Leserbriefe

Trutzburg Sagenmatt Ebikon

Der Bau- und Zonenplan sollte in einer Gemeinde für alle Bauwilligen gleich angewandt und
umgesetzt werden. Dies ist in der Gemeinde Ebikon mit der Abstimmung vom 27.9.2020 über die Zonenplanänderung Sagenmatt nicht gegeben. Da plant ein Investor eine ertragsoptimierte Trutzburg mit bis zu 9 Stockwerken und Fassadenlängen von über 110 m Länge. Um diese überdimensionierte Bebauung bewilligungsfähig zu machen, will der Gemeinderat den Zonenplan ändern. Er macht dabei keine Gesamtbeurteilung über das Gemeindegebiet, sondern schlägt explizit eine Zonenplanänderung für die Parzelle des Grossinvestors vor. Da wird krass zu Gunsten eines Investors Rechtsungleichheit geschaffen, indem eine einzelne Parzelle gesondert behandelt wird und der kleine Bauwillige auf die gemäss Raumplanungsgesetz vorgeschriebene Zonenplanänderung bis ins Jahr 2023 warten muss. Ein Grosser darf Klotzen, während die Kleinen geduldig warten müssen. Das ist eine Ungerechtigkeit sondergleichen, welche vom Ebikoner Stimmvolk mit einem kräftigen Nein zur Zonenplanänderung Sagenmatt korrigiert werden muss.

Josef Lindegger eidg. dipl. Baumeister


Sagenmatt – ein Gewinn für Ebikon

Ebikon wächst und verändert sich seit Jahren stetig, sowohl in kleineren Bauprojekten an
den Hängen als auch in grösseren Überbauungen. Beides braucht es und beides gehört zum
Ortsbild. Das Projekt Sagenmatt kommt zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ist für Ebikon in vielerlei Hinsicht ein Gewinn. Das Baugelände auf dem nicht mehr benutzen Amag Areal liegt mitten in Ebikon zwischen bestehenden Wohnbauten. Die Bebauung orientiert sich in der Höhe an den Nachbargebäuden und fügt sich gut in die bestehende Quartierstruktur ein. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist ausgezeichnet und wird durch ein projekteigenes zukunftweisendes Mobilitätskonzept ergänzt. Das Projekt Sagenmatt bietet ein gelungenes Gesamtkonzept und zeitgemässen Wohnraum für verschiedene Lebensabschnitte. Ebikon braucht für eine gute Durchmischung der Bevölkerung attraktiven Wohnraum. Bei der Vergabe der Miet- und Eigentumswohnungen haben die Einwohner Ebikons Vorrang. Die Renaturierung des Mühlebachs, die grosszügigen Grünflächen mit Baumbestand, die neuen Fusswege durchs Quartier sowie die Flächen für Kleingewerbe entlang der Luzernerstrasse sind weitere Pluspunkte des Projektes Sagenmatt.

Erika Dettling, Ebikon


Ebikon gewinnt mit einem NEIN zur Sagenmatt!

Am 27. September 2020 stimme ich NEIN zum Bauprojekt «Sagenmatt». Das Projekt ist mit den geplanten aktuell 241 Wohnungen überdimensioniert. Die Planer haben viele gute Ideen erarbeitet. Beim Bauvolumen wurde aber massiv übertrieben. Da frage ich mich, wo die kommunalen und kantonalen Behörden hingeschaut haben, als sie das Projekt vorgeprüft haben? Am 1. April 2015 hat der Gemeinderat Ebikon den Masterplan verabschiedet. Dieses strategische Führungsinstrument dient der Gemeinde als Leitlinie für die Entwicklung der Gemeinde in baulichen Angelegenheiten. Die Sagenmatt befindet sich laut Masterplan im Band «Neues Dorf Ebikon». Bei Punkt- und Zeilenbauten im Neuen Dorf sollen keine hohen Häuser oder Abweichungen der Geschosszahl mehr erlaubt werden. Es sind maximal 5 Vollgeschosse erlaubt. Es gibt eine Längenbeschränkung von 30 m. Eine offene Bauweise wird gewünscht. Die 9 Türme der Sagenmatt überragen die geforderten 5 Vollgeschosse voll und ganz. Die Bauten entlang der Luzernerstrasse sind länger als die
gewünschten 30 m. Hier wird nicht mit gleichen Ellen gemessen! Andere Projekte (z.B. Klemens) halten oder müssen sich an die Vorgaben halten, doch beim Projekt Sagenmatt scheint dies nicht so. Meines Erachtens darf das Projekt Sagenmatt keine Sonderbehandlung erfahren! Deshalb stimme ich NEIN zur Sagenmatt. Sie liebe Ebikonerinnen und Ebikoner haben es am 27. September 2020 in der Hand, das jetzige Projekt zu stoppen. Mit Ihrem NEIN ist eine schöne Ueberbauung nicht gestorben. Ich bin überzeugt, dass die Initianten mit derselben Sorgfalt wie bisher ein kleineres Projekt vorlegen werden, woran wir in Ebikon alle unsere Freude haben werden. Ebikon gewinnt langfristig mit einem NEIN zur Sagenmatt am 27. September!

