BUCHRAIN – Jubiläumstreffen in Buchrain zum Jubiläum

7 Offiziere, 4 höhere Unteroffiziere, 35 Korporale und 127 Rekruten – total 173 Mann – leisteten von Januar bis Juni 1967, vor 50 Jahren also, als Kavallerie-Rekrutenschule Aarau ihren Dienst am Vaterland. 19 Wochen dauerte damals die RS. Die Schwadron bestand aus lauter deutschschweizer Rekruten. Nur die Berner Kameraden leisteten den ersten Militärdienst bei den Welschen in der Schwadron l.

Vier Luzerner RS-Kameraden, Rolf Achermann, Ebikon, Max Schnabel, Buchrain, Fredi Stocker, Luzern und Roman Knüsel, Sempach, nahmen die Gelegenheit wahr und organisierten zum 50-Jahr-Jubiläum ein Treffen in Buchrain. In verdankenswerter Weise stellten Vreni und Max Schnabel ihren Reiterhof für das kameradschaftliche Zusammensein zur Verfügung. Beim Begrüssungsapéro in der Reithalle erfolgte die erste Kontaktaufnahme der 73 Teilnehmer. Einige Kameraden sind bereits verstorben oder  konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, anderen war der Termin unpassend. Um 11 Uhr begab sich die Gesellschaft mit einem Car nach Luzern zum Lozärner Schiff. Während der Rundfahrt nach Alpnach, bei idealen Wetterbedingungen, verpflegte man sich mit der typischen Luzerner «Chügelipastetli» und zum Dessert mit Zuger Kirschtorte.

Bilder aus früheren Zeiten

Zurück in Buchrain spielten zum Empfang die «Fidelen Rentner», eine Musikformation ehemaliger Luzerner Polizisten. Kaspar Lang, früherer Gemeindeamman von Buchrain und Altgrossratspräsident, stellte die Gemeinde und die Region vor. Die Halle war dekoriert mit Blumen, alten Uniformen, Ausrüstungsgegenständen und der Dragoner-Vollpackung aus der damaligen Zeit. Auf der Leinwand wurden Filme und Bilder aus vergangenen Dienstzeiten gezeigt, was wiederum manches Dragonerherzen höherschlagen liess. Mit bekannten Dragonerliedern wurde das Treffen aufgelöst, mit der Vorfreude darauf, dass in zwei bis drei Jahren in Aarau ein weiteres Treffen stattfinden wird. Das Zeughaus von Aarau ist ein Bijou für ehemalige Kavalleristen.

Grosszügige Unterstützung

Beim Einrichten der Halle und Zurückbauen wurden die Organisatoren von sieben Kameraden aus der Zentralschweiz unterstützt, während der Veranstaltung waren auch einige Helferinnen aus dem Umfeld des Reiterhofs behilflich. Dank spontaner Freiwilligenarbeit und grosszügigen Sponsoren ist es noch möglich, solche Veranstaltungen durchzuführen.

Dragonergeist lebt weiter

Der Dragonergeist lebt auch heute noch, auch 44 Jahre nach Abschaffung der Kavallerie, weiter. Vor allem die Verbundenheit zum Pferd hat alle geprägt. Dass die Kavallerie heute immer noch präsent ist, davon zeugt auch die von ehemaligen Dragonern gegründete Schwadron 72, die immer wieder an Veranstaltungen voll ausgerüstet auftritt. Oder auch die Dragonerspringen, die sich bis heute halten konnten. Man bedenke dabei, dass die jüngsten Dragoner auch schon mindestens 64 Jahre alt sind.

Text Roman Knüsel, Bilder Max Weiss, St. Moritz und Fredi Stocker, Luzern