LUZERN – Der Malerunternehmerverband «luzernermaler» feiert seinen 125. Geburtstag

Sie gestalten und restaurieren Fassaden, malen attraktive Wohnräume und sorgen mit ihrem Know-how für den Werterhalt von Liegenschaften. Aber die luzernermaler sind auch mit gezielten Projekten im öffentlichen Raum präsent. In den letzten Jahren hat sich dieses Engagement verstärkt. «Die luzernermaler engagieren sich seit vielen Jahren für eine attraktive und farbige Stadt. Wir legen Wert auf eine gute Ausbildung und geben Lernenden mit solchen Aktionen die Möglichkeit, sich Fachwissen anzueignen und spezielle Techniken zu üben», hält Gerold Michel, Präsident luzernermaler, fest. 

1300 Sitzbänke 

Breit wahrgenommen wird das Engagement für den Unterhalt der 1300 Sitzbänke in der Stadt Luzern, das im Zusammenhang mit den Sparvorgaben der öffentlichen Hand entstanden ist. Gemeinsam mit der Stadt Luzern (Stadtgärtnerei), Luzern Tourismus und dem Verband Luzerner Schreiner haben die luzernermaler in den letzten Jahren Hunderte von Sitzbänken erneuert. Die seit 2015 bestehende Kooperation wurde dieses Jahr verlängert. Zurzeit werden rund 2700 Banklatten bemalt, lackiert und beschriftet.

1893 im Einhorn gegründet

Die acht Malermeister, die vor 125 Jahren im Restaurant Einhorn Luzern den Malermeister-Verband Luzern & Umgebung gründeten, waren bestrebt, das individuelle Treiben der über 150 Flach- und Decomaler in geordnete Bahnen zu lenken. Damals griff ein Wildwuchs bezüglich Ausbildung und Tarifen um sich, dem man Einhalt gebieten wollte. Schon ein Jahr später wurden die ersten Tarife beschlossen und eine sogenannte «Werkstattordnung» – der Vorläufer der Arbeitsverträge – ausgearbeitet.

Heute sind die luzernermaler der grösste Branchenverband der Zentralschweiz. Sie vertreten die Interessen von über 50 Malerbetrieben der Stadt Luzern, der Agglomerationsgemeinden und des Seetals.