Am Dienstag, 7. Mai feierte eine Gruppe Frauen ein Jubiläum und verabschiedete zugleich mit einer kleinen Dankesfeier Rita Arnold, die jahrelang das Frauenteam der CVP geleitet und sich immer wieder neu dafür engagiert hatte. 

Während des Aperos liess Marie Anne Vido ein paar Erinnerungen Revue passieren. Es war die Frauengruppe der CVP – gemeinsam mit dem Jugendtreff Ebikon – die z.B. die erste Alusammlung in der Gemeinde durchführte, damals in der Ladengasse, an einem Samstag. Viele Leute wunderten sich über die Aktion. Bald wurde sie zu einem festen Bestandteil der Abfalltrennung. Oder die Ebikoner Modeschauen, die zwar eine Parteiwerbung der CVP waren, dem einheimischen Gewerbe aber die Möglichkeit bot, sich gut zu präsentieren. Viele Kleidergeschäfte, Coiffeure und sogar ein Optiker, konnten auf diese Weise ihr Können und ihre Waren präsentieren. Das Ziel des Frauenteams war die Förderung der Frau zur Mitwirkung in der Politik: Hemmungen überwinden, parteipolitisch denken lernen, neue Talente entdecken. Dass die Frauen zuerst um ihren Respekt kämpfen mussten, zeigte sich etwa darin, dass Drucksachen verpacken oder Kuchen backen für verschiedene Anlässe ihre Hauptaufgabe zu werden drohte. Aber die Frauen lernten, sich zu wehren. In vielen Diskussionen wurde über die Aufgabe der Frau in der Politik debattiert und es wurden neue Wege gesucht und gegangen. Als erste Kandidatin aus unseren Reihen wurde Brigitte Hardegger in den damaligen Grossrat gewählt. 
 

Rita Arnold wurde vermehrt zur treibenden Kraft, die nach dem Ausscheiden von Mitgliedern oder bei Todesfällen die Lücken schloss, indem sie neue Frauen ansprach und für das Team begeisterte. Mit politischen Diskussionen, z. Teil mit bekannten Referenten, wurde die Gruppe zu einer Abteilung der CVP: und zu einem festen Bestandteil des Soziallebens der beteiligten Frauen. 

Die Jahre gingen dahin, und jetzt hat auch Rita den Eindruck, jemand Neues sollte die Leitung des Frauenteams übernehmen. Der Anlass im Gemeindehaus mit anschliessendem Nachtessen im Restaurant wurde zu einer würdigen Dankesfeier und wird wohl allen Teilnehmerinnen noch lange in guter Erinnerung bleiben. Frauenförderung ist aktueller denn je. Auch wenn nicht alle ein politisches Amt übernehmen, so lernen Frauen doch, sich in einer Gruppe zu äussern, für wichtige Anliegen einzustehen und sich auch immer wieder gehalten zu fühlen in einem sozialen Umfeld in Gemeinde oder Region. In der Gruppe entstand ein Netzwerk, auf das Frauen bei Bedarf zurückgreifen können. Viele Parteien oder Gruppierungen pflegen solche Netzwerke. Sie sind wertvoll in vielen Lebenslagen.

Marie Anne Vido