SCHÜPFHEIM – 105. Delegiertenversammlung des SKF- Kantonalverbands

«Frauen stärken und vernetzen», diese Absicht verfolgt der SKF Luzern mit seinen Ortsvereinen seit mehr als 100 Jahren. Sie war an der Delegiertenversammlung in Schüpfheim nicht nur in den Voten und Traktanden deutlich wahrnehmbar, sondern auch im einheitlichen Erscheinungsbild des Vorstands und im SKF-Lied, das alle Delegierten im Saal gemeinsam sangen: «Frauebändel chnüpfed mir zum grosse Frauenetz…».

Der blumengeschmückte Gemeindesaal, der währschafte «Biosphären-Apéro», die wohlklingenden Jodellieder des Trachtenchors Schüpfheim und die herzlichen Begrüssungsworte der Präsidentin Monika Tanner zeigten es deutlich: Die Frauengemeinschaft Schüpfheim freute sich, die Teilnehmerinnen der 105. Delegiertenversammlung des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes Luzern (SKF Luzern) am vergangenen Donnerstag im Hauptort des Entlebuchs willkommen zu heissen.

Dank Frauen «bleibt die Kirche im Dorf»

Über hundert Delegierte der Ortsvereine aus dem ganzen Kanton waren der Einladung gefolgt – eine bunte Mischung aus engagierten Frauen, die sich in ihren Gemeinden nicht nur für das Wohl der Frauen, sondern für die Allgemeinheit einsetzen, wie Regula Heuberger, Gemeinderätin aus Schüpfheim, in ihrem einleitenden Grusswort betonte. Mit dem breit gefächerten Engagement trügen die Frauen dazu bei, dass «die Kirche im Dorf», also mitten unter den Leuten, bleibe, ergänzte Urs Corradini, Pastoralraumleiter des Mittleren Entlebuchs. Er sprach – wie alle Redner und Rednerinnen des Abends – seine grosse Wertschätzung und seinen Dank für den tatkräftigen Einsatz der Frauengemeinschaften und des SKF Luzern aus.

Politisch liegt noch mehr drin

Dass dieser Dank gerechtfertigt ist, bestätigte bereits der Jahresbericht, den Daniela Merkel, die Präsidentin des SKFLuzern, präsentierte. Der Kantonalverband bewies mit seinen zahlreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr, dass er seine Ziele konkret umsetzt: Unter dem vielschichtigen Motto «Make up» fördert er Frauen, indem er ihnen ein breites Bildungsangebot zur Verfügung stellt. Er trägt Verantwortung in Gesellschaft, Staat und Kirche, indem er die lokalen Frauengemeinschaften darin unterstützt, ihr Engagement in all diesen Bereichen wahrzunehmen. Und er ist politisch aktiv, wie er beispielsweise mit seiner letztjährigen Teilnahme an der Informationsveranstaltung zur Altersreform 2020 in Sempach bewies. Gerade das politische Engagement der Frauen liegt dem Vorstand am Herzen. Hier sieht Daniela Merkel durchaus noch Entwicklungspotential. «Make up» bedeute nicht nur die Welt schöner zu machen, sondern enthalte auch die Forderung, seine Ziele anzupacken: «Mach ändlich!».

Auch wenn die Mitgliederbeiträge, wie in zahlreichen anderen Vereinen auch, im vergangenen Jahr wiederum rückläufig waren, konnte Vorstandsmitglied Regula Liembd (Ressort Finanzen) einen positiven Rechnungsabschluss für 2017 mit einem Gewinn von Fr. 3’509.23 verkünden. Der Jahresbeitrag bleibt unverändert.

Die beiden neuen Mitglieder Angela Schöpfer (Zweite von rechts) und Marlis Odermatt (rechts aussen) passen sich auch optisch perfekt ins Erscheinungsbild des SKF-Vorstandes ein.

Schüpfheimerin in Vorstand gewählt

Cornelia Lenherr hatte ihren Rücktritt auf diese DV hin angekündigt und wurde mit herzlichen Dankesworten aus dem Vorstand verabschiedet. Ihr Amt trat nach einer einstimmigen Wahl Angela Schöpfer aus Schüpfheim an, die sich nach einjähriger «Schnupperzeit» auf ihren «ernsthaften» Einsatz im Ressort Bildung freute. Auch Marlis Odermatt aus Luzern, die – ebenfalls einstimmig – in den Vorstand gewählt wurde und das Ressort Kontakte übernehmen wird, zeigte in ihrer Wortmeldung Tatendrang: «Jetzt goht’s a d’Säck!». Nathalie Mauke, Kriens wurde als Nachfolgerin von Heidi Duss, Luzern, zur Rechnungsrevisorin gewählt.

Knüpfen am Frauennetz

Nach einem Ausblick auf das kommende Vereinsjahr schloss die Präsidentin Daniela Merkel den offiziellen Teil der DV und übergab das Mikrofon weiteren Gastrednern, die alle lobende Worte für die Arbeit des SKFLuzern fanden: Erika Hofstetter, Vizepräsidentin des Dachverbandes SKF Schweiz, Annegreth Bienz, Synodalratspräsidentin der Römisch-katholischen Landeskirche, Hildegard Meier, Vizekantonsratspräsidentin, und Daniel Wicki, Leiter der Abteilung «Soziales und Arbeit» des Kantons Luzern.

Bevor die Delegierten den Rückweg in ihre Wirkungsgemeinden antraten, tauschten sie bei traditionellem Entlebucher Kaffee Erfahrungen aus ihrer Vereinsarbeit aus und knüpften weiter an ihrem Frauennetz.

Angi Schöpfer-Kammermann

Zwei engagierte Präsidentinnen: Links Daniela Merkel, SKFLuzern, mit Gastgeberin Monika Tanner von der Frauengemeinschaft Schüpfheim. Bilder zVg.