Kunst im verwunschenen Garten

Vom 16. Juni bis 22. Juli  findet im Garten an der Kirchstrasse 17 in Sins eine Freilichtausstellung mit zehn Künstlerinnen und Künstlern statt. Bestehende Werke sind perfekt in den verwunschenen Garten im historischen Zentrum von Sins integriert.

Die Hälfte der Beiträge ist eigens für diese Ausstellung entstanden. Auch zwei kürzlich verstorbene Kunstschaffende werden geehrt. Ein reiches Begleitprogramm mit Lesungen, Konzerten und Theateraufführungen macht den Garten während fünf Wochen zum kulturellen Zentrum. Die Künstlerin Annemie Lieder, der Galerist und Gestalter Beat O. Iten und der Ausstellungsmacher Urs Sibler haben den Kunstgarten initiiert. 

Vielfältiges Kunstschaffen

Am Anfang stand ein Essen im Garten von Annemie Lieder, der Sinser Künstlerin, und von Beat O. Iten, dem Zuger Galeristen. Gast war Urs Sibler, bis 2017 Museumsleiter in Sachseln. Dabei entwickelte sich die Idee, den verspielten und üppigen Garten ihres Wohnsitzes, dem ersten Schulhaus von Sins aus dem Jahr 1807, für einen Sommer als Ausstellungsort zu nutzen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nach weiteren Gartentreffen war klar, dass zehn Künstlerinnen und Künstler eingeladen und ein Rah-
menprogramm angeboten werden sollte. Die Künstlerinnen und Künstler stammen mehrheitlich aus dem Raum Zentralschweiz. Damit kommt zum Ausdruck, dass es auch um einen Brückenschlag in den Kulturraum geht, der die drei Veranstalter prägt. Mit Sadhyo Niederberger aus dem benachbarten Merenschwand, heute in Aarau, ist die Ausstellung aber bestens am Standortkanton angebunden. Mit Gertrud Guyer Wyrsch und Bruno Scheuermeier werden zwei prägnante, jüngst verstorbene Kunstschaffende gewürdigt. Der Luzerner Paul Louis Meier und der in Schwyz tätige Zuger Norbert Stocker repräsentieren die etablierten Plastiker. Die Stanser Heini Gut und Barbara* schaffen, wie Sadhyo Nie-
derberger, eigens für den Garten in Sins raumbezogene Installationen. Die Zürcher Bildhauerin Katrin Zuzakova, die Luzernerin Johanna Wüest-Peter und der Nidwaldner Rochus Lussi wiederum integrieren ihre Werke in den verwunschenen Garten im Zentrum von Sins, unmittelbar bei den heutigen Schulhäusern, beim Gemeindehaus und bei der Kirche.

Blütenreiches Rahmenprogramm

Im Rahmenprogramm treten hauptsächlich Aargauer und Zuger Künstler auf. Musikalische Beiträge stammen von Christian Hartmann und von Tobias Carshey. Eine literarische Blütenlese zum Thema offeriert der Obwaldner Geri Dillier unter dem Titel «Rilkes Rose und Vrenelis Gärtli». Beat O. Iten liest aus dem Werk des Freiämter Poeten Josef Villiger. Philipp Galizia thematisiert die Nähe zum Sinser Friedhof mit seinem Stück «Am Seil abelo». Die Veranstaltungen finden jeweils am Mittwochabend um 19.30 Uhr statt. Der Garten ist während der Ausstellungsdauer vom 16. Juni bis zum 22. Juli 2018 am
Mittwoch, Freitag, Samstag und Sonntag von 16 Uhr bis 21 Uhr zugänglich.

 

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