Ein guter Start und ein druckvoller Schluss reichten Root nicht zum Punktgewinn in Zug. Dazwischen passte zu viel nicht zusammen.

Ein Erfolgserlebnis im letzten Vorrundenspiel hätte der geschundenen Rooter Seele gut
getan. Der Wille dazu war den Gästen auch nicht abzusprechen. Das wurde in der Startphase deutlich. Ricci erzielte mit einem Lob den Führungstreffer (6.), Christen per Kopf sowie Simon Barmettler mit dem Fuss verpassten wenig später einen höheren Vorsprung. Dann aber fiel man in alte Verhaltensmuster zurück und baute den Gegner mit unnötigen Fehlpässen und Stellungsfehlern auf. Zug bestrafte das Nachlassen gnadenlos und glich das Skore nach 25 Minuten mit einem schnellen Angriff über links und einem präzisen Flachpass zur Mitte aus. Auch fünf Minuten nach der Pause gings den Rootern wieder zu schnell: Ein Steilpass, ein Lob, und schon lagen die Platzherren erstmals in Führung. Von einem Aufbäumen der Gäste war in der Folge nichts zu sehen. Nun dominierte Zug nach Belieben, während Root nicht mal in die Nähe des gegnerischen Strafraums kam. Die logische Folge war das 3:1 nach 70 Minuten. Schade nur, dass dem Treffer ein ungeahndetes Handspiel eines Zuger Angreifers vorausging. Eigentlich war die Messe damit gelesen. Der SK Root konnte zwar etwas zulegen, schaffte es aber kaum einmal, Gefahr zu erzeugen. Es dauerte bis zur 83. Minute, ehe man wieder mal im Zuger Sechzehner zu Besuch war und dabei nach einem Foul an Bächler sogar einen Elfer zugesprochen bekam. Dass Milojicic am Zuger Keeper scheiterte, passte zum Gezeigten. Dennoch fighteten die Gäste unverdrossen weiter. Der Kampfgeist, einer der aktuell wenigen Rooter Trümpfe, wurde in der 87. Minute belohnt, als der eingewechselte Nico Bühler via Innenpfosten sehenswert zum 3:2 verkürzte. Am Ende brachte Zug die knappe Führung jedoch ohne grössere Probleme über die Runden, womit Root mit bescheidenen 12 Punkten in die Winterpause geht.ds

SK Root: Josua Barmettler; Köchli, Meierhans, Milojicic, Barbosa; Simon Barmettler, Theiler,
Christen, Bächler, Strebel; Ricci (Daniel Bühler, Wymann, Nico Bühler, Krummenacher).
Tore: 6. Ricci 0:1. 25. 1:1. 50. 2:1. 70. 3:1. 87. Nico Bühler 3:2.