Die Schweizer Bevölkerung ist ausgesprochen biberfreundlich und unterstützt die Rückkehr von «Meister Bockert», wie Pro Natura kürzlich aufgrund einer gfs-Studie meldete. Auch im Rontal scheinen die Nager präsent zu sein.  16_20130325 Biber Rotbach TS I, Rothenburg 007 (Medium)

 

shab. «Der Biber kehrt zurück in seine Heimat. In immer kürzeren Abständen stellen Fachleute Biberspuren an Bächen fest, an denen in den letzten Jahrzehnten keine Biber mehr vorkamen.» So steht es in der Mitteilung der Stiftung Pro Natura. Ein Beispiel dafür lieferte ein Inwiler Bauer, als er unlängst auf einem seiner Felder, das an den Rotbach grenzt, ein riesiges Loch entdeckte. Er liess darauf einen Fachmann der Dienststelle Landwirtschaft und Wald vorbeikommen. Es stellte sich heraus, dass zwar ein Biber am Werk gewesen, jedoch bereits weitergezogen war. Ausser ein paar angeknabberten Zweigen war auch kein Biberfrass vorhanden, was die Vermutung unterstützt, dass es sich lediglich um einen temporären Aufenthalt gehandelt hatte.

Positive Effekte

Pro Natura weist in ihrem Communiqué darauf hin, dass überall dort, wo sich der Lebensraum von Mensch und Tier überschneidet, Tiere auf den Goodwill der Menschen angewiesen sind. Gleichzeitig betont die Stiftung: «Wo immer Biber auftauchen, profitieren zahlreiche andere Tiere und Pflanzen. Indem der Biber Bäche aufstaut, verändern sich die Uferbereiche. Diese Feuchtgebiete bilden Lebensgrundlage für gefährdete Amphibien oder seltene Libellen.»