Wenn einfacher besser ist

Elio Vladming, 5. Kl., hat in seiner Maturaarbeit ein Marketingkonzept für einen Badmintonclub erstellt.

«Wie kann der Badmintonclub Adligenswil mehr finanzielle Mittel generieren?» Dieser Frage ist Elio Vlaming, der am Gymnasium Immensee die 5. Klasse besucht, in seiner Maturaarbeit nachgegangen und hat dazu ein Marketingkonzept erstellt.

Zum Badmintonclub Adligenswil ist Elio Vlaming im Primarschulalter gestossen – «durch einen Kollegen». Sofort war er angetan von einem Sport, bei dem man einen Shuttle mit bis zu 400 Stundenkilometer auf die andere Seite des Netzes drischt. Explosivität, Ausdauer, Nervenstärke, starke Beine und Arme – der totale Sportler oder die totale Sportlerin ist hier gefragt. In über 160 Ländern wird Badminton gespielt. Vor allem in Asien, aber auch in England oder Dänemark ist Badminton ganz gross. Ganz anders in der Schweiz: Da ist Badminton eine Randsportart.

Zum Beispiel der Badmintonclub Adligenswil. Noch bis vor ein paar Jahren war das ein Spitzenclub, der sogar einen Schweizer Meister stellte. Doch irgendwann konnte der Club den Lohnvorstellungen der professionellen Trainerin nicht mehr folgen, mit ihr wanderten einige grosse Talente ab. Nun findet sich der Badmintonclub Adligenswil als Dorfverein wieder. Schade, findet Vlaming, und er suchte in seiner Maturaarbeit nach Wegen, dem Badmintonclub Adligenswil zu den finanziellen Mitteln zu verhelfen, die es für einen Wiederaufstieg zu den Spitzenclubs bräuchte.

Nachwuchsförderung ist da A und O

Zuerst las sich Vlaming in das Thema Sportmarketing und Vereinsmanagement ein. In Sportvereinen stehen Faktoren wie Sporterfolge, Mitgliederinteressen und -beziehungen im Vordergrund. Ziel ist es, dem Verein ein gutes Image nach innen und aussen zu geben. Dies ist die Basis, um Mitglieder zu gewinnen und Finanzmittel wie Sponsoring zu erschliessen. Danach schrieb er eine Analyse über den Badmintonclub Adligenswil und verschaffte sich so einen Überblick über dessen Stärken und Schwächen. Schliesslich kam er zu einem einfachen Schluss: Das beste Marketing ist die Nachwuchsförderung. «Junge Mitspielende bringen nicht nur Mitgliederbeiträge, sondern auch neue Beziehungsnetze, aus denen neue Ehrenamtliche oder sogar Sponsoren hervorgehen können», erklärt Vlaming. Aufgrund dieser Erkenntnis tat er konkret etwas für die Gewinnung von Neumitgliedern. Er führte an drei 5./6. Klassen der Schule Meierskappel Probelektionen zur Sportart Badminton durch – und wurde dann vom Lockdown gestoppt. «Ich bleibe dran», betont Vlaming.

Super so, denn zum Erfolg bringt der Interclubspieler wichtige Voraussetzungen mit wie
Enthusiasmus und Hartnäckigkeit.

 

 

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