niveau zu organisieren: die «Ruderwelt Luzern». Sekundär, die Attraktivität dieser Regatta für die Athleten und das Luzerner wie das internationale Publikum sicherzustellen.

Welche Ziele haben Sie sich gesetzt? Wo wird der Weg des Regattavereins hinführen?
Konkret heisst das, das Organisationskomitee weiter zu optimieren und teilweise zu verjüngen, zusammen mit der Naturarena Rotsee die Erneuerung des Regattaplatzes vorantreiben und – wenn sich diese Erneuerung konkretisiert – zusammen mit dem Schweizerischen Ruderverband eine für Luzern attraktive Internationale Regatta nach Luzern zu holen.

Die Beteiligungen der Stadt Luzern und der Gemeinde Ebikon für die Realisierung des Projekts «Naturarena Rotsee» werden wahrscheinlich nicht so gross ausfallen, wie das von Seiten des Organisationskomitees gewünscht wird. Droht das Vorhaben wegen fehlender Finanzierungsmöglichkeiten zu scheitern? Wie sieht die momentane Situation aus?
Es ist noch zu früh um irgendwelche Aussagen in diese Richtung zu machen. Konkret wird der Architekturwettbewerb für Ruderzentrum und Zielturm in diesen Tagen entschieden. (Er wird an der LUGA-Messe vom 27. April bis 6. Mai dem breiten Publikum präsentiert; Anm. d. Red.) Damit wird der baulich visible Teil der Infrastruktur erstmals ein Gesicht bekommen. Damit hat die Naturarena Rotsee eine erste Basis, um das Finanzierungsvorhaben zu konkretisieren. Ich bin zuversichtlich, dass sich Finanzierungsmöglichkeiten finden, wenn auch der Weg dahin nicht einfach sein wird. Auf jeden Fall erlebe ich ein grosses Wohlwollen diesem für Luzern wichtigen Projekt gegenüber. Nicht zuletzt bringt die Regatta auf dem Rotsee der Tourismusmarke Luzern eine positive, jährlich wiederkehrende TV-Visibilität im Ausland.

Der Rotsee soll ja Austragungsstätte für die Ruder-Weltmeisterschaften 2017 werden. Was muss bis dahin alles in der Infrastruktur verbessert werden?
Wie erwähnt fokussieren wir nicht auf eine attraktive Internationale Regatta. Dass dies die Ruder-Weltmeisterschaften 2017 sein soll ist eher unwahrscheinlich und wurde von uns auch nie so geplant. Die in der Studie zum Rotsee festgehaltenen 22 kleineren und grösseren Erneuerungen sind aber unabhängig davon wichtig, um die Infrastruktur wieder an die heutigen Anforderungen heranzuführen. Dazu zählen neben den beiden Hauptinfrastrukturen Zielturm und Ruderzentrum viele kleinere Investitionen, wie Datenleitungen, Wegerneuerung, verbesserte Ein- und Auswasserungsmöglichkeiten oder eine attraktivere Gestaltung des Zielplatzes, die einem breiten Publikum zugute kommt.

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