Schon in den vergangenen Jahren sorgte die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge in der Schweiz regelmäßig für Aufregung. Auch für das Jahr 2018 soll nun ein weiterer Anstieg folgen, der die Haushalte noch mehr belastet. Doch wie hoch fällt die Erhöhung aus und was können die Bürgerinnen und Bürger tun, um sich davor zu schützen?

Eine Phase der Erhöhungen

Bereits im Jahr 2017 wurde in der Schweiz eine Erhöhung der Prämien von durchschnittlich 4,5 Prozent durchgesetzt. Damit reagierten die Krankenkassen ihrer Äußerung nach auf die gestiegenen Kosten in der Gesundheitsbranche. Um langfristig rentabel bleiben zu können, sei es an dieser Stelle notwendig gewesen, die Beiträge zu erhöhen und dadurch wieder neue Gelder in die Kassen zu spülen. Doch nicht bei jeder Krankenkasse waren die Erhöhungen am Ende gleich hoch. Daher haben Versicherte weiterhin die Möglichkeit, sich die Unterschiede zwischen verschiedenen Versicherern zunutze zu machen. Jeder kann für diesen Zweck einen Krankenkassenvergleich über Internet durchführen, welcher einen perfekten Überblick über die Branche bietet. Dadurch sollte es noch leichter sein, eine fundierte Entscheidung zu treffen, die den eigenen Interessen entspricht.

Die Herausforderung des demografischen Wandels

Für das Jahr 2018 wurde nun bereits ein weiterer Anstieg der Prämien der Versicherungen diagnostiziert. In diesem Fall soll er bis zu drei Prozent ausmachen. Ganz wesentlich dürfte die Alterung der Gesellschaft dafür verantwortlich sein, dass die Krankenkassen von nun an höhere Beiträge fordern. Auf der einen Seite reduziert sich die Zahl junger Arbeitnehmer, die einen wesentlichen Teil ihres Einkommens an die Krankenkasse weiterreichen. Auf der anderen Seite stehen nun immer mehr Menschen im Rentenalter, die zunehmend gesundheitliche Beschwerden plagen. Aufgrund dieses demografischen Ungleichgewichts ist es nur zu gut verständlich, dass nun auch die neue Strukturierung der zu zahlenden Beiträge fällig war. Nun wird es darum gehen, die Last fair zu verteilen, um zumindest von weiteren Anstiegen der Prämien in den kommenden Jahren absehen zu können. Ohnehin sind zahlreiche Versicherte nicht mehr mit der akuten Erhöhung der vergangenen Zeit einverstanden.

Änderungen im Jahr 2018

Ab dem Jahr 2018 sollen die Prämien der Versicherungen zudem auf regionaler Basis berechnet werden. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden die Ergebnisse noch für die gesamte Schweiz als gültig präsentiert und stellten die Versicherten so vor vollendete Tatsachen. Auch ein eventuelles Ungleichgewicht, das die gesamte Erfassung bislang nicht an den Tag zu legen in der Lage war, soll auf dieser Grundlage ausgeglichen werden. Gleichzeitig gelten Kostenkontrolle und Innovation als geeignete Mittel, um die Aufgabe der Demografie zu meistern und die Prämien in Zukunft nicht noch weiter ansteigen zu lassen. Je effizienter das System arbeitet, desto eher ließen sich auch weitere Erhöhungen der Beiträge verhindern, so die Experten.

Fazit

Am Ende bleibt die Erhöhung der Versicherungsprämien ein strittiges Thema, welches auch in den kommenden Monaten seine Aufmerksamkeit in den Medien finden wird. Schon mancher Politiker forderte eine Eindämmung der stetig steigenden Beiträge, die in wenigen Jahren um mehr als zehn Prozent zulegten. Dadurch soll auch die Belastung für Geringverdiener angepasst werden, die von der neuen Regelung besonders hart getroffen werden.

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