LUZERN – Auch in Luzern landen allzu oft Abfälle auf dem Boden statt im Abfallkübel. An einer Standaktion auf dem Schwanenplatz riefen Botschafter der IG saubere Umwelt (IGSU) die Luzerner Bevölkerung auf, sich gegen dieses Littering zu bekennen. Unterstützt wurden sie dabei unter anderem von Nationalrätin Andrea Gmür.

pd. Wer die warmen Tage im Freien geniessen will, stösst früher oder später auf herumliegenden Abfall. Ob unter der Parkbank, auf dem Spielplatz oder an der Uferpromenade: Sobald draussen gegessen und getrunken wird, wird auch vermehrt gelittert. Weggeworfene Take-Away-Verpackungen, Getränke-Behälter und Zigarettenstummel dämpfen die Sommerstimmung. Um die Luzernerinnen und Luzerner zu motivieren, ihre Abfälle korrekt zu entsorgen, fand kürzlich auf dem Schwanenplatz eine Plakat-Aktion statt. Dabei konnten sich Passantinnen und Passanten auf einem Plakat der IGSU mit ihrer Unterschrift zu einem sauberen Kanton Luzern und gegen Littering bekennen. Bereits in den vergangenen Jahren erhielt die Aktion grosse Aufmerksamkeit bei Passantinnen und Passanten, die die Plakate mit Unterschriften, kreativen Sprüchen und Comics füllten.

Prominente Unterstützung

Bei ihrer Aktion in Luzern wurden die IGSU-Botschafter von Nationalrätin Andrea Gmür, Kantonsrat Fabian Peter sowie Andrea Hausmann von JTI unterstützt. Sie nutzten die Gelegenheit, sich selbst auf dem Plakat gegen Littering zu bekennen und mit Passantinnen und Passanten über das Thema zu diskutieren. «Es ist wichtig, dass wir uns immer wieder bewusst machen, dass es in unseren eigenen Händen liegt, ob wir in einem sauberen Kanton leben oder nicht», betont Nationalrätin Gmür. «Wenn wir uns alle an die einfache Grundregel halten, unseren Abfall in einen der zahlreichen Kübel zu werfen, dann gibt es auch kein Littering.»

Sensibilisierung in Städten, Gemeinden und an Schulen

Die Botschafter-Teams der IGSU sind im Laufe des Sommers in allen Landesteilen anzutreffen. Von Lausanne über Chur bis nach Bellinzona informieren sie über Littering und Recycling und sprechen Spaziergängerinnen und Parkbesucher direkt an, um diese mit viel Charme und Humor zum korrekten Entsorgen ihrer Abfälle zu ermuntern. Dabei wird immer wieder die Plakataktion miteinbezogen, die von JTI (Japan Tobacco International) ermöglicht wird. Die IGSU-Botschafter sind aber auch an Schulen aktiv und erklären Schülerinnen und Schülern den korrekten Umgang mit Abfällen und den verschiedenen Wertstoffen. Dabei kommen interaktive Unterlagen zum Einsatz, die bei der IGSU kostenlos angefordert werden können.

Breitgefächertes Engagement gegen Littering

Neben den Botschafter-Einsätzen organisiert die IGSU weitere Massnahmen gegen Littering. Unterstützt vom Bundesamt für Umwelt BAFU, der Organisation Kommunale Infrastruktur OKI und der Stiftung Pusch führt die IGSU den nationalen Clean-Up-Day durch, der dieses Jahr am 8. und 9. September 2017 stattfindet. Ausserdem betreibt die IGSU eine Online-Toolbox mit Hilfsmitteln zur Lösung von Littering-Problemen und vergibt seit Mai 2017 das No-Littering-Label an Städte, Gemeinden und Schulen, die sich gegen Littering engagieren. Die IGSU-Botschafter sind im Laufe des Sommers in allen Landesteilen anzutreffen: www.igsu.ch/de/igsu-botschafter/die-tour-2017

Gemeinsam für ein litteringfreies Luzern: Fabian Peter, Gemeinderat und Kantonsrat FDP, Andrea Gmür, Nationalrätin und Präsidentin CVP Stadt Luzern, Andrea Hausmann, Japan Tobacco International JTI und Nora Steimer, Geschäftsleiterin IGSU (oben von links) unterstützten die IGSU-Botschafter tatkräftig. Bild zVg.