Ruag Schweiz

Die Firma Ruag ist bekannt für ihre gute Lehrlingsausbildung. Davon profitiert auch der Buchrainer Simon Herzog, der diesen Herbst an den Schweizer Meisterschaften der Konstrukteure einen Podestplatz anstrebt.

ds. 2008 rief Ruag Schweiz das Swiss Selection Team (RSST) ins Leben, um talentierte Lernende zusätzlich zu fördern und sie auf die Teilnahme an Schweizer Meisterschaften vorzubereiten. Mit durchschlagendem Erfolg. Seither qualifizierten sich immer mindestens zehn junge Berufsleute für die Schweizer Berufsmeisterschaften. Ebenfalls bemerkenswert: Bei allen fünf Austragungen holte mindestens ein Teilnehmer den Schweizer-Meister-Titel und nahm anschliessend an der Berufs-WM teil. Dies soll auch in Zukunft so sein. Kürzlich lud Ruag jene zehn Lernenden, die sich für die Swiss Skills vom 12. bis 16. September 2018 in Bern qualifizierten, zusammen mit ihren Eltern zum Kickoff-Meeting nach Luzern ein, um sie auf den bevorstehenden Ernstkampf einzustimmen.

«Mit Leidenschaft ist alles möglich»

Unter den Swiss-Skills-Teilnehmern ist auch Simon Herzog aus Buchrain. Der angehende Konstrukteur nahm bei der kurzen Vorstellungsrunde kein Blatt vor den Mund: «Ich will aufs Podest.» Das ist natürlich Musik in den Ohren von Adrian Heer, Leiter Berufliche Bildung von Ruag Schweiz. Seine klare Vorgabe im Hinblick auf die Swiss Skills: «Wir streben in jeder Disziplin mindestens eine Medaille an und wollen einen Teilnehmer an die World Skills 2019 nach Kazan schicken.» Mit maximalem Engagement und einer gehörigen Portion Leidenschaft sei alles möglich, sagt Heer mit Verweis auf die erfolgreiche Ruag-Vergangenheit.

Tipps von der Spitzenlangläuferin

Mit grossem Interesse verfolgten die jungen Hoffnungsträger anschliessend das Interview von Adrian Heer mit Spitzenlangläuferin Nadine Fähndrich (22). Die Eigenthalerin, die eine abgeschlossene KV-Lehre und demnächst auch die Berufsmatura in der Tasche hat, wurde im vergangenen Winter in Goms U23-Vizeweltmeisterin und holte an den olympischen Spielen in Pyeongchang zwei Diplome im Teamsprint und in der Staffel. In der kommenden Saison liegt ihr Fokus ganz auf der WM in Seefeld. Auf die Frage, wie sie mit Leistungsdruck umzugehen pflegt, meinte Fähndrich: «Ein gewisser Druck und ein bisschen Nervosität sind nötig, um am Tag X das Optimum aus sich herauszuholen.» Wichtig sei zudem, einen klaren Plan zu haben und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. «Dann werden euch unverhoffte Probleme nicht aus dem Konzept bringen.»

Konstrukteur Simon Herzog (rechts) aus Buchrain mit Adrian Heer, Leiter Berufliche Bildung bei Ruag Schweiz. Bild apimedia