ARA Rontal: 40-jähriger zuverlässiger Dienst und vor dem nächsten Meilenstein

Das Team der ARA-Rontal: R. Öhlinger, F. Kaufmann, P. Muff und I. Barandun.

Ursprung kommunaler Zusammenarbeit

Ende der 50er Jahre sahen sich die Gemeinden Buchrain, Dierikon und Ebikon aufgrund der grossen Verschmutzungen der Ron und der Reuss gezwungen, eine zweckmässige Reinigung des Abwassers für ihre Gemeinden zu ermitteln. 1957 beauftragten Sie in diesem Sinne die Eidg. Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) an der ETH in Zürich und legten so das erste Zeichen für die interkommunale Zusammenarbeit für die Abwassersanierung im Rontal. Sowohl das Gutachten der EAWAG als auch das kantonale Gewässerschutzamt (GSA) erachteten einen Zusammenschluss der Rontaler Gemeinden (Buchrain, Dierikon, Ebikon, Root, Honau und Gisikon) zur gemeinschaftlichen regionalen Abwassersanierung als erstrebenswert. Dies führte zur Gründung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Rontal im Jahr 1970 – allerdings vorerst nur mit Buchrain, Dierikon, Ebikon und Root als Verbandsgemeinden. Die Gemeinden Honau und Gisikon traten später 1980 ebenfalls dem Verband bei.

Darstellung einer Biostyr-Zelle.
Darstellung einer Biostyr-Zelle.

ARA Rontal – Zuverlässiger Dienst an die Öffentlichkeit

1980 wurde die ARA Rontal mit einer einfachen biologischen Stufe in Betrieb genommen und seither leistet sie zuverlässig und reibungslos ihren Abwasserreinigungsdienst für den Schutz der Gewässer. Das Einzugsgebiet der Kläranlage umfasst die Rontaler Gemeinden Buchrain, Dierikon, Ebikon, Root, Honau und Gisikon und verfügt über ein über 6 km langes Verbandskanalnetz für den Abtransport des Abwassers. Bei der mechanischen Reinigungsstufe werden Feststoffe aus dem Abwasser gleich wie in anderen Abwasserreinigungsanlagen entfernt. Hingegen hebt sich die erneuerte biologische Reinigungsstufe mittels Biostyr der ARA Rontal von anderen Kläranlagen ab. Dabei werden die fünf 42 m2 grosse Biostyr-Zellen zur Hälfte mit 4 mm kleinen Styroporkügelchen gefüllt. Die gelösten Stoffe, welche sich noch im Abwasser befinden, dienen den Mikroorganismen auf den Styroporkügelchen als Nahrung. Damit diese Mikroorganismen gut gedeihen, wird Sauerstoff in diese Biostyr-Zellen gepumpt. Das  gereinigte Wasser strömt nach oben durch die Zellen und wird nachher gereinigt in die Reuss eingeleitet. Die Anlage ist nach dem Umbau von 2008 zur Biofilteranlage mittels Biostyr auf einem sehr guten Stand und der Betrieb ist mindestens bis 2035 ohne weiteren Ausbau gewährleistet.

Biologische Reinigung ARA Rontal.

Nächster Meilenstein – Fusion mit REAL

Im Zuge des Projekts «Zukunft ARA Rontal 2020» entschied sich der Gemeindeverband ARA-Rontal 2019 für eine Fusion mit dem Gemeindeverband REAL per 1. Januar 2021. Auch nach der Integration bei REAL bleibt die ARA Rontal abwassertechnisch weiterhin autonom. Der Standort Rontal wird durch die REAL-Organisation gestärkt, indem weitere Aufgaben bei der ARA Rontal wahrgenommen werden. Die Weiterbeschäftigung des Personals ist sichergestellt. Ivo Barandun (Betriebsleiter ARA Rontal) äussert sich zur bevorstehenden Fusion mit REAL wie folgt: «Einer der grössten Meilensteine ist sicherlich die Fusion mit REAL, auf welche ich positiv entgegenblicke und ich mich auf eine gelungene Zusammenarbeit freue.»

Alle an der ARA Rontal angeschlossenen Gemeinden sind bereits Mitglied bei REAL im Bereich Abfall und REAL ist auch schon für die Geschäftsführung der ARA Rontal verantwortlich. Die Verbandsgemeinden der ARA Rontal können auch innerhalb von REAL immer selber an der Delegiertenversammlung ihre Entscheide fällen, da eine eigene separate Rechnung geführt wird. 

Mit der Fusion mit REAL wird der erfolgreiche Betrieb der ARA Rontal mit dem heutigen Personal nachhaltig weitergeführt. Damit können einerseits die Gemeinderäte der angeschlossenen Gemeinden von den fachlichen Führungsfragen der Abwassereinigung entlastet werden und anderseits von professionellen Strukturen bei REAL im Bereich Gewässerschutz sowie Betrieb und Unterhalt profitiert werden. Damit ist der Schutz der Gewässer im Rontal auch in Zukunft umfassend gewährleistet.

 

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