Anlegertest für Einsteiger: Geld krisensicher anlegen

Vom Rekordhoch zum Rekordabsturz: Das Coronavirus hat zu Beginn des Jahres für ein Beben an den Aktienmärkten gesorgt – wer in ETF oder Fonds investiert hat, musste enorme Kursverluste akzeptieren.

Da die Krise noch nicht vorbei zu sein scheint, interessieren sich natürlich viele Anleger für Produkte, die sozusagen krisensicher sind. Doch gibt es überhaupt krisensichere Produkte?

Sicherheit nagt am Gewinn

Ganz egal, ob man sein Geld in Aktien oder Fonds steckt oder mit einem Sparplan ein Vermögen aufbauen möchte – man verfolgt letztlich das Ziel, dass es zu einer Vermehrung des Geldes kommt. Heutzutage sind Sparbuch und Co. absolut unattraktiv geworden, da sich die zur Verfügung stehenden Zinssätze im Bereich der 0,0 Prozent bewegen – somit ist es nicht überraschend, dass sich auch sicherheitsorientierte Sparer wie Anleger mit Aktien, Anleihen, Edelmetallen oder auch mit Kryptowährungen befassen.

Die Vor- wie Nachteile liegen ganz klar auf der Hand: Die Sicherheit kostet Geld – das heißt, was auf einem Sparbuch liegt, wird nicht weniger. Zumindest nicht auf den ersten Blick. Berücksichtigt man jedoch die Inflation, so verliert das Geld tatsächlich an Wert. Werden etwa 10.000 Euro auf einem Sparbuch geparkt, so mag es mit der Zeit zu einem realen Geldwertverlust kommen – überspitzt formuliert liegt der Wert nach wenigen Jahren nur noch bei 9.800 Euro.

Investiert man in Aktien, so mag es durch Schwankungen immer wieder zu Veränderungen kommen – das heißt, der Depotwert steigt und sinkt. Und auch wenn ein Investment in Aktien nicht ungefährlich ist, so mag es eine der empfehlenswertesten Möglichkeiten sein, wenn es darum geht, langfristig ein Vermögen aufzubauen. Denn der Börsencrash, ausgelöst durch das Coronavirus, hat gezeigt, dass nach jedem Tief auch ein Hoch folgt. Und wer die Nerven behält und trotz sinkender Kurse weiterhin investiert, steigert seine Chance, am Ende zu den Gewinnern zu gehören.

Nur dann, wenn im Zuge fallender Kurse verkauft wird, muss man einen Verlust akzeptieren – ansonsten handelt es sich nur um eine Momentaufnahme des Depotwerts. So auch, wenn die Kurse wieder steigen. Von einem Gewinn kann nur gesprochen werden, wenn man die Anteile verkauft hat. Kursschwankungen sind zwar nie zu ignorieren, sollten aber niemals dazu führen, dass man seine langfristige Strategie über Bord wirft.

Welches Ziel wird verfolgt?

Wichtig ist, dass man sein Geld nicht in eine einzige Aktiengesellschaft steckt, sondern auf die Diversifikation achtet. Das heißt, man investiert sein Geld in mehrere Aktiengesellschaften, die sich im Idealfall noch in verschiedenen Branchen wie Ländern aufhalten, kauft Anleihen und investiert einen Teil in Edelmetall.

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Wer über frei zur Verfügung stehendes Geld verfügt, kann auch einen Blick auf den Kryptomarkt werfen. Denn Bitcoin und Co., sogenannte digitale Währungen, werden immer beliebter. Befasst man sich etwa mit dem Bitcoin Evolution Test, so wird man zu dem Ergebnis kommen, dass man hier durchaus attraktive Gewinne einfahren kann – jedoch darf man das Risiko nicht unterschätzen. Der Kryptomarkt ist sehr volatil. Der Bitcoin kann etwa in der Früh um 700 US Dollar steigen, am nächsten Tag jedoch wieder um 900 US Dollar fallen.

Und auch wenn die aktuellen Prognosen vielversprechend sind, so dürfen diese nicht als Garantie verstanden werden. Der Markt kann sich nämlich jederzeit in die nichtgewünschte Richtung bewegen.

Wichtig ist, dass man sich die Frage stellt, welches Ziel verfolgt werden soll. Hat man genügend Zeit, also investiert man über Jahre, kann man sich für einen börsengehandelten Indexfonds oder aktiv gemanagten Fonds entscheiden; wer hingegen frei zur Verfügung stehendes Geld hat und innerhalb kürzester Zeit hohe Gewinne einfahren will, sollte einen Blick auf Bitcoin und Co. werfen.

Folgt nach jedem Tief ein Hoch?

Ganz egal ob „Schwarzer Freitag“, Finanzkrise oder Coronavirus – die Aktienmärkte wurden immer wieder erschüttert und haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass nach jeder Krise ein Hoch folgt. Auch wenn Krisen immer wieder Gewinner hervorbringen mögen, so kann dem Anleger nur geraten werden, niemals seine langfristige Strategie aus den Augen zu verlieren. Mit einer entsprechenden Diversifikation muss man sich (fast) keine Sorgen machen.

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