Finanzratgeber

Ein Vollzeitstudium, Fahrstunden, ein Sprachaufenthalt oder gar die ultimative Weltreise? Junge Menschen sind voller Wünsche, die sich finanziell oft nur schwer realisieren lassen. Geldknappheit kann man aber präventiv vorbeugen. Wer etwa seinem Enkel- oder Patenkind schon in frühen Jahren ein Konto anlegt oder sich für einen Fonds-Sparplan von Raiffeisen entscheidet, schafft die Grundlage zur Erfüllung von Träumen.

Sie ist zufrieden und muss auf praktisch nichts verzichten. Der Schweizer Jugend geht es aus finanzieller Sicht wunderbar, wie die repräsentative «Juvenir-Studie 3.0 – Geld (k)ein Thema» aus dem Jahr 2014 nahelegt. Satte
79 Prozent der 1‘020 landesweit befragten 15- bis 21-Jährigen bestätigen, dass sie über genug Geld verfügen. Fast die Hälfte (46 Prozent) haben sogar «mehr als genug».

Dieses auf den ersten Blick überwältigende Resultat hängt auf den zweiten Blick eng mit den effektiven Ansprüchen der Jugendlichen zusammen. Denn ohne materiellen Verzicht geht es in den meisten Fällen nicht. Durchschnittlich stehen den befragten Jugendlichen 500 Franken pro Monat zur Verfügung. Der Betrag ist ein Mittelwert und wird vom Status der Jugendlichen (Schüler, Studierende, Lehrlinge, Berufstätige) natürlich stark beeinflusst. Prägnant ist die Aussage der Studie, wonach 72 Prozent der Jugendlichen ihr Geld lieber «in eine gute Zeit mit Freunden» als in teure Dinge investieren. Aber selbst bei der Gestaltung der «immateriellen» Freizeit sind die Jugendlichen eher kostenbewusst. Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) verzichtet auf «Ausgang»,
41 Prozent auf Ferienreisen.

Sparen ja – aber bitte mit Hilfe der älteren Generationen

Stattdessen bekennen sich nach «Juvenir 3.0» 83 Prozent der Jugendlichen dazu, regelmässig Geld zu sparen. Im Durchschnitt legen sie bis zu 100 Franken pro Monat auf die hohe Kante. Die Hauptmotivation für temporäre Sparsamkeit ist meist der Wunsch nach einer grösseren Anschaffung wie Laptop, Mountainbike oder Fitness-Abo.

Für eine langfristige Ansparung von Kapital im Hinblick auf mögliche Investitionen im Erwachsenenalter fühlen sich hingegen die wenigsten Jugendlichen im Stande. So sind laut der «Juvenir-Studie 3.0» 89 Prozent der 15- bis 21-Jährigen klar der Meinung, dass Eltern den finanziellen Grundbedarf ihrer Kinder bis zum Einstieg ins Berufsleben decken sollten. Dieser Standpunkt wird auch von den Eltern selbst in den meisten Fällen geteilt. Sie und weitere Angehörige wie Grosseltern oder «Götti / Gotte» sind oft sogar überzeugt, dass dem heranwachsenden Kind mittels Eröffnung eines Jugendsparkontos mit jährlichen Einzahlungen die langfristige Äuffnung eines späteren Startkapitals gewährt werden sollte. Sinnbild für diese Haltung ist die hohe Zahl von über 396’000 Jugendsparkonten, die allein bei den Raiffeisenbanken zurzeit aktiv sind. Ihr durchschnittlicher Saldo per 31. Dezember 2017 betrug 6‘765.50 Franken.

Mit einem Fonds-Sparplan kann die Wunschliste erweitert werden

Der gute Wille von Angehörigen, ihrem Nachwuchs mittels finanzieller Hilfe beste Zukunftschancen zu bieten, ist offenkundig. Mit etwas Cleverness und der Wahl des optimalen Anlagevehikels kann diese Unterstützung indes bei gleichem Einsatz noch viel üppiger ausfallen. Das herkömmliche Jugendsparkonto mit seinem bescheidenen Jahreszins von 0,50 Prozent hat dabei gegenüber deutlich attraktiveren Varianten klar das Nachsehen. Raiffeisen hat mit dem «Raiffeisen Fonds – Global Invest Balanced» (GIB) sowie dem «Raiffeisen Fonds – Global Invest Equity» (GIE) zwei Fonds für Sparpläne im Angebot, die sich ideal für Grosseltern, Onkel oder Gotten eignen. Mit ihren langfristigen Durchschnittsrenditen von 3,25 Prozent (GIB) und sogar 5,25 Prozent (GIE) ergaben die beiden Fonds gegenüber dem Jugendsparkonto auf Dauer markante Mehrbeträge.

Dies zeigt das folgende Rechenbeispiel für einen 26-jährigen Studienabgänger, dem ab Geburt 240 Franken pro Jahr als «Sparbatzen» überwiesen worden sind. Mit einem klassischen Jugendsparkonto löste er nach seinem Lizenziat 6‘680 Franken. Wenn sich «Götti» oder Tante für den «Raiffeisen Fonds Global Invest Balanced» entschieden hatten, wurde aus der identischen Einlage ein stolzer Cash-Betrag von 9‘888 Franken. Und mit dem «Raiffeisen Fonds Global Invest Equity» startet der junge Akademiker sogar mit 13’387 Franken auf der Hand in seine Berufskarriere. Mit einem solchen «Göttikonto» lässt sich nach der Ausbildung wahrlich durchstarten.

Diego Taisch, Kundenberater