Überarbeitetes Hochwasserschutz- und
Renaturierungsprojekt Reuss in der Kritik

Die überarbeiteten Pläne des Hochwasser- und Renaturierungsprojekt Reuss liegen erneut
bei den Gemeinden zur Einsicht auf. Wesentliche Änderungen gibt es nicht. In dieser Zeit
besteht auch die Möglichkeit für Einsprachen. Diese Möglichkeit werden wir wieder nutzen.
Der Verlust von Wald und fruchtbarem Kulturland ist nach wie vor riesig. Auf diesem
Kulturland werden gesunde Nahrungsmittel für unsere Region ökologisch und nachhaltig
produziert. Macht es Sinn, wenn solch fruchtbares Kulturland vernichtet wird und immer
mehr Lebensmittel aus dem Ausland importiert werden muss? Dies ist mit Sicherheit nicht
ökologisch! Mit steigender Bevölkerung nimmt auch der Bedarf an Lebensmittel zu. Wenn
wir uns umweltbewusst ernähren wollen, müssen wir nur aus dem Fenster schauen. Alles ,
was aus der Region kommt, ist nachhaltig. Macht es Sinn 200 Mio. Franken in ein
Renaturierungsprojekt zu investieren und bei wichtigen Bereichen wie Polizei und Bildung
weiterhin massiv zu sparen? In den Medien wird berichtet, dass die Tiegermücke sich
ausbreitet und deshalb bei Wassertümpeln und Pfützen dagegen angekämpft werden muss.
Die Tümpel des Reussprojektes werden zu regelrechten Brutstätten von Mücken, welche
eine Gefährdung für die Gesundheit der Menschen und unserer Tiere sind. Der Kanton kommuniziert, dass der Bund das Projekt vorbehaltlos unterstützt und 80 Prozent der Projektkosten übernimmt. Diese Bundesbeiträge sind jedoch noch nicht definitiv zugesichert. Erst wenn das Projekt bewilligt ist, wird der Kanton ein Suvbentionsantrag beim Bund stellen. Erst dann wird das Bundesamt für Umwelt den definitiven Subventionssatz und die subventionsberechtigten Kosten festlegen. Diese Kommunikation ist wie bis anhin oft nicht ganz korrekt. Dies lässt uns auch zweifeln, dass ein reines Hochwasscherschutzprojekt mit minimaler Renaturierung ebenfalls 165 Mio Franken kosten soll. Auch wird vom Kanton kommuniziert, dass er den Bauern mit Dienstbarkeitsverträgen entgegenkommen möchte. Verbindliche Aussagen vom Kanton fehlen aber bis heute. Wir möchten nicht, dass der Unterhalt der mit Bäumen und Büschen bewachsenen Böschungen, die Neophytenbekämpfung, das Zusammenlesen und Entsorgen des liegengelassenen Abfalles oder das Aufräumen nach Ueberflutungen, einfach an uns Grundeigentümer abgeschoben wird. Da die Landreserven immer knapper werden, wird verdichtetes Bauen immer wichtiger. Beim Renaturierungsprojekt Reuss wird aber kostbares Land verschwendet, dies nur um höhere Bundesbeiträge zu generieren. Eine Enteignung wurde mehrmals erwähnt, auch im Brief vom Vif, dass bei einer Einsprache allfällige Einwendungen gegen eine Erteilung des Enteignungsrechtes vorzubringen sei. Es muss eine Variante für dieses Projekt gefunden werden, welches Hochwasserschutz und Renaturierung ermöglicht, ohne so viel Kulturland- und Waldverlust.

Lotti und Kaspar Kretz-Ineichen, Honau

Wahl in die Kontrollingkommission Ebikon

Aufgrund des Rücktritts von Toni Ruckli während der aktuellen Legislatur benötigt es einen Ersatz in der Kontrollingkommission der Gemeinde Ebikon. Die CVP Ebikon hat für den durch sie aktuell besetzten Sitz Daniel Schenker einstimmig nominiert und konnte für diese wichtige Aufgabe eine ausgewiesene Fachperson als Kandidat gewinnen. Als Gemeindeschreibersubstitut und Leiter des Personalamtes der Gemeinde Meggen sowie durch seine langjährige Tätigkeit als Gemeindeschreiber in einer anderen Gemeinde kennt er die Fragen, Abläufe und Themen, welche eine Gemeinde beschäftigen, sehr genau. Daniel Schenker ist mit den notwendigen politischen Prozessen sehr vertraut. Durch die persönliche Zusammenarbeit schätze ich Daniel Schenker sehr. So empfehle ich Daniel
Schenker sehr für die Wahl in die Kontrollingkommission. Mit ihm stellt sich eine Person als Kandidat, welche fachlich wie menschlich überzeugt, in Ebikon zu Hause und gut integriert ist und die Werte der CVP für diesen freiwerdenden Sitz vertritt. Daniel Schenker ist ein Äbiker für Ebikon mit ausgewiesener Fach- und Sozialkompetenz.

Urs Kaufmann, Ebikon

Verkehrssituation im Rontal

Liebe Ebikonerinnen und Ebikoner, geniesst den schönen Herbst und die aktuelle
Verkehrssituation. Beides wird bald anders sein. Mit dem Fahrplanwechsel werden die Busse über den provisorischen Hub bei Bahnhof Ebikon und der 1-er Bus bis zur Mall of Switzerland führen. Um dieses neue Verkehrsregime umsetzen zu können, sind im 7 ½ Minuten-Takt lenkende Eingriffe in den Verkehrsfluss notwendig. Das heisst, dass bei jedem Abbiegen der Busse die Ampeln auf Rot gestellt werden. Wenn sie alle diese Stopps auf der Hauptstrasse zusammenzählen, werden sie feststellen, dass wir bald wieder die gleichen Zustände in Ebikon haben werden, wie zur Zeit, als die Bahnbarriere bald 50 Min. pro Stunde geschlossen war und zum Bau einer Unterführung führte. Der Ebikoner Gemeinderat verkündete in einer aktuellen Medienmitteilung: «Um dem Verkehrswachstum gerecht zu werden und den steigenden Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung Rechnung zu tragen, hat sich der Gemeinderat immer für die Spange Nord eingesetzt. Sein prioritäres Ziel ist es, die Mobilität in und rund um Ebikon sicher zu stellen und so die Erreichbarkeit der Quartiere gewährleisten zu können. Auch bei grösseren Verkehrsaufkommen gilt es
Rückstaus zu verhindern.» Da nun auch noch die Spange Nord sistiert wird, verschlechtert sich die Situation wohl noch mehr. Sofortmassnahmen sind erforderlich. Der mit Steuergeldern finanzierte Verband Luzern plus, der in der Planung dieser leidigen Verkehrssituation die Federführung hatte, scheint zwischenzeitlich gar inexistent, sicher aber inaktiv zu sein. Die Streichung dieser Budgetposition aus den Gemeindebudgets und der damit verbundene Verbandsaustritt sollten nun durchgesetzt werden. Die Gemeinderäte, die sich für die Umsetzung dieses Verkehrsregimes eingesetzt haben sind
verstummt. Sie sollten sich nun aber vehement dafür einsetzen, dass ihre «Fehlplanung» ohne Schaden für die Bewohner, das Gewerbe und in den Quartieren angegangen wird.

Guido Müller, Ebikon