Die Zentralschweizer Bildungsmesse (Zebi) präsentierte während vier Tagen 140 Berufe und über 600 Weiterbildungsangebote. Sie überzeugte einmal mehr mit einem einzigartigen Praxisbezug.
24 000 Jugendliche und Erwachsene haben die Zebi bei der Messe Luzern besucht.

Die Bildungsmesse gewährte Schüler und Schülerinnen einen einmaligen Einblick in
die Welt der Berufe. Die Jugendlichen konnten selber Hand anlegen und 140 Berufe aktiv kennenlernen. So wurden unter anderem während den vier Tagen 7000 Pralinen kreiert, 600 Mauerwerksteine verbaut oder 750 Pflanzen eingetopft. «Unsere 166 Aussteller haben die Berufe interaktiv und spannend präsentiert», sagt ein zufriedener Messeleiter Markus Hirt. Insgesamt liessen sich 14 000 Jugendliche für die Berufswahl inspirieren.

CEO Markus Aeschbach: «Steig ein. Steig auf»

Die Messe war auch Informationsplattform und Anlaufstelle für Erwachsene. So wurden zum Beispiel über 600 Weiterbildungsprogramme der Sprachschulen, Universitäten, Hochschulen und Weiterbildungsinstituten präsentiert. Gegen 10 000 Erwachsene liessen sich über die vielfältigen Angebote orientieren.

Das zeigt doch, dass das Zebi-Publikum entsprechend durchmischt war Ganz zur Freude von Markus Hirt: «Die Zebi hat als generationsübergreifende Plattform vollkommen  berzeugt.» Erstmals auch mit einem neuen Format: «Mit CEO’s an der Zebi – Steig ein. Steig auf.», hiess es. Vier Direktoren aus Zentralschweizer Unternehmungen gaben Erwachsenen Einblick in die Schweizer Aus- und Weiterbildungslandschaft. Sie nahmen Eltern mit auf einen Rundgang und zeigten ihnen am eigenen Werdegang die Chance einer fundierten Berufsbildung auf.

An der ZEBI zeigte CEO Markus Aeschbach mit Blick auf die Aus- und Weiterbildung am eigenen Werdegang die Chancen einer fundierten Berufsbildung auf. Bild rowi.

So auch Markus Aeschbach, CEO und Inhaber des in dritter Generation geführten  amilienbetriebes. Das 1972 in Zug von Charles Aeschbach gegründete Unternehmen Aeschbach Chocolatier befindet sich seit 2012 in Root und beschäftigt 120 Mitarbeitende. «Was seit 46 Jahren gleichgeblieben ist, ist nicht nur die Liebe zum Handwerk und höchste
Qualitätsansprüche, sondern auch eine faire Haltung gegenüber Kunden, Lieferanten, Produzenten und Angestellten», sagte Aeschbach. Und sagte auch, dass er über einen beruflichen Umweg -er studierte Wirtschaft- erst später in den elterlichen Betrieb eingestiegen sei. «Da war auch zusätzliche Bildung und Weiterbildung angesagt, ich
musste mich in eine ganz besondere Sparte, in die der Chocowelt, einleben.» Beim Rundgang kamen auch die Freuden und Leiden eines Unternehmers zur Sprache. Gute, ankommende Produkte aus einem vom ganzen Personal mit Herzblut geführten Unternehmen schafft ein gutes, wertvolles Betriebsklima. «Doch längers je mehr Bürokratie, viel Papierkram, immer neue Vorschriften bei minimsten, meist kleinen  npassungen ohne grossen Mehrwert, das alles kostet Zeit und Geld und darunter leidet vielfach die Kreativität des gesamten Unternehmens», gab Aeschbach kurzen Einblick in den unternehmerischen Alltag, der besonders den KMU-zu schaffen mache. Doch das Positive überwiege, mittlere und kleine Betriebe stünden meist seht gut in der Wirtschaftslandschaft. «Das soll auch so bleiben, man muss sie aber vor unnötigen
Auflagen schützen und ihre Innovationen nicht hemmen.»

Rolf Willimann

«An Deiner Zukunft bauen»: Dieser Beruf kam an der Zebi gut an. «Man sieht immer, was man geleistet, gebaut, hat» meint dieser Maurerlehrling ganz stolz. Bild zVg.