Kanton Luzern ehrte erfolgreiche Zentralschweizer Berufs-WM-Athleten.

5 Medaillen und 5 Diplome: So die Ausbeute der 10-köpfigen Zentralschweizer Delegation bei den WorldSkills im russischen Kazan. Grund genug für den Kanton Luzern, dies feierlich zu würdigen. Das tat man am vergangenen Donnerstagnachmittag auf dem Emmer Areal der Ruag Schweiz AG, die ebenfalls mit zwei Athleten in Russland vertreten war. «Diese Leistung kann man nicht hoch genug einschätzen», sagte der Luzerner Finanzdirektor und SwissSkills-Stiftungsratspräsident Reto Wyss vor Experten, Berufs- und Behördenvertretern sowie Familienangehörigen. Die internationale Spitze sei deutlich breiter geworden: «Länder wie China, Russland oder Brasilien haben enorme Anstrengungen unternommen, um vorne dabei zu sein.» Das Schweizer Team habe in Kazan eine hervorragende Visitenkarte abgegeben und Ehre für unser duales Berufsbildungssystem eingelegt: «Gerade im Kanton Luzern absolvieren mehr als drei Viertel aller Jugendlichen eine Berufslehre. Dort lernen sie, flexibel zu sein und auf Unvorhergesehenem erfolgreich zu reagieren.»

«Fit für die Welt von morgen»

Auch Christof Spöring, Leiter der kantonalen Dienststelle Berufs- und Weiterbildung, zog eine positive Bilanz: «Unsere Athleten haben gezeigt, dass sie Weltklasse sind. Und dass sie fit sind für die Welt von morgen.» Dass sie auch fit sind für die Welt von heute, bewiesen die jungen Berufsleute auch beim Empfang, als sie sich geistreich und keck den Fragen von Moderatorin Linda Fäh stellten. Wo sie sich denn von ihm bekochen lassen könne, wollte die Miss Schweiz 2009 von Koch Martin Amstutz wissen. «Schreiben Sie mir einfach eine Mail», entgegnete der 21-Jährige trocken.

Alex Piazza

Unter den Gästen: Die goldmedaillierten Landschaftsgärtner Mario Enz aus Giswil/OW und Fabian Hodel aus Oberkirch/LU mit den Berufsverbandsvertretern Marco Meier (links) und Lorenz Arbogast. Bild apimedia