Cornel Leber, Ebikon


Ebikons Wachstumsstrategie erneut auf dem Prüfstand

Eingangs sei in Erinnerung gerufen. Am 10. Februar 2019 lehnte die Ebikoner Bevölkerung
das Grossprojekt Qube-Migros und die Teilzonenänderung Weichle – 340 Wohnungen plus
einen 55 Meter hohen Wohnturm – mit 58,7 Nein deutlich ab. Der Gemeinderat hielt nachher in seiner Analyse fest, das klare Ergebnis sei vor allem als Kritik an der Wachstumsstrategie der Gemeinde – sprich Masterplan – zu werten. Weiter führte er an, es sei ein Zeichen, dass man „innehalten“ und die Wachstumsängste in der Bevölkerung ernst nehmen müsse. Scheinbar hat der Gemeinderat aus seiner damaligen Analyse nicht viel gelernt. Am 27. September präsentiert er nämlich den Stimmberechtigten das Grossprojekt Sagenmatt mit rund 240 Wohnungen. Dabei ist (wie 2019) eine Teilzonenänderung Sagenmatt mit Anpassung des Bau- und Zonenreglements notwendig. In Sachen Verdichtung steht die Überbauung Sagenmatt dem damaligen Migros-Projekt in nichts nach. Es entsteht ein gewaltiger, 110 Meter langer Betonklotz mit bis zu 29 Meter hohen Wohntürmen: ein unübersehbarer, negativer Kontrast zu den umliegenden Gebäuden.
„Städtischer“ geht’s nicht mehr. Fragwürdig ist auch die Vorgehensweise des Gemeinderates. Seit Jahren ist das Bau- und Zonenreglement in Revision. Alle Bauwilligen müssen mit ihren Um- und Ausbauplänen warten. Aber ohne Bedenken bevorzugt man Grossinvestoren, indem man Zonenänderungen mit markanter Verdichtung in Stückwerken realisieren will. So gesehen nimmt der Gemeinderat – wie er das bei seiner Kritik 2019 anführte – die Wachstumsängste der Bevölkerung doch nicht ernst, sonst hätte er mit allen Gross-Überbauungen zugewartet, bis das Bau- und Zonenreglement von den Stimmberechtigten genehmigt wäre. Die Quintessenz: Nur mit einem für alle gültigen Bau- und Zonenreglement kann eine massvolle Wachstumsstrategie im Interesse von Ebikon umgesetzt werden. Deshalb am 27. September ein überzeugtes Nein!

Ruedi Schumacher, Ebikon


Abstimmung Sagenmatt

Haben Sie die Absicht, die Planung Sagenmatt in Ebikon abzulehnen? Dann liegen Sie genau richtig. Die Dimensionen des Grossprojekts Sagenmatt werden durchs Band schöngeredet und schöngezeichnet. Bereits das Modell im Wettbewerbsverfahren wies gravierende Fehler bei den Höhen auf und vermittelte ein völlig falsches Bild. Der Masterplan von Ebikon werde «strikte» eingehalten gemäss Abstimmungsbotschaft. Falsch. Der für 200’000 Franken erarbeitete Masterplan nennt in Kapitel 2.5 maximal fünf Geschosse und eine Längenbeschränkung. Die Grossinvestorin erhält bis zu neun Geschosse. Wie ein Bollwerk ziehen sich die Fassaden entlang der Strassen und quer durch das ganze Areal. Bestückt mit neun Wohntürmen. Viel höher als alles Bestehende im Quartier und im ganzen restlichen Gemeindegebiet. Qualität sieht anders aus. Deshalb NEIN zur Festung Sagenmatt.

