Jedes Stück ist ein Unikat

Guido Huber widmet sich in seiner Werkstatt Möbel, die schon eine lange Geschichte hinter sich haben. Die lange Geschichte – das haben er und seine Werke gemeinsam.

„Ja, ein solches Möbel-Erbstück habe ich ja eigentlich auch noch zuhause“ – diese Gedanken schiessen einem durch den Kopf, wenn man die Werkstatt von Guido Huber in Meggen betritt. Seit einem Jahren betreibt er „Guido Huber Unikate“ – die Anlaufstelle für Upcycling oder Umbau von alten Möbeln, aber auch für Reparaturen. 

Der lange Weg eines Tausendsassas

Guido Huber beschäftigt sich aber noch nicht sein ganzes Leben mit alten Möbeln. Sein Weg zu seiner Leidenschaft war lange – und abwechslungsreich. „Meine eigenen Verhaltensmuster standen mir jahrelang im Weg“, erinnert sich Guido Huber. Erst lernte er Zahntechniker, war dann im Marketing tätig, wechselte in die Informatik, betrieb eine Reinigungsfirma – und fand schliesslich seinen Weg zum handwerklichen Beruf. 

Bei der Caritas durfte er sich austoben, und alte Möbel wieder herrichten oder neue
Stücke daraus entstehen lassen. „Für diese Zeit bin ich sehr dankbar. Man liess mir viele Freiheiten, was ich mit den Möbeln machen möchte. Dort entstanden auch erstmal Upcycling-Werke“, erzählt Guido Huber. Ein besonderer Hingucker: Der Salon-Tisch mit einer Oberfläche, in der alte Zeitungseiten verarbeitet waren.

Die Hobelbank

Der Traum der Selbständigkeit schlummerte aber seit jeher in Guido Huber. Ebenfalls das Verlangen, mit antiken Möbeln sein Geld zu verdienen. Eine Hobelbank ebnete schliesslich vor fünf Jahren diesen Weg. „Im Internet sah ich eine Hobelbank, die zu einem Kochfeld umfunktioniert wurde. Das war der Moment! So etwas wollte ich auch machen“, so Guido Huber. Er bildete sich weiter und machte ein Attest als Möbelrestaurator beim Schreinermeisterverband. „Die Materialen, die man zum Arbeiten braucht, das Holz, die verschiedenen Epochen, in denen die Möbel gebaut wurden – all das faszinierte mich ungemein“, erklärt Guido Huber.

Heute hat er eine eigene Werkstatt in Meggen und beschäftigt sich täglich mit antiken Möbeln. Upcycling, Umbauten und Pflege der alten Möbel, all diesen Aufgaben nimmt sich Guido Huber an. Zusätzlich macht er sich auch immer wieder selber auf die Suche nach alten, interessanten Möbeln, um daraus etwas Neues entstehen zu lassen: „Jedes dieser Stücke ist ein Unikat!“

 

 

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