Einen speziellen Leckerbissen hat die Kulturgesellschaft Ebikon mit «Natur Pur», den Juuzern aus dem Muotatal organisiert. 170 Zuhörerinnen und Zuhörer waren begeistert und einige wagten sich auf Parkett.

Gross war das Interesse der Zuhörerinnen und Zuhörer an den Musikern.

Es sind archaische Klänge, die ertönen, wenn «Natur Pur» ihre Jüüzer aus dem Muotatal anstimmen. Es sind Naturtöne aus der  Zeit vor der  wohltemperierten  Musik, die «ds’Hebammes  Dänu», «ds’Heiris  Chrigu» oder «ds Lippschä Beni» im Pfarreiheim  Ebikon angestimmt haben. Für heutige Ohren tönte es in der Tat manchmal etwas schräg, was die vier Muotataler  Musiker da sangen, aber der Hühnerhaut-Effekt war da. Die Musik  begeisterte,  und Zuhörerinnen  und  Zuhörer erhielten im  zweiten  Konzert-Teil sogar die Gelegenheit, bei einem Jüüzli mitzusingen und zu den Klängen der Schwyzerörgeli-Spieler ein Tänzchen zu wagen. Keiner der Ebikoner tanzte allerdings so energiegeladen, wie Chrigu, der Älpler von der Glattalp.

«Ds Hebammes Dänu» und «ds Lippschä Beni» beim Juuzen.

Mit viel Leidenschaft erklärte Bernhard Betschart die Herkunft und die Eigenheiten der Muotataler Naturjuuzer, verglich herkömmlichen Jodel mit jenem aus dem Muotatal in der vorherrschenden Fa-Tonart und Septimen, die nicht der Harmonie zuliebe aufgelöst werden. Es ist ein Gesang, der während der Arbeit gesungen wurde und oft auch als Lockruf für das Vieh benützt wurde. Angelockt wurden diesmal sehr viele Ebikonerinnen und Ebikoner, die auch die Gelegenheit nutzten, in der Pause und nach dem Konzert mit den sympathischen Musikern einen Schwatz zu halten.

Der nächste Anlass der Kulturgesellschaft Ebikon ist am 21. Mai. Um 17 Uhr erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in Richard Wagner Zeit in Tribschen. Die Führung wird gekrönt mit einem Klavierkonzert.

Muotataler und Ebikoner beim Juuzen.