Und es kamen die Närrinnen und Narren, die Hutzelweibchen, die Poeten, die Hurris, gepflegte Damen und Herren aus fürstlichem Geschlecht, Leute aus dem gemeinen Volk, Räte von Kirche und Gemeinde, mit kurzen Hosen, schamhaft bedeckt mit weissen Röcken.

Man meinte es wären unschuldige Feen. Sie alle suchten einen freien Platz im für diesen Anlass von Thomas Scheidegger fasnächtlich geschmückten Pfarreisaal. Begrüsst wurde das Volk vom Duo Ruedi und Ruedi. Sie forderten auf, kaum eingetreten, zum ersten Tanz. Mit Ländler, Walzer, Marsch und Tango, es fehlte nur noch Rock, Pop und Rap rissen sie das Publikum buchstäblich von den Sitzen.

Und dann der schon lange erwartete Einzug des Zunftmeisters Armin mit seiner Gattin, das
Weibelpaare Alex und Andrea, beide mit Gesinde, begleitet von der Alten Garde. Die Anwesenden hielt es nicht mehr auf den Sitzen. Still wurde es erst als der fürstliche Gast zur Begrüssungsrede antrat, die festliche Gemeinschaft Willkommen hiess, das Programm der heurigen Fasnacht kurz streifte und dann zur Fasnacht am Güdisdienstag in Ebikon einlud. Daraufhin übernahm die Alte Garde das Zepter. Wenige im Saal blieben auf ihrem Hocker sitzen. Wer konnte formierte sich zur Polonaise. Und wenn das Orchester eine Atempause einlegen wollte, wurde es von lauten Zugaberufen aufgefordert, weiter zu musizieren.

Kaum dass die Alte Garde zu Wein und Bier aufbrach, tat sich der Vorhang vor der Bühne auf. Dr Sidi Abdel Assad von el Ham trat mit seinem Gefolge auf und interpretierte den Songtext von Mani Matter mit viel Gestik, Bein-, Hals- und Kopfverdrehen. Eine wahrlich jugendliche Tanzgruppe um Barbara Vanza. Zur Zugabe opferte sich der Fürst von Ebikon. Die Damen auf der Bühne haben es ihm mit heissen Küssen verdankt.

Nun war es Zeit, sich dem vom Pfarreirat und seinen Helferinnen und Helfern nach gastronomischer Manier bereit gestellte Gedeck zu nutzen, sich den Pastetli und dem Gemüse, Wein, Bier und Wasser zuzuwenden und zum Schluss dem Kaffee fertig zu frönen. Das Portemonnaie durfte in der Tasche bleiben. Dem Kirchenrat sei herzlich gedankt. Vroni Meier und Ihren Gehilfinnen ist es meisterlich gelungen, die hungrigen Mäuler zu stillen. Ob der pfarreileiterliche Segen bzw.Mithilfe in der Küche die makellose Arbeit gefördert hat, überlassen wir höherer Instanz.

Silvia und Martin Hofstetter, die den Nachmittag mit ihren Helferinnen und Helfern geplant und organisiert haben, führten den Dirigentenstab meisterlich. Sichtlich stolz weist Silvia auf das 40jährige Jubiläum der Seniorenfasnacht hin, auf die 40jährige Zusammenarbeit mit Ruedi und Ruedi, auf den 36sten Einsatz der Alten Garde der Notenheuer, die ununterbrochene Teilnahme der Fürsten aus Ebikon, den gespendeten Wein und den 40. Auftritt der Tanzgruppe um Monika Wolfer und danach Barbara Vanza. Die Rosen an die Geehrten war ein schönes Zeichen der Dankbarkeit, verbunden natürlich mit der Hoffnung auf weitere Auftritte in den kommenden Jahren, sicherlich am 15. Februar 2020.

Hans Egli