Komax ist in der Automatisierung der Kabelverarbeitung weltweit die klare Nummer 1. Der Marktanteil des Leaders ist mehr als doppelt so gross wie derjenige der Nummer 2. Bei der Inhouse Show hat Komax ihre Vormachtstellung erneut unter Beweis gestellt und aufgezeigt, dass sie technologisch weltweit führend ist.

Komax organisiert an seinem Hauptsitz in Dierikon alle zwei Jahre eine Inhouse Show für Kunden und Partner, sowie einen speziellen Tag für Investoren und Medien. Dieses Jahr wurde den über 900 Besuchern aus 44 Ländern diverse Produktneuheiten präsentiert und viele Lösungen des breiten Sortimentes demonstriert. Zugleich kamen die Gäste in den Genuss interessanter Fachreferate über die Digitalisierung und die Automatisierung der Schaltschrank-Verkabelung. Parallel zur Inhouse Show präsentiert Komax ihre neusten Entwicklungen weltweit an vielen
Fachmessen.

Autoindustrie bleibt Spitzenreiter

Der mit Abstand wichtigste Markt für die Dierikoner Unternehmung ist nach wie vor die Automobilindustrie. Mehr als 80% des Umsatzes (2017 betrug er 408,5 Millionen Franken) stammen aus diesem Marktsegment Weitere Segmente sind Industrial, Telecom & Datacom sowie Aerospace. «Die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch und der Wettlauf um die Mobilität der Zukunft beeinflusst auch uns, Themen wie Elektromobilität und autonomes Fahren bieten zusätzliche Chancen für weitere Alleinstellungsmerkmale», sagte Komax-CEO Matijas Meyer. Um diese Chancen zu nutzen, hat die Unternehmung die Weichen frühzeitig gestellt und die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöht. Komax gibt jährlich 8 bis 9% des Umsatzes oder gegen 40 Millionen Franken für Forschung und Entwicklung aus. An der Show wurden sowohl Lösungen für die Verarbeitung von Kabeln von Elektro- und Hybridfahrzeugen präsentiert als auch eine neue Maschine für das Verdrillen von Leitungen gezeigt. Durch das Verdrillen werden elektromagnetische Störungen minimiert und die Daten können somit störungsfrei fliessen. Dies ist in den zunehmend vernetzteren Fahrzeugen, in denen immer mehr Daten fliessen, von grosser Bedeutung. Noch mehr Chancen als die Elektromobilität bietet das autonome Fahren. Dafür sind sehr viele Sensoren nötig und somit zusätzliche Kabel, die verarbeitet werden müssen. Zudem ist bei der Verarbeitung höchste Qualität bis hin zur Nullfehlertoleranz gefordert und die lückenlose Nachverfolgbarkeit einzelner Prozessschritte muss gewährleistet sein.

100 Millionen für Neu- und Ausbauten

Komax ist sehr erfolgreich unterwegs und stösst an einigen Standorten an die Kapazitätsgrenze. Deshalb werden derzeit 100 Millionen Franken in Neubauten und in die Erweiterung estehender Produktions- und Entwicklungsstätten investiert. Sie sind alle im Verlauf des Jahres 2019 bezugsbereit. Der mit Abstand grösste Teil wird für den Erweiterungsbau am Hauptsitz ausgegeben. Das neue Produktions- und Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von über 20 000 m2 kostet gegen 70 Millionen Franken. Der Bau steht unmittelbar neben den bisherigen Gebäuden und ist so konzipiert, dass jede Etage sowohl für die Produktion als auch für die Administration genutzt werden kann. Durch verdichtetes Bauen kann die vorhandene Fläche optimal genutzt werden und erhält somit eine vertikale Fabrik, die voraussichtlich vor Ende 2019 bezugsbereit sein wird.

Rolf Willimann

Bei der Komax-Inhouse Show in Dierikon wurden gegen 900 Besuchern aus aller Welt viele Produkteneuheiten demonstriert. Bild zVg.