Entwicklung der Wohnbevölkerung im Kanton Luzern

Ende 2016 lebten gut 403 000 Menschen im Kanton Luzern. Mit einem Plus von gut 4600 Personen ist die ständige Wohnbevölkerung im Kanton gegenüber dem Vorjahr wiederum angestiegen. Im Regionsvergleich wiesen der Agglomerationsgürtel und die Region Sursee/Sempachersee das stärkste Wachstum aus, wie LUSTAT Statistik Luzern mitteilt.

Gemäss den Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik 2016 wuchs die ständige
Wohnbevölkerung des Kantons Luzern innert Jahresfrist um 4635 Personen, was
einer Zunahme um 1,2 Prozent entspricht. Damit lag das Bevölkerungswachstum
etwas höher als im gesamtschweizerischen Durchschnitt (1,1%).

Geburtenüberschuss und positiver Wanderungssaldo

Das Wachstum der Luzerner Bevölkerung ist nahezu vollständig auf den
Geburtenüberschuss und den positiven Wanderungssaldo zurückzuführen. Im Jahr
2016 wurden im Kanton Luzern 4265 Lebendgeburten gezählt. Abzüglich der 2844
Todesfälle innert gleicher Frist entspricht dies einem Geburtenüberschuss von 1’421
Personen. Die Differenz zwischen Zuzügen und Wegzügen betrug in demselben
Zeitraum plus 3105 Personen.

83 Prozent der ausländischen Wohnbevölkerung stammen aus Europa

Unter den 403 397 Einwohnerinnen und Einwohnern des Kantons waren 2016
74 133 ausländischer Staatsangehörigkeit, was einem Ausländeranteil von
18,4 Prozent entspricht (CH: 25,0%). Die am häufigsten vertretenen
nichtschweizerischen Nationalitäten waren Deutschland (18,9%), Kosovo (10,4%),
Italien (10,2%) sowie Portugal (10,0%). Insgesamt stammten 57,2 Prozent aus der
Europäischen Union und 25,9 Prozent aus dem übrigen Europa. 61,5 Prozent der
ausländischen ständigen Wohnbevölkerung verfügten über eine
Niederlassungsbewilligung. Eine Jahresaufenthaltsbewilligung besassen 32,6 Prozent.

Anteil der Über-65-Jährigen nimmt weiter zu

Der Anteil der Personen im gesetzlichen Rentenalter (65+ Jahre) hat im Jahr 2016
wiederum leicht zugenommen (2016: 17,2%, 2015: 17,0%). Im Verhältnis zur
Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 64 Jahren kam auf weniger als
jede vierte Person eine Rentnerin oder ein Rentner. 1990 hatte dieses Verhältnis noch
annähernd 5:1 betragen. Der Anteil der 0- bis 19-Jährigen an der Gesamtbevölkerung
ging im Jahr 2016 weiter auf 20,5 Prozent zurück (2015: 20,7%).

Grosse regionale Unterschiede

In allen elf Analyseregionen des Kantons Luzern ist die Bevölkerungszahl gegenüber
dem Vorjahr angestiegen. Die regionale Bevölkerungsentwicklung verlief jedoch sehr
unterschiedlich. Den stärksten Zuwachs verzeichneten der Agglomerationsgürtel
(+2,4%) und die Analyseregion Sursee/Sempachersee (+2,2%). In fünf weiteren
Regionen lag das Bevölkerungswachstum ebenfalls über dem Kantonsdurchschnitt
(+1,2%), während sich in vier Regionen ein unterdurchschnittliches Wachstum zwischen 0,4 und 1,1 Prozent zeigte. Die Stadt Luzern wuchs 2016 um 0,4 Prozent,
während die Bevölkerung in insgesamt 18 der 83 Gemeinden des Kantons abnahm.

Weitere statistische Informationen zur Bevölkerung im Kanton Luzern sind im
E-Dossier Bevölkerung auf der Webseite von LUSTAT Statistik Luzern verfügbar:
https://www.lustat.ch/services/e-dossier/bevoelkerung-im-kanton-luzern