Der Zentralschweizer Carrosserieverband, der sich ein frisches Outfit verpasst hat, darf trotz rückläufiger Lehrlingszahlen auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken.

Der Zentralschweizer Carrosserieverband wechselte auf Anfang dieses Jahres seinen Namen: Aus dem etwas eingerosteten «Brand» VSCI wurde «Carrosserie Suisse Zentralschweiz». Um diesen Schritt zu einem moderneren Erscheinungsbild auch rechtlich zu vervollständigen, genehmigten die Zentralschweizer Carrossiers vergangene Woche an ihrer Generalversammlung in Brunnen die entsprechenden Statuten. Auch die Website des Verbandes ( www.ausbildungszentrum-zs.ch) , die von einem Lernenden im Rahmen seiner
Lehrabschlussprüfung neu gestaltet wurde, kommt gemäss Präsident Thomas Jauch deutlich frischer daher und beinhaltet zudem eine praktische Stellenbörse.

Kampf um guten Nachwuchs

Was Carrosserie Suisse Zentralschweiz – wie vielen handwerklichen Verbänden – derzeit zu schaffen macht, ist der Kampf um guten Nachwuchs. Immer weniger Jugendliche wollen einen Beruf im Carrosseriegewerbe erlernen. Das zeigt sich im Rückgang der Prüfungsabsolventen. Nahmen 2017 noch 101 junge Frauen und Männer am Qualifikationsverfahren teil, waren es letzten Sommer noch deren 67. Es gibt aber einen rosa Schimmer am Horizont: Laut Jürg Zurkirchen, Präsident der QV-Kommission, ist schon bald wieder mit geburtenstärkeren Jahrgängen zu rechnen. Im Rahmen der GV wurden die Sieger des diesjährigen Lehrlingswettbewerbs geehrt, der jeweils im dritten Lehrjahr stattfindet. Im Bereich Carrossier Spenglerei ist dies Michael Weber (Lisibach Carrosserie AG, Zug), im Bereich Carrossier Lackiererei Mike Holdener (Carrosserie Deck GmbH, Morschach). Bei den Fahrzeugschlossern heisst der Beste Manuel Birrer (Hodel Betriebe AG, Grosswangen). Gewürdigt wurden ausserdem 11 frisch gebackene Werkstattkoordinatoren und Carrosseriewerkstattleiter.

Erfreuliche Finanzen

Auch finanziell kann Carrosserie Suisse Zentralschweiz auf ein gutes Jahr zurückblicken. Dies nicht zuletzt dank guten Verkaufszahlen im Kurswesen sowie der Vermietung der verschiedenen Kurszentren. Im Anschluss an den offiziellen Teil kamen die Anwesenden in den Genuss eines exquisiten Nachtessens im Seerestaurant Bellevue. Vorgängig zur GV erlebten sie zudem eine spannende Führung durch die Distillerie Dettling.

Daniel Schwab

Florian Emmenegger (links) und Eduard Prenrecaj, frisch gebackener Carrosseriewerkstattleiter, von Amag Buchrain. Bild apimedia