Der Garten des ersten Schulhauses von Sins aus dem Jahr 1807 dient diesen Sommer als Ausstellungsort. Die Verbindung von Kunst und Natur ist eine Erfolgsgeschichte. Bereits achthundert Personen besuchten bis zur Halbzeit den verspielten und üppigen Garten. Die Ausstellung bleibt noch bis zum 22. Juli immer am Mittwoch und von Freitag bis Sonntag zugänglich.

pd. Die Werke der zehn Künstlerinnen und Künstler integrieren sich in den üppigen Garten und bespielen den Rundweg ums Haus. Auf Interesse stösst auch der Ausstellungsteil im Innern des Hauses mit weiteren Werken der Beteiligten. Eine Gartenbeiz mit wechselnden Angeboten lässt das Sommerparadies mit allen Sinnen erleben. Die Veranstaltungsreihe jeweils am Mittwoch um 19.30 Uhr lädt zum intimen Genuss von Musik, Theater und Literatur und wird von den Auftretenden und den Gästen geschätzt.

Die beteiligten Künstlerinnen und Künstler stammen aus dem Raum Zentralschweiz, aus dem Aargau und aus Zürich. Mit Sadhyo Niederberger aus dem benachbarten Merenschwand, heute in Aarau, ist die Ausstellung bestens am Standortkanton angebunden. Mit Gertrud Guyer Wyrsch und Bruno Scheuermeier werden zwei verstorbene Kunstschaffende gewürdigt. Der Luzerner Paul Louis Meier und der in Schwyz tätige Zuger Norbert Stocker repräsentieren die etablierten Plastiker. Die Stanser Heini Gut und Barbara* und Sadhyo Niederberger haben eigens für den Garten in Sins raumbezogene Installationen geschaffen. Die Zürcher Bildhauerin Katrin Zuzáková, die Luzernerin Johanna Wüest-Peter und der Nidwaldner Rochus Lussi integrieren ihre Werke in den verwunschenen Garten im Zentrum von Sins, unmittelbar bei den heutigen Schulhäusern, beim Gemeindehaus und bei der Kirche.

Gäste, Natur und Kunst finden zusammen im Garten an der Kirchstrasse in Sins. Bild Doris Zurmühle.

Die Atmosphäre, die Kunstwerke und der Garten finden bei den Gästen grossen Anklang. Dies belegen Aussagen wie: «So viel Schönheit, Natur und Ruhe!», «Danke, dass wir in diesen Garten eintreten durften» oder «Ein Paradies der Vielfalt und Stille – wir konnten eintauchen in eine wunderbare Welt.» Die Gastgeber Annemie Lieder und Beat Iten sind glücklich über die begeisterten Rückmeldungen. Mitkurator Urs Sibler ist von der Gastfreundschaft und vom Kunstsinn der beiden längst überzeugt: «Dieser einmalige Garten ist ein echter Begegnungsort.»

Die Ausstellung «Kunst im Garten» an der Kirchstrasse 17 in Sins ist bis zum 22. Juli am Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 16 Uhr bis 21 Uhr zugänglich. Am 18. Juli würdigt Beat O. Iten den Freiämter Poeten Josef Villiger. Den musikalischen Part übernimmt Christine Kessler am Saxophon. Die öffentliche Finissage findet am 22. Juli von 11 bis 15 Uhr statt. Heini Gut liest um 12 Uhr seine Anagramme zum Thema Garten.

Werke von Bruno Scheuermeier und Gertrud Guyer Wyrsch bei «Kunst im Garten» in Sins. Bild Doris Zurmühle.