Die Luzerner Kantonalbank (LUKB) weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Konzerngewinn von 200,4 Millionen Franken aus.

Nach der Strategieperiode 2016 bis 2020 liegt die LUKB bei allen quantitativen Zielvorgaben auf Kurs Für das laufende Jahr strebt die Bank einen Gewinn zwischen 195 und 203 Millionen Franken an.

«Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück», zog Verwaltungsratspräsidentin Doris Russi Schurter Fazit an der Medienorientierung in Zürich diese Bilanz. Mit 200,4 Millionen Franken Konzerngewinn hat die Bank für die Jahre 2016 bis 2018 einen kumulierten Unternehmensgewinn von 585 Millionen Franken erzielt. Die Zielsetzung über die Strategieperiode von fünf Jahren liegt bei einer Gesamtsumme von 950 Millionen Franken. Aktuell ist man gegenüber der «Marschtabelle» im Plus.

Dritte Dividendenerhöhung in Folge

Russi Schurter kündigte eine Erhöhung der Ausschüttung an, denn vom guten Ergebnis sollen auch die Aktionäre profitieren. Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 15. April 2019 zum dritten Mal in Folge eine Dividendenerhöhung beantragen. Diese soll von 12 Franken auf 12.50 Franken pro Namenaktie erhöht werden. Mit der beantragten Erhöhung ergibt sich eine Ausschüttungsquote (Payout Ratio) von 52,9 %. Diese Kennzahl liegt innerhalb der von der LUKB angestrebten strategischen Bandbreite von 50 bis 60 %. Per Ende 2018 waren 35 395 Aktionäre im Aktienregister der LUKB eingetragen.

Auch der Kanton profitiert

Mit der geplanten Gewinnverwendung erhält der Kanton Luzern als LUKB-Hauptaktionär auf seinem Aktienbestand von 61,5 % eine Dividende von 65,3 Millionen Franken. Zusammen mit der Abgeltung für die Staatsgarantie, die nach einer gesetzlich festgelegten Formel berechnet wird und rund 7,1 Millionen Franken beträgt, sowie den kantonalen Steuern von rund 6,4 Millionen Franken, liefert die LUKB dem Kanton Luzern für das vergangene Jahr annähernd 80 Millionen Franken ab. Dazu kommen Steuernzahlungen in die Bundeskasse und an die Gemeinden mit LUKB-Geschäftsstellen.

Mehr Ertrag – Kosten unter Kontrolle

LUKB-CEO Daniel Salzmann zeigte sich erfreut über die gestiegene Ertragskraft der Bank. «Dank der Ausweitung des Geschäftsvolumens haben wir in einem nach wie vor wettbewerbsintensiven Markt den Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 3,1 Millionen Franken gesteigert. Auch haben wir die Vorjahreswerte im Kommissions- und im Handelsgeschäft um 3,9 Millionen Franken bzw. um 1,1 Millionen Franken übertroffen. Die eingeleiteten strategischen Initiativen zur Verbreiterung der Ertragsbasis tragen also Früchte.» Einzig beim übrigen ordentlichen Erfolg konnte die Bank als Folge der durch die Börsenturbulenzen gegen Jahresende verursachten Bewertungskorrekturen auf dem Wertschriftenbestand nicht ganz an das Resultat des Vorjahres anknüpfen. Hier wird ein Minus von 0,9 Millionen Franken ausgewiesen.

Zwei ausserordentliche Erträge stechen hervor: Die letzte Zahlung aus dem Verkauf der Beteiligung an Swisscanto an die Zürcher Kantonalbank und der Gewinn aus dem Verkauf der Beteiligung an Crowdhouse machen aus dem sehr guten Resultat ein Glanzresultat mit einem Jahresgewinn von 200,4 Millionen Franken.

Kostenwachstum im Griff

Wie Finanzchef Marcel Hurschler ausführte, ist letztes Jahr der Personalbestand strategiekonform ausgebaut worden. Ende 2018 betrug der Stellenetat 1028 Vollzeitstellen, das sind 30 Stellen mehr als im Jahr 2017. Unter Ausklammerung der im Jahr 2017 erfolgten einmaligen Pensionskassen-Einlage von 12 Millionen Franken fällt der Personalaufwand im Vergleich zu 2017 um rund 5 Millionen Franken höher aus. Der Sachaufwand stieg um 1,6 Millionen Franken, die nach einer fixen Formel berechnete Abgeltung der Staatsgarantie belief sich auf 7,1 Millionen Franken.

Bei der Analyse der Ausleihungen zeichnete CEO Salzmann ein differenziertes Bild. «In der Bilanz weisen wir ein Wachstum der Kundenausleihungen von 2,53 Milliarden Franken auf 30,688 Milliarden Franken aus (plus 9 %). Dieses Wachstum ist zu rund 40 % auf Bilanzsteuerungs-Massnahmen zurückzuführen.» Dazu CFO Hurschler: «Bei Ausklammerung dieser Zusatzgeschäfte beträgt das Wachstum knapp 6 %. Das ist ungefähr gleich viel wie in den Vorjahren. In diesem ordentlichen Wachstum sind auch Ablösungen von bestehenden sehr gut gedeckten Hypothekarkrediten enthalten.» Die durchschnittliche Belehnungshöhe aller Hypothekarkredite ist bei der LUKB um 0,6 % auf 57,7 % gesunken. Bei den Renditeobjekten Mehrfamilienhäuser liegt die durchschnittliche Belehnungshöhe sogar noch tiefer. Hurschler betonte in diesem Zusammenhang die ausgezeichnete Qualität des Kreditportfolios der LUKB, die sich auch im tiefen Wertberichtigungsbedarf ausdrückt.

Rückläufiges Kundenvermögen