Am ersten Wochenende strömten über 35 000 Besucher an die Zentralschweizer Frühlingsmesse – und der Besucherzustrom hält an. Die 40. Zentralschweizer Frühlingsmesse besticht einmal mehr mit einer grossen Vielfalt und das eher trübe Wetter tut der positiven Stimmung keinen Abbruch.

Die Organisatoren sind mit der 40. Luga zufrieden. «Wir dürfen einmal mehr eine
lebendige Luga präsentieren. Es herrscht eine fröhliche Stimmung auf dem
Messegelände Allmend und die gemütliche Atmosphäre wird geschätzt», freut sich
Messeleiterin Luzia Roos. Trotz kaltem und nassem Wetter besuchten am ersten
Wochenende bereits über 35 000 Personen die Luga. Dies zeigt: «Die Luga ist ein
Fixpunkt in der Agenda der Zentralschweizerinnen und Zentralschweizer – ganz
unabhängig vom Wetter», sagt Luzia Roos.

Maibaumklettern fordert kleine und grosse Besucher, schon viele haben versucht,
den zehn Meter hohen Maibaum zu bezwingen. Bis ganz nach oben zum Kranz haben
es bis heute schon einige geschafft. «Es ist nicht ganz ohne, das nasse Wetter hat es
zusätzlich erschwert», weiss Hannes Lustenberger, Baumpflegespezialist FA von der
Firma Murer Baumpflege und zuständig für die Sicherheit beim Maibaumklettern. So
liegt der Durchschnitt bei ungefähr drei bis vier erkletterten Metern. «Wenn das
Wetter besser wird, liegt bestimmt noch mehr drin», sagt Lustenberger.

Sonderschauen begeistern

Aus den dutzenden Sonderschauen sticht auch diese hervor: Zufrieden zeigt sich
Daniel Seckler von der SWISSINT: «Die Besucher sind sehr interessiert. Wir konnten
gute Gespräche führen und haben bereits Personen für einen friedensfördernden
Einsatz begeistert.» Auf grosses Interesse stösst das nachgestellte Minenfeld, in dem
Besuchende selber Minen ausfindig machen können. «Der Mix zwischen Erlebnis und
Information stimmt. Unser Auftritt an der Luga ist äusserst erfolgreich», zieht Daniel
Seckler zur Halbzeit ein erstes Fazit.

Auch die STOKYS – Sonderschau zieht viele Besucher an. Beat Schaufelberger,
Geschäftsführer von STOKYS: «Der Aufmarsch an unserem Stand ist überwältigend,
unser Auftritt löst über alle Generationen hinweg positive Emotionen aus. Genau das
wollen wir erreichen.» In der Sonderschau können die Besucher selber STOKYS-
Modelle zusammenschrauben und sich an einem Rekordversuch beteiligen. Bis zum
Ausstellungsende am 5. Mai soll die grösste STOKYS-Skulptur aller Zeiten, mit über
5071 Teilen, entstehen. «Wir sind auf gutem Weg dazu», gibt sich Schaufelberger
optimistisch.

Emil Steinberger geehrt

So wie seine Sprüche im Laufe der Jahrzehnte eigentliches Volksgut geworden sind –
so passend war die Szenerie zu einer weiteren Auszeichnung: Der 86-jährige
Luzerner Schauspieler, Kabarettist, Schriftsteller und Regisseur Emil Steinberger ist
am Montagabend an der Luga vor viel Prominenz mit dem Anerkennungspreis der
Luzerner Regierung für sein Lebenswerk geehrt worden. «Bei Emil kommen doch
Ideenreichtum, Disziplin und Heiterkeit zusammen», sagte Regierungsrat Paul
Winiker bei der Preisverleihung. Die Laudation hielt Bänz Friedli und in seiner
gewohnt launigen Art fügte er an: «Natürlich braucht Emil diesen Preis seiner
Vaterstadt nicht, aber Luzern braucht ihn, den Emil. Es hätte als Schande gegolten,
wenn er diesen Preis nicht bekommen hätte, denn seine Sprüche sind doch echtes
Volksgut geworden.»

Der mit 10 000 Franken dotierte Anerkennungspreis wird mit der Urkunde und
einem Kunstwerk der Luzernerin Saskya Germann begleitet.

Rolf Willimann

Da tauchen Jugenderinnerungen auf: STOCKYS ist wieder belebt worden und sorgt an der Luga für Staunen. Es soll bis Ausstellungsende die grösste je erbaute Skulptur entstehen. Bild zVg.