Der Kantonsrat wird voraussichtlich in seiner Mai-Session über einen Sonderkredit von 6,5 Millionen Franken für die Planung des Projekts «Spange Nord und Massnahmen für den öffentlichen Verkehr» entscheiden. Das Thema wirft bereits jetzt hohe Wellen. Wenn es auch auf den ersten Blick scheinen mag, dass von diesem Mega-Projekt vorwiegend die Stadt Luzern tangiert sein wird, so erweist sich bei näherer Betrachtung, dass auch das Rontal davon betroffen ist, soll dieses doch mit der Spange Nord einen (zusätzlichen) Autobahnanschluss an die A2 im Lochhof erhalten. Die geplante neue Kantonsstrasse soll das Luzerner Stadtzentrum vom motorisierten Individualverkehr entlasten und mehr Platz schaffen für den öffentlichen Verkehr. Die Spange Nord ist mit 150 Mio. Franken veranschlagt und ist Teil der geplanten Autobahnumfahrung Bypass.

Mitte April haben Stadt und Kanton sowie diverse Verbände Pressemitteilungen zum wichtigen Thema verschickt. Wir drucken diese im jeweiligen Originaltext ab, um unseren Leserinnen und Lesern möglichst umfassend Stoff für die eigene Meinungsbildung zu liefern. Es ist uns jedoch wichtig, an dieser Stelle festzuhalten, dass die diversen Texte die Standpunkte der Verfasser und nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Die Visualisierungen, die wir zur Illustration unseres Schwerpunktbeitrags verwenden, wurden von der Grünen Partei Luzern den Medien zur Verfügung gestellt. Die Grünen schreiben begleitend dazu: «Nachdem der Regierungsrat immer wieder betont, dass der Eingriff in die Quartiere doch im Vergleich zum Nutzen nur minim ist, haben sich die Grünen an die Arbeit gemacht: Wir haben die vorhandenen Planunterlagen des Kantons genau studiert und die Spange Nord anhand dieser Pläne in den Quartieren abgebildet. Die Ansichten beinhalten jeweils das aktuelle Quartierbild und daneben die entwerteten Quartiere mit der realisierten Spange Nord. Im Gegensatz zu den durch den Kanton veröffentlichten abstrakten Planskizzen zeigen diese Visualisierungen, was der Regierungsrat wirklich bauen will. Sie verdeutlichen, dass der Widerstand der betroffenen Bevölkerung mehr als nur verständlich ist.»

Die Redaktion