Marlis Gander, Luzern, dipl. Geografin/Raumplanerin


Sagenhafte Ungleichheit: ich sage NEIN zur Sagenmatt

In der Einwohnerschaft von Ebikon kenne ich zahlreiche kleine, private Liegenschaftsbesitzer, die mit Projekten zur Nutzungserweiterung von der Gemeinde
hingehalten werden. Ansässigen Familien wird eine Nutzungsoptimierung in den eigenen vier Wänden verwehrt. Der Gemeinderat vertröstet die enttäuschten Bürgerinnen und Bürger auf die Rechtskraft der Ortsplanungsrevision, welche die einschränkenden und nicht mehr zeitgemässen Gestaltungspläne aufheben werde. Das Auge reiben und Zähne knirschen von „Kleinen“, die sich ungleich und ungerecht behandelt fühlen, wird nun bitter provoziert durch die Teilzonenplanänderung mit Anpassung des Bau -und Zonenreglements Sagenmatt. Im „Grossen“ und zu Gunsten der Unternehmerin und Investorin soll plötzlich
genehmigt werden, was das Bauamt „Kleinen“ und Familien verwehrt? Und erst noch
unter dem Motto „sozial und innovativ“? Aufgrund dieser sagenhaften Ungleichbehandlung sage ich am 27. September Nein zur Teilzonenplanänderung Sagenmatt und fordere eine gesamthafte Ortsplanungsrevision für alle!

Nicole Truttmann, Ebikon, Mitglied IG „Bauen statt klotzen“


Areal Rütihof Ebikon: Errichten einer Permakulturanlage/ Erhalt der Familiengärten

Mit Interesse verfolge ich als Bewohnerin von Ebikon die jeweiligen Diskussionen um den Erhalt der Familiengärten im Areal Rütihofbzw. der Errichtung einer Permakulturanlage/ Begegnungszone. Diese Anlage sollte dem Wohle der Bevölkerung sowie letzten Endes auch dem Erhalt einer gesunden, vielfältigen Natur dienen. Die IG Rütihofwünscht, dass die Familiengärten längerfristig erhalten bleiben. Sie ist überzeugt, dass sich die geplante Begegnungszone sowie die Familiengärten gemeinsam auf dem Areal realisieren lassen (Rontaler vom Donnerstag, 13.8.20). Meiner Meinung nach hat die Bevölkerung von Ebikon einen grosszügig und naturfreundlich konzipierten Platz verdient, sei es als Naherholungsraum, als Platz zum Verweilen und als Begegnungsort Mensch/ Natur. Besonders in dieser herausfordernden Zeit mit Covid 19 wäre ein solcher Ort zum Auftanken für viele eine echte Wohltat. Warum auch in die Feme schweifen. Ich wünsche der IG Rütihof sowie dem Gemeinderat eine einvernehmliche Lösung bei der Gestaltung des Areals zum Wohle aller. Das beinhaltet für mich auch den Erhalt und den Schutz unserer Natur, einer unserer wichtigsten Ressourcen überhaupt.

Monika Schybli


Stoppen wir den Wahnsinn!

Am 27. September 2020 werde ich NEIN zur Sagenmatt stimmen und hoffe auf Ihre Unterstützung. Denn einiges, was die Investoren und der Gemeinderat kommunizieren, stimmt nicht. Mich stört die Bevorzugung einer Grossinvestorin, während kleinere Bauherren, die ihre Liegenschaft verdichten möchten, warten müssen – seit 5 Jahren. Mich stört das überdimensionierte Grossprojekt, bei dem fast alles schöngeredet wird. Es ist ein riesiges Projekt, für das es in Ebikon nichts Vergleichbares gibt. Mich stört die Kommunikation, die in der Botschaft des Gemeinderates zur Abstimmung angeschlagen wird: Sie ist intransparent und in Teilen unwahr. Ich könnte viele Beispiele aufzeigen. Hier nur eines davon. Auf Seite 4 der Botschaft wird behauptet, der Bebauungsplan „orientiere sich strikt“ am Masterplan 2015. Doch in deren Langfassung auf Seite 37 (nur im Internet und auf der Gemeinde einsehbar) wird diese Aussage mit dem Hinweis auf Art 68 PBG ausgehebelt. In Wirklichkeit heisst das: In der Sagenmatt soll 2-3 x dichter gebaut werden als irgendwo in Ebikon. In der Sagenmatt, und nur dort, dürfen 9 Türme mit bis zu 9 Geschossen und Fassaden bis zu 110 Metern Länge gebaut werden. Gemäss Masterplan sind es 4 bis 5 Geschosse und 35 Meter lange Fassaden. Kurz: Der Masterplan wird ganz sicher NICHT „strikt“ eingehalten. Übrigens: Der Masterplan wurde 2015 von namhaften Fachleuten entwickelt, und er hat uns StimmbürgerInnen Fr. 200 000 gekostet. Wird die Abstimmung Sagenmatt angenommen, dann werden Voraussetzungen geschaffen, die kaum mehr rückgängig gemacht werden können. Danach werden alle Bauherrinnen und –
herren fordern, dass sie im gleichen Ausmass bauen dürfen. Stoppen wir diesen Wahnsinn,
bevor es zu spät ist. Nein zur Sagenmatt!

Jörg Condrau, dipl. Architekt ETH


Sagenmatt, die Chance für Ebikon

An der geplanten Siedlung Sagenmatt gefällt mir vor allem der naturnahe Charakter, die
sorgfältige Einbettung in die bestehende Umgebung. Die Gestaltung des Aussenraums ist
vorbildlich und er fördert die Artenvielfalt. Sagenmatt wurde als erste Siedlung der
Zentralschweiz mit einem Zertifikat der Stiftung Natur und Wirtschaft ausgezeichnet. Hier
werden nicht einfach Wohnungen gebaut. Für Mieter und Eigentümer entsteht ein «Daheim». Die Wohnungen für Familien, Single und auch für Senioren bieten eine hohe
Wohnqualität. Die Umgebung ist mit zwei Innenhöfen, mit viel Grünflächen und
Sitzgelegenheiten für Begegnungen und zum Verweilen gestaltet. Sagenmatt ist ein klug
durchdachtes Projekt mit hoher Wohnqualität mit einladender Gestaltung des Aussenraums
und einem vielversrechenden Mobilitätskonzept. Die wohnliche Siedlung ist eine Chance für Ebikon, die Wir packen müssen. Deshalb sage ich klar Ja zum Bebauungsplan Sagenmatt. 

René Kuhn, JA zur Sagenmatt, Unterstützerkomitee Ebikon gewinnt


Falsche und unhaltbare Behauptungen der Gegner

Leider benutzen die Gegner bei Bauprojekten wie der Sagenmatt häufig die letzten Wochen
vor einer Abstimmung, um die Stimmberechtigten in die Irre zu führen. Sie nutzen die
Komplexität solcher Vorlagen, um die Absichten der Bauherrschaft anzuzweifeln und falsche
Aussagen zu streuen. Sie schrecken nicht einmal vor unhaltbaren Unterstellungen an die
Gemeindebehörden und an die Planer zurück. Die Gegner behaupten auf ihrem Flugblatt, dass in Ebikon 400 Wohnungen leer stehen. Das ist falsch, es sind 147. Sie unterstellen, die baurechtlichen Bestimmungen seien nicht eingehalten worden. Wahr ist, dass während 8 Jahren mit umfangreichen Planungen und harten Verhandlungen mit Gemeinde und Kanton alle Vorgaben eingehalten worden sind. Auch der Vorwurf der Trickserei und Beschönigung ist böswillig und unhaltbar. Wir haben laufend und transparent informiert. Wir wollen das Projekt für Ebikon in der beschriebenen hohen Qualität umsetzen. Gemeinderat Hanspeter Bienz hat an der Orientierungsversammlung vom letzten Montag
die falschen Behauptungen von A bis Z zurückgewiesen und widerlegt. Das war eindrücklich. Als Bauherren und Planer werden wir alles daransetzen, in der «Sagenmatt» eine sagenhaft attraktive Wohnüberbauung zu realisieren – eine Überbauung, die für Ebikon ein positives Signal setzt und auf die wir gemeinsam stolz sein können.

Christian Grewe, Projektentwickler Sagenmatt, Moyreal


Sagenmatt – um was geht es?

Die Propaganda gegen die geplante Überbauung Sagenmatt in Ebikon ist im vollen Gang.
Leider mit falschen Tatsachen! Es entsteht auf den zweiten Blick sogar der Eindruck, dass die Kritiker Eigeninteressen verfolgen. Mittel zum Zweck ist eine leider fehlerhaft kommunizierte Leerwohnungsziffer der Gemeinde Ebikon aber auch der Masterplan, der einfach mal als Grundlage/Grobskizze erstellt wurde, wird als absolute Vorgabe hingezogen. Dabei geht es um mehr! Ebikon befindet in einer schwierigen Situation, nicht nur finanziell. Auch das Vertrauen der Investoren und Bauherren schwindet und wir laufen Gefahr, dass wir für unsere Brachen (Weichle, Balastbau, Amag-Areal, niemanden mehr finden, der auch glaubt, dass man in Ebikon auch etwas zustande bringt! Wenn wir jetzt, bei einem so qualitativ wertvollen Bebauungsplan nicht JA sagen – und zwar deutlich JA sagen, sehe ich folgende Probleme auf uns zukommen:

  • Das überdurchschnittliche Anteil pensioniertet Einwohner, wird sich in den nächsten Jahren noch erhöhen, da die jüngeren Zuzüger fehlen. Durch die Überalterung fehlen uns proportional Steuereinnahmen erwerbstätiger Einwohner, im Gegenzug steigen proportional die Kosten für Pflege und Ergänzungsleitstungen.
  • Wir haben einige Gebäude und Flächen die leer stehen und uns in der jetzigen Situation
    keine Wertschöpfung oder irgendeinen Nutzen für die Bevölkerung bringen. Wie soll es da weitergehen? Wenn wir bei einem wirklich guten Projekt Nein sagen, wer glaubt noch daran, dass man in Ebikon auch mal etwas zustande bringt? Was soll denn bitte auf den Flächen wie im alten M-Parc, Landi, Balastbau oder AMAG-Areal entstehen? Wollen wir Geister-Quartiere wie früher in der Bronx oder in Detroit entstehen lassen? (Und wer jetzt meint, Familiengärten oder Einfamilienhäuser würden an den Standorten passen, der soll sich fragen, ob dies in Zentrumslage, an der Hauptstrasse interessant und finanzierbar ist).

Geschätzte Bevölkerung, es geht um mehr als nur Sagenmatt, es geht auch um die Entwicklung von Ebikon! Deshalb bitte ich Sie um ein deutliches JA zur Sagenmatt!

Ruedi Mazenauer, Löwen Wirt


Einführung eines Einwohnerrats in Ebikon

Am 27. September stimmen wir über die Einführung eines Gemeindeparlaments ab und
haben damit die Möglichkeit, eine empfindliche Lücke in der Äbiker Demokratie zu schliessen. Seit der Abschaffung der Gemeindeversammlung fehlt ein verbindlicher
Einbezug der Bevölkerung. Das auf Beginn der letzten Legislatur geschaffene
Kommissionensystem ermöglicht zwar einen breiteren Einbezug, aber es fehlt an
Wissenstransfer zwischen den Kommissionen und an Verbindlichkeit. Das Ergebnis: viele
Doppelspurigkeiten, viel Austausch, viele Gespräche aber wenig Transparenz und kaum
konkrete Resultate. Zuweilen ist die Befürchtung zu hören, dass ein Einwohnerrat Streitereien zwischen den Parteien begünstigt und es zu mehr politischem «Hick-hack» kommen könnte. Mit Blick auf die Gemeindeparlamente in umliegenden Gemeinden wie Kriens, Horw, Emmen oder der Stadt Luzern muss man eingestehen: ja, dazu kann es kommen. Aber: dadurch wird Politik sichtbar. Dadurch werden politische Forderungen, Themen und Positionen öffentlich gemacht. In Ebikon ist es derzeit nämlich so, dass ganz viele Themen gar nie an die Öffentlichkeit gelangen. Die Gemeinde befindet sich in einer Art politischem Dornröschenschlaf, was sich lähmend auf die lokale Demokratie auswirkt. Lieber mal einen zünftigen Streit als Stillstand! Zudem zeichnet sich die Äbiker Politiklandschaft durch eine gute politische Kultur aus. Man kennt sich, man redet miteinander, man begegnet sich respektvoll. Das zeigt sich auch dadurch, dass diesmal sämtliche Parteien für einen Einwohnnerat sind. Ich bin optimistisch, dass der gegenseitige Respekt und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinweg dazu führen werden, dass die Gemeinde Ebikon mit einem Parlament die vielen Herausforderungen – Stichworte sind etwa die dringende Sanierung der Schulhäuser, lebenswerte Gestaltung des öffentlichen Raums, Verkehrsführung – besser meistern kann als mit dem heutigen System.

Jonathan Winkler, Politologe, Ebikon


Ja zum Ebikoner Einwohnerrat

Ebikon muss sich weiterentwickeln, offener und demokratischer werden. Das heutige
Kommissionsmodell mit seinem ungerechten Majorzwahlverfahren stand von Anfang auf
wackligen Füssen und hat endgültig ausgedient. Denn die Kommissionsmitglieder sind
gewählte Volksvertreter, haben aber trotzdem nichts zu sagen. Sie können dem
Gemeinderat keine zwingend zu prüfenden Vorstösse einreichen. Sie können mitreden, aber nicht mitentscheiden. Und sie werden nur miteinbezogen, wenn der Gemeinderat es will. In der vergangenen Legislatur wurden zahlreiche Geschäfte nicht oder nur ungenügend in die Kommissionen eingebracht und die Kommissionsmitglieder oft vor vollendete Tatsachen gestellt – beispielsweise als der Gemeinderat beschlossen hatte das Höflischulhaus abzureisen, ohne die Mitglieder der Bildungskommission oder PUEK anzuhören. In einem parlamentarischen System wäre das in diesem Ausmass nicht mehr möglich und die beiden Gewalten – Legislative und Exekutive – würden sich auf kommunaler Ebene ausbalancieren und stärken. Damit alle eine Stimme haben. Deswegen stimme ich Ja zum Einwohnerrat.

Sandor Horvath, Präsident Grünliberale Partei Ebikon


Die Zeit ist reif für einen Einwohnerrat – auch in Ebikon

Die Erwartungen an das 2016 eingeführte Kommissionenmodell mit mehr Transparenz konnte nicht erfüllt werden. Die heutige Situation in der Zusammenarbeit von Gemeinderat und Kommissionen ist oft nicht zufriedenstellend. Die Kommissionen und deren Auftrag werden in der Bevölkerung kaum wahrgenommen. Kommissionen und deren Mitglieder treten selten in Erscheinung. Anliegen aus der Bevölkerung werden so wenig erfasst. Entsprechend ist das Interesse an lokalpolitischen Themen zurückgegangen. Es braucht
eine Neuausrichtung mit einem Einwohnerrat:

  • Gemeinderat – Einwohnerrat. Regelmässige Sitzungen von Gemeinderat und Einwohnerrat bewirken einen breiteren Informationsaustausch. Im Einwohnerrat wird zu Sachgeschäften diskutiert und entschieden. Die Ratsdebatten sind öffentlich. Die Bevölkerung von Ebikon und Medienschaffende können selber vor Ort Diskussionen und Entscheide miterleben – direkter Einblick in die politische Arbeit und somit Transparenz.
  • Kontinuität: Der Einwohnerrat verfolgt und verhandelt die politischen Geschäfte über einen längeren Zeitraum. Dies ist bei komplexen Projekten und der mittelfristigen Finanzplanung wichtig.
  • Verbesserte Sitzungsvorbereitung: Die Ratsmitglieder bereiten sich vorgängig in ihren Kommissionen auf die Sitzungen vor. Dies erfordert eine vertiefte Vorbereitung zu Sachgeschäften, um an den Ratssitzungen mitdiskutieren und mitentscheiden zu können.
  • Voraussetzungen: Ein Einwohnerrat braucht genügend qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten für eine Wahl. Die Aufgaben eines Einwohnerates werden zeitaufwendiger sein. Parteien sind in der Pflicht genügend geeignete Kandidaten/-innen zu portieren, damit die Bevölkerung eine valable Auswahl hat.

Geben Sie Ihre JA- Stimme für dieses zukunftsweisende Modell für Ebikon.

Elisabeth Schubiger, Mitglied Bürgerrechtskommission


Leserbrief Einwohnerrat

Die vier grossen Gemeinden Kriens, Horw, Emmen und Ebikon bilden mit der Stadt Luzern zusammen die Gruppe der K5. Ausser Ebikon haben alle ein Parlament – und dies schon seit rund 40 und mehr Jahren, Luzern sogar bereits seit 1832. Alle haben ihr Parlament eingeführt, als ihre Einwohnerzahl in einer ähnlichen Grössenordnung war wie in Ebikon heute. Konkret heisst das, dass die Bürgerinnen und Bürger aller grossen Kernagglomerationsgemeinden weitaus mehr Mitspracherecht und Einflussmöglichkeiten haben als die Ebikonerinnen und Ebikoner. Leider funktioniert das vor vier Jahren eingeführte Kommissionenmodell, das übrigens ein schweizweites Unikum ist, nicht. Die Kommissionen können lediglich Vorschläge machen, vom Gemeinderat jedoch keine verbindlichen Massnahmen verlangen. Es ist deshalb dringend an der Zeit, dass auch die Ebikoner Bevölkerung Volksvertreter bekommt, die ihre Interessen wahrnehmen und in ihrem Sinn entscheiden. Die Parteien haben dies erkannt und gemeinsam eine Initiative eingereicht. Ich bin überzeugt, dass dies der richtige Weg ist für Ebikon, und stehe voll und ganz hinter dem Vorhaben.

Sonja Hablützel, Ebikon


Für echte Demokratie in Ebikon

Am 27. September sagen wir «Ja» zum Einwohnerrat in Ebikon und erhalten damit ein
erprobtes demokratisches Mittel, das unsere Gemeinde dringend braucht! Seit der
Abschaffung der Gemeindeversammlung finden in Ebikon kaum öffentliche Diskussionen zu
Gemeindethemen statt. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung besucht eine
Informationsveranstaltung oder engagiert sich in einer Kommission, bevor sie an der Urne
abstimmt. Es fehlt eine öffentliche Diskussionskultur zwischen den Parteien und den
verschieden denkenden Menschen der Gemeinde. Das wird sich ändern, sobald Ebikon einen Einwohnerrat hat. Parlamentarier*innen tragen die Meinungen der Einwohner*innen in die Politik und die Medien spenden der Gemeindepolitik mehr Aufmerksamkeit. Mit einem Einwohnerrat wird das politische Leben für die Bevölkerung besser fassbar und führt zu mehr Interesse. Zudem ist es für engagierte Einwohner*innen einfacher, sich in die Politik einzubringen. Ein Parlament ist der beste Weg, um als Einzelperson etwas zu bewirken. Es werden sich mehr Leute in die Debatte einbringen, was für alle Parteien wichtig ist, denn unter Mitgliederrückgang leiden alle. Unsere Parteien tragen zur Meinungsbildung bei und sind eine wichtige Säule der Demokratie, die es zu erhalten gilt. Der Einwohnerrat bringt mehr Transparenz in die Politik und dank der Proporzwahl wird die Bevölkerung fair repräsentiert. Darum sagen auch Sie «Ja» zum Einwohnerrat und «Ja» zu mehr Demokratie in Ebikon.

Marianne Blättler, Grüne Ebikon


Es gibt keine Alternative (mehr) zu einem Einwohnerrat in Ebikon!

Seit der Abschaffung der Gemeindeversammlung gibt es in Ebikon keine öffentliche
Plattform mehr zum Debattieren. Das Stimmvolk kann Vorlagen an der Urne nur noch
annehmen oder ablehnen, mitgestalten ist nicht möglich. Die existierenden fünf
Kommissionen arbeiten weitgehend hinter verschlossenen Türen, die Bevölkerung kennt die
Mitglieder kaum, ein Austausch findet nicht statt. Zudem sind die Kommissionsentscheide für den Gemeinderat nicht bindend, sondern nur empfehlend. Wie soll es nun weiterweitergehen? Eine Rückkehr zur Gemeindeversammlung ist bei fast 14‘000 Einwohnern nicht realistisch. Das reine Urnenverfahren und das Kommissionenmodell funktionieren nachweislich nicht befriedigend, ein weiteres Experimentieren ist nicht zielführend. Zum Glück aber gibt es eine bewährte Alternative: Der Einwohnerrat, das Gemeindeparlament aus gewählten Bürgerinnen und Bürgern, existiert in den anderen Luzerner Agglomerationsgemeinden Kriens, Emmen und Horw seit Jahrzehenten. Mit dem Einwohnerrat wird die politische Vielfalt Ebikons repräsentativ abgebildet. Demokratische Mittel wie Postulate, Anträge oder Motionen kommen zum Tragen. Die Bevölkerung kann sich über die Parteien oder Mitglieder einbringen, die Beratungen sind öffentlich und die politischen Prozesse transparent. Der Einwohnerrat findet über Beratungen zu Entscheiden und trägt mit den Entschlüssen auch Mitverantwortung, was den Gemeinderat entlastet. Zum ersten Mal ist es in Ebikon gelungen, alle sechs Ortsparteien zum künftigen politischen
System ins gleiche Boot zu holen. Nun ist es an den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern,
den Einwohnerrat am 27.09.2020 auch zu unterstützen. Es gibt keine Alternative mehr!

René Friedrich, Präsident FDP.Die Liberalen Ebikon


Mit dem Wolf leben?

Ja, wir können mit dem Wolf leben! Wenn wir uns an Fakten halten und nicht durch Emotionen oder Vorurteile lenken lassen. Aktuell leben in der Schweiz zehn Wolfsrudel mit geschätzt 80 Tieren. Wölfe leben extrem territorial: Eine Familie mit 5-10 Tieren beansprucht ein Gebiet knapp so gross wie der Kanton Zug. Jungwölfe müssen abwandern! Wenn man den Wolf nicht stört, sorgt er selbst für seine Regulation. In erster Linie sind es Einzelwölfe, die Probleme machen. Wenn Wölfe mehrere Schafe reissen, so hat das mit deren Verhalten zu tun: sie sammeln sich und schauen zurück, was beim Wolf den nächsten Angriff auslöst. Für diesen ist ein Wildtier, das nicht flüchtet, nicht fit und gilt als Beute. Leider verfügen aber nur wenige Kantone über professionelles Wissen und Kapazitäten, um Wölfe geschickt regulieren zu können. Der Wolf reduziert den grossen Reh- und Rotwildbestand und sorgt damit für weniger Wildverbiss. So kommt es zu einer Verjüngung des Waldes und damit zu grösserer Stabilität (Weisstanne) des Schutzwaldes, was angesichts Klimawandel immer wichtiger wird. Jährlich gibt es 4200 «natürliche Abgänge»:  Schafe, die während der Sömmerung verenden durch Krankheit oder Unfall. Nur etwa 10 Prozent gehen auf das Konto des Wolfes. Wo Herdenschutz greift, gibt es viel weniger Übergriffe auf Nutztiere. In Ländern, wo der Wolf nie ausgerottet war, wie z. B. in Italien, ist die Behirtung und der Herdenschutz, auch mit Hunden, selbstverständlich. Das sollte auch bei uns möglich sein, zumal hier die Schafhaltung mit Millionenbeiträgen vom Bund subventioniert wird. Das missratene Jagdgesetz muss überarbeitet werden!

Heidi Koch, Ebikon


Unabsehbares Wachstum der Wohnbevölkerung der Schweiz

Dass wir die Einwanderung nicht selber bestimmen sollen, hält logischen Überlegungen nicht stand. Beachtet man …

  • … die 1.7 Millionen Kurzarbeitenden, von denen nicht alle zum Arbeitsplatz zurückkehren können,
  • … die vielen Langzeitarbeitslosen und Ausgesteuerten, die keine Arbeit mehr finden,
  • … dass jede zusätzliche Person auch zusätzliche Infrastruktur braucht wie Wohnungen, Spitäler, Schulen und Strassen,
  • … dass unser kleines Land mit der zusätzlichen Infrastruktur immer weiter zubetoniert und mit Abfallbergen belastet wird und Grünflächen und Tierarten verschwinden,

… dann wird die Annahme der Initiative «Für eine massvolle Zuwanderung» ein MUSS. Wenn nicht: Ab wann wollen wir denn unser Schicksal wieder in die eigenen Hände nehmen?

  • Ab sofort, bei heute 8.6 Mio Einwohnern (am 31.12.2019)?
  • Ab 11 Mio Einwohnern (Prognose des BfS bis 2050, hohes Szenario)?
  • Oder erst ab 20 Mio Einwohnern (lineare Extrapolation ab 2050 bis 2157)?
  • Oder erst ab 40 Mio Einwohnern?

Auch nach dem Ende der BfS-Prognose, im Jahr 2050, bei 11 Millionen, wird die Bevölkerung weiter wachsen! Irgend wann einmal müssen wir aber die Notbremse ziehen – je früher desto besser, denn das Rad der Wohnbevölkerung zurückzudrehen wird kaum möglich sein! Wir sind nicht in der EU, getrauen uns aber trotzdem nicht, aus lauter Angst und Furcht vor EU-Strafmassnahmen, uns selber zu schützen.

Dieter Zgraggen, Ebikon

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