Die zunehmende Beliebtheit der Kryptowährungen in der Schweiz

Die Schweiz nimmt in der Welt der Kryptowährungen eine wichtige Rolle ein. Das zeigt allein das sogenannte Crypto Valley in Zug, wo sich diverse Unternehmen und Start-ups aus der Industrie niedergelassen haben. Jetzt hat sich mit der Credit Suisse auch eines der grössten Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt für Kryptowährungen ausgesprochen und diese als besonders zukunftswirksam eingeschätzt.

Öffnung für alternative Währungsformen

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Dass es bereits 2020 zu dieser Entwicklung kommen würde, hatten nach der schleppenden Entwicklung selbst viele positive Experten nicht erwartet. Die Credit Suisse sprach sich in einem Bericht nun offenbar für die Nutzung von Kryptowährungen aus. Diese Einschätzung begründet der Konzern offenbar vor allem mit einem Vertrauensverlust in das bisherige System. So verlieren die Zentralbanken laut des vermeintlichen Reports immer weiter an Integrität, weshalb eine Öffnung zu alternativen Währungsformen wie Bitcoin wünschenswert sei. Die Informationen zu Credit Suisse stammen von Jordan Eliseo, der als Manager bei Perth Mint tätig ist. Perth Mint ist die älteste noch in Betrieb befindliche Münzprägeanstalt Australiens, sodass Eliseos Zitate auch ohne eine eindeutige Quelle an Vertrauen gewinnen.

Das australische Unternehmen ist vor allem in der Goldindustrie aktiv. Gold soll neben Digitalgeldern eines der alternativen Währungssysteme sein. Kryptowährungen wie Bitcoin können getauscht und gehandelt werden. Dafür entscheidend sind die Krypto Kurse, die sich insbesondere nach Angebot und Nachfrage richten. Neben dem Handel auf gewöhnlichen Exchange-Plattformen können Nutzer auch CFD-Handel mit der elektronischen Währung betreiben. Hierbei werden die Bitcoins nie physisch besessen. Stattdessen kann auf steigende oder fallende Kurse spekuliert werden, um so Profit zu erreichen. In der Schweiz und vielen anderen Teilen der Welt haben sich außerdem Krypto-ATMs im Alltag etabliert. In Zürich allein sind zum Beispiel beeindruckende 27 aktive Automaten dokumentiert.

Finanzinstitute zuletzt schon immer öfter interessiert

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Die mögliche Umorientierung der Credit Suisse wäre ein grossartiges Signal für die modernen Digitalgelder und eine deutliche Veränderung des Status Quo. Sollte es wirklich zu einem globalen Umschwung von Fiat- zu Kryptogeld kommen? In den vergangenen Jahren waren solche Schritte von Finanzinstitutionen kaum denkbar, stellten sie sich doch stets hinter den Weg der Zentralbanken. Als Vermögensreserve in aller Welt hätten Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. die gleiche Bedeutung wie die Edelmetalle Gold und Silber. Dazu kommt die Möglichkeit, sie im täglichen Gebrauch als Zahlungsmethode einzusetzen. Um diesen Schritt zu vollziehen, müssten allerdings wohl noch viele Jahre vergehen. Zu gering ist die globale Akzeptanz nach wie vor, die durch den Zuspruch von Institutionen wie Credit Suisse allerdings steigen könnte und sollte. Herkömmliche Fiatwährungen geniessen ebenfalls nach wie vor das Vertrauen vonseiten der Politik und der Bürger weltweit. Neben der Credit Suisse beschäftigen sich viele weitere Finanzinstitute wie JPMorgan und Goldman Sachs zuletzt bereits immer häufiger mit Kryptowährungen und deren Funktionsumfang. JPMorgan brachte mit dem JPM Coin einen eigenen Stablecoin auf den Markt, der sich auf den Wert des US-Dollars stützt. Goldman Sachs übernahm derweil mit Poloniex eine der größten Krypto-Handelsplattformen, auf der alle wichtigen Währungen handelbar sind. Wurde den Digitalgeldern in den Vorjahren noch mit viel Ablehnung und dem Verweis auf das Traditionelle entgegengetreten, so hat sich der Wind nun scheinbar dauerhaft gewendet. Was machen die Kryptowährungen aus diesem neuen Auftrieb?

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