Sinn und Unsinn Hochwasser- und Renaturierungsprojekt Reuss

Hochwasserschutz macht wirklich Sinn, Renaturierung bis zu einem gewissen Punkt auch.
Das, inzwischen überarbeitete, Hochwasserschutz-Projekt Reuss beansprucht für die
Renaturierung so viel Kulturland und Wald, dass dies für uns einen Unsinn ist. Diese
Renaturierung geht weit über den gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerraum hinaus. Für
unseren Betrieb (wir produzieren Weide-Beef) und einige weiteren Bauernbetriebe bedeutet
dies der Existenzverlust! Und dies nur, damit der Kanton möglichst viele Subventionen beim
Bund abholen kann. Einerseits will Kulturland und Fruchtfolgeflächen besser geschützt
werden, andererseits gehen bei diesem Projekt 31.8 ha Fruchtfolgeflächen verloren,
insgesamt werden 120 ha Kulturland und Wald beansprucht. Auf diesen Flächen werden
gesunde und hochwertige Nahrungsmittel naturnah produziert. Deshalb ist es für uns
Unsinn, diese wertvollen und fruchtbaren Böden zu opfern.

Wesentliche Aenderungen am überarbeiteten Projekt gibt es keine, ausser dass die Kosten
von anfänglich 167 Mio. Franken auf 195 Mio. angestiegen sind. Macht es Sinn bei der
Bildung usw. so stark zu sparen, um es hier bei diesem Projekt wieder auszugeben? Auch der längst fällige Neubau des Kinderspitals Luzern würde für uns mehr Sinn machen.

Was die Problemlösung von diesem hohen Verlust an Kulturland betrifft, sind wir mit
unserem Betrieb immer noch keinen Schritt weiter. In der Zwischenzeit ist zwar eine land-
und forstwirtschaftliche Begleitplanung entstanden, diese konnte trotz Bemühungen bis
jetzt keine Lösungsansätze bringen, sie hat für uns die Funktion des Seelsorgers
übernommen.

Mit dem entstehenden Naherholungsgebiet, möchte der Kanton die Bevölkerung von
diesem Projekt überzeugen. Ohne dieses Naherholungsgebiet wäre dieses Projekt schon rein von finanzieller Sicht her chancenlos. Welche Kosten für die Gemeinden mit dem Unterhalt dieses Naherholungsgebietes entstehen, ist schwer abzuschätzen.

Beim überarbeiteten Bauabschnitt Honauer Schachen, wurde der Entwässerungskanal aus
dem Projektplan entfernt. Der Abfluss des Oberflächenwassers der Kantonsstrasse und SBB
führt heute in diesen Kanal. Beim Hochwasser 2005 musste die SBB auf dieser Strecke den
Betrieb einstellen, da das Wasser die Geleise unterspült hatte. Diese Abflussleitung besteht
nun auf den neuen Projektplänen nicht mehr. Hier genügt ein Gewitter, um den
Hochwasserschutz nicht mehr zu gewährleisten.

Es muss eine Variante für dieses Projekt gefunden werden, welche Hochwasserschutz,
Renaturierung und Naherholung ermöglicht, ohne so viel Kulturland- und Waldverlust. Damit die Existenz der Bauernbetriebe gesichert werden kann.

Lotti und Kaspar Kretz-Ineichen, Honau

Schönste Sonntagsmesse in Adligenswil

Am Eidg. Dank, Buss- & Bettag veranstalte die reformierte Pfarrerin U. Parr und der katholische Diakon R. Asal-Steger einen gemeinsamen Gottesdienst in der St. Martinskirche in Adligenswil. Eine wunderschöne und starke Predigt über die Menschenrechte wurde gehalten. Eine gewaltige positive Energie, mit schönen Jodlergesänge und der Nationalhyme stärkten das Bewusstsein dass wir einander brauchen und zusammen auf Augenhöhe die Werte des Menschsein nicht aus den Augen verlieren dürfen. Eine grossartige Messe die Hoffnung macht, vielen Dank!

Sonia Ritler-Dario
 

Informationen zum öffentlichen Verkehr Rontal

Das Rontal hat mit dem heutigen System eine relativ gute OEV-Bedienung.

Ab Hofmat Ebikon Richtung Mall besteht erwiesenermassen Ueberkapazität – Bus 23 mit einer Kapazität von 100 Personen und 125 Hinfahrten pro pro Tag ergibt eine mögliche Beförderung von über 10’000 Personen!

Das Rontal hat ohne Buchrain um die 20’000 Einwohner. (Buchrain-Perlen haben alleine 5’000 Einw.)

Linie 22: Buchrain – Perlen: 55 Busse pro Tag (Gelenkbus Personenfassung 100 Personen: Mögliche Beförderung über 5’000 Personen!

Die beiden Buslinien Nr. 22 und Nr. 23 ergeben bis Hofmatt Ebikon insgesamt eine Beförderungskapazität von über 15’000 Personen.

Neu: Will man mit R-Bus (doppelte Kapazität), also 20’000 Personen ins Mall führen!

Das Einkaufszentrum Mall hat eine durchschnittliche, tägliche Frequenz von ca. 3’000 Personen. Die Hälfte der Personenzahl kommen per Auto, die andere Hälfte mit SBB Buchrain und Bus ab Fildern; Somit verbleiben für Bus durchschnittlich noch zwischen 4 – 6 Personen. Da waren Leute am Werk, die keine Ahnung hatten von den örtlichen Verhältnissen.

Der sogenannte SBB-Höpf Ebikon ist nutzlos und kostet nur Geld. Leute aus den Hügeln, wo kein Bus fährt, fahren Leute mit dem PW. zum SBB Bahnhof ( notwendig wäre Park & Ride).

Hofmatt-Abbieger zur SBB 4 Min.; hin zum Perron und Zug abwarten 4 Min. & 10 Min Zugfahrt nach Luzern; Bus wieder einbiegen zur Linienführung Hofmatt Richtung Luzern- benötigt wiederum Zeit, ergibt im Gesamten doppelt soviel Zeit , wie mit dem Bus direkt.

Der Bund gibt 58 Millionen für den OEV-Luzern und fördert neue Antriebssysteme, insbesondere batteriebetriebene Busse, die keine teuren Oberleitungen benötigen. Ein weiterer Vorteil wäre, dass Linienführungen flexibler gestaltet werden können. Dies wäre nebst dem Finanzausgleich von 500 Mill. Fr. und den OEV-Einsparungen eine markante Deffizitverminderung für den Kanton Luzern!

Der Bus 111, der ohnehin fast leer herumfährt, kann ohne weiteres durch den Seetalexpress ergänzt werden und in Dierikon SBB (Rontalanschluss) und dann nach Rotkreuz fahren.

Der Abbieger zur SBB Ebikon kostet Zeitverlust, dies entspticht über’s Jahr ca. 1,5 Millionen Franken. Hofm attkreuzung nach SBB Ebikon ( Buss 23,22,26 &111) ergeben 1000 Ein-& Ausfahrten zur Hauptstrasse.

Ad. Bochsler

Abstimmung vom 25. November 2018 über die Selbstbestimmungsinitiative

Mit der Selbstbestimmungsinitiative behaupten die Initianten, die direkte Demokratie zu schützen. Erreichen wollen sie dies mit der allfälligen Kündigung von internationalen Abkommen. Jedoch hat die Schweizer Stimmbevölkerung bereits heute das letzte Wort bei internationalen Verträgen. Per Volksinitiative kann jeder völkerrechtliche Vertrag gekündigt werden. Ausserdem darf der Bundesrat nur Verträge abschliessen, welche der Bundesverfassung nicht wiedersprechen.

Bereits in der Vergangenheit durfte die Bevölkerung über wichtige Verträge abstimmen. Zum Beispiel über den UNO Beitritt und die bilateralen Verträge. Diese hat die Schweiz auch einzuhalten. Zudem müssen Staatsverträge vom Parlament genehmigt werden.

Im Endeffekt riskiert die SBI für die Schweiz wichtige Staatsverträge, sowie den Schutz durch die Menschenrechtskonvention. Dies schadet unserem Wirtschaftsstandort und unserem Wohlstand enorm. Setzen wir diese Verträge also nicht aufs Spiel und stimmen am 25. November Nein zur Selbstbestimmungsinitiative.

Matthias Erni, FDP-Kantonsratskandidat