MEGGEN/UDLIGENSWIL – Ein Kern der Freiwilligengruppe Asyl Meggen, welche die Asylsuchenden in der dortigen Zivilschutzanlage bis zu deren Schliessung im letzten Herbst begleitet hat, engagiert sich weiter und gründet nun einen Verein.

Vermittlung von Sprache und Arbeit

Vermittlung von Sprache und Arbeit sind die Hauptanliegen des gemeindeübergreifend aktiven Vereins Zu-Flucht. Die Initianten wollen möglichst viele Asylsuchende in unsere Gemeinschaft und die Arbeitswelt integrieren und so den drohenden Anstieg der Sozialkosten für Kanton und Gemeinden eindämmen helfen. Mit dem Ziel zufriedener Steuerzahler und respektierten Asylsuchenden mit Beschäftigung und Perspektiven.

Beziehungsarbeit

Die überdurchschnittlich vielen jungen Personen, die bei uns gestrandet sind, brauchen lokale Bezugspersonen, die ihnen unsere Werte und Lebensformen vorleben und ihnen behilflich sind, sich im «Wirrwarr» von Behörden, Vermietern, Arbeitswelt und Gesundheitssystem zurecht zu finden. Die Hand reichen und menschliche Beziehungen zulassen bricht viel Eis und ist die beste Prävention gegen Abgleiten in intransparente Parallelwelten und religiösen Extremismus. Die fittesten Asylsuchenden werden zur Mithilfe für Dolmetscherdienste und Kulturvermittlung beigezogen.

Gemeindeübergreifendes Netzwerk

Gemeinsam sind wir stark. Deshalb wollen sich die Mitglieder mit Freiwilligen anderer Luzerner Gemeinden vernetzen, Erfahrungen teilen, Energien bündeln und ein starkes Netzwerk von Freiwilligen, Asylsuchenden und Gemeinden und Organisationen knüpfen, die ähnliche Zwecke verfolgen.

Der neu gegründete Verein sucht Mitmenschen, die eine(n) Asylsuchende(n) betreuen möchten – jeder nach seinen zeitlichen Möglichkeiten. Natürlich auch finanzielle Mittel, um Sprachkurse, Arbeitsintegration oder Treffen zur gegenseitigen Kulturvermittlung zu ermöglichen (ÖV-Kosten, Lehrmittel, usw.). Mitglieder, die durch ihre Mitgliedschaft ein Zeichen für erfolgreiche Integration setzen und Arbeitsgeber, die offen sind, einem Asylsuchenden eine Chance zu geben.

Asylsuchende in Udligenswil

Die Asylsuchenden in Udligenswil profitieren von der Freiwilligenarbeit, ihnen wird das Zurechtfinden in einer für sie fremden Kultur erleichtert. Mit Deutschunterricht und der Unterstützung in Alltagsfragen wird eine wichtige Selbstständigkeit ermöglicht. Am dringendsten werden zur Zeit Fahrräder benötigt. Wer also ein fahrtüchtiges Fahrrad zu Hause stehen hat, das nicht mehr benötigt wird, könnte damit die Mobilität stark vereinfachen. Man melde sich dafür beim Sozialvorsteher Udligenswil unter sozialvorsteher@udligenswil.ch

Wer seinen Horizont erweitern möchte und sich auf Menschen aus fremden Kulturen und deren Geschichten einlassen möchte, wird auf viel Dankbarkeit und persönliche Erfüllung stossen. Anmelden kann man sich unter info@zu-flucht.ch oder per Post an Verein ZU-FLUCHT, 6045 Meggen.