Seit einigen Monaten gibt es in der Stadt Luzern ein Vertragslandwirtschaftsprojekt. Ein frischer Korb mit Gemüse und weiteren Produkten direkt vom nahen Bauernhof wird den AbnehmerInnen in den Quartieren per Velo geliefert.

pd. Im April 2011 hat ein kleines ehrenamtliches Team damit begonnen, Gemüse direkt vom Hof in städtische Haushalte zu liefern. Das Gemüse und weitere Produkte stammen von einem vielfältigen Bio-Familienbetrieb aus Adligenswil. Verteilt wird das Gemüse an AbonnentInnen, welche den «Gmües-Chorb» während eines Jahres alle zwei Wochen beziehen. Dies führt einerseits zu einer Abnahmesicherheit für den Produzenten und andererseits erhalten die AbonnentInnen saisonal frisches und lokales Gemüse. Gleichzeitig wird ein Kontakt zwischen GemüsegeniesserInnen und Bauernfamilie geschaffen. Ein Teil der AbonnentInnen hilft zudem regelmässig mit, das Gemüse auszutragen.

Für faire und lokale Lebensmittel
Die Vertragslandwirtschaft ist eine geregelte Verbindung über die Versorgung mit Lebensmitteln zwischen ProduzentInnen und KonsumentInnen. Die Produkte vom Hof gelangen ohne Umwege zu den KonsumentInnen. Diese erhalten frisches, lokales und vor allem saisonales Gemüse. Im Gegenzug verpflichten sie sich, den «Gmües-Chorb» mindestens ein Jahr zu beziehen. Ein enger Kontakt zwischen Produzent und Konsument ist dafür wichtige Grundlage. Zur Vertragslandwirtschaft gehört Transparenz über die Produktion ebenso wie die Beteiligung bzw. Mithilfe der KonsumentInnen, beispielsweise beim Austragen der Körbe oder auch bei der Ernte. Daraus ergeben sich Vorteile für alle: Frisches, schmackhaftes Gemüse für die KonsumentInnen, Abnahmesicherheit für die ProduzentInnen und schlussendlich faire Preise sowie kalkulierbare Mengen. Im Nebeneffekt landen zudem, im Gegensatz zum Grosshandel, auch so gut wie keine Lebensmittel im Abfall.