Keine Frage, die 25. Internationale Forstmesse in Luzern war grossartig. In vier Tagen kamen 25‘000 Besucherinnen und Besucher auf die Allmend, um sich zu begegnen aber auch bei den 250 Ausstellern über das Neuste zu informieren und Geschäfte zu machen.

Auch seitens WaldSchweiz waren die Eindrücke positiv, so Urs Wehrli, Leiter Kommunikation & Politik: «Unser Stand wurde gut besucht, das Publikum war sehr interessiert und aktiv. Wir hatten bestimmt gleich viele Kundenkontakte wie 2017, gefühlsmässig eher mehr.» Am Waldkongress ihres Verbandes hatten rund 70 Personen teilgenommen, den vier Referaten folgte eine spannende Podiumsdiskussion.

Das Seminar Holzindustrie zum Thema «Chancen für die Wald- und Holzwirtschaft im Klimawandel», welches die Berner Fachhochschule zusammen mit den Trägerverbänden aus Bereich Wald, Holz und Energie organisierte, zog – vom BAFU (Bundesamt für Umwelt) über die Holz- und Waldindustrie bis zu Kantonsoberförstern – ein dezidiertes Fachpublikum von über 50 Personen an. Die Forstindustrie steht vor grossen Herausforderungen und es braucht Anstrengungen, um einen Schritt weiterzukommen. Passende Schlussparole dieser qualitativ hochstehenden Veranstaltung war, dass man jetzt «machen solle und nicht nur
darüber reden».

Die ebenfalls gut besuchte Podiumsdiskussion «Industrie 4.0 in der Wald- und Holzwirtschaft – technische Spielerei oder Zukunftsvision» ging auf Tuchfühlung mit der Digitalisierung. Mit praktischen Beispielen zeigte die organisierende Abteilung Waldwissenschaften der Berner Fachhochschule (BFH – HAFL) bereits eingesetzte Technologien auf, liess die holzverbrauchende Industrie sowie einen Schweizer Förster zu Wort kommen und diskutierte neue Lösungen.

Was für ein Spektakel am Holzhauerei Wettkampf: über zwei Tage lang kämpften rund 75 Teilnehmende um den Schweizermeistertitel. Es wurde gesägt, gefällt und Ketten blitzschnell gewechselt. Unter den Aktiven und Junioren nahmen erstmals auch zwei Frauen teil. Hoch erfreut waren die Organisatoren der 11. Schweizermeisterschaft Holzhauerei Wettkampf über den Besuch der Gäste aus Japan, die sich ein Bild machen konnten.

Die Forstmesse begrüsste auch die besten Sportholzfäller zur Schweizermeiserschaft der Stihl Timbersport Series. An zwei Tagen sorgten die hochdisziplinierten Athleten bei grandiosem Wetter und perfekter Kulisse für Furore und zeigten sportliche Spitzenleistungen. Die Holzspaltmeisterschaft – wo es Kränze zu gewinnen gab – lebte am Samstag ihr Brauchtum aus und tat dies auf feine Art.

Die Seilkrantechnik ist in der Waldwirtschaft verankert. Rund 20% der Holznutzung in der Schweiz erfolgt mit dem Seilkran. Die zwei Seilkranmodelle, der Teuchelbohrer sowie Drohnen als digitale Transporthilfsmittel fanden an der Sonderschau von Codoc «Treffpunkt Forst, Forêt, Foresta» grossen Anklang. Weiter ging es um die Frage, wie ein gesunder Wild- und Waldbestand umzusetzen sei. Aufgrund dieses Schwerpunktthemas war auch JagdSchweiz unter den sechzehn teilnehmenden Organisationen.

Das BAFU, die WSL und die Kantone präsentierten im Rahmen des nationalen Forschungsprogramms «Wald und Klimawandel» die Tree-App, welche Fachleute bei der Wahl zukunftsfähiger Baumarten unterstützt. Bruno Röösli, Abteilungsleiter Wald beim Kanton Luzern, erklärt: «Förster sind heute schon mit digitalen Instrumenten unterwegs und sie brauchen sehr gute Entscheidungsgrundlagen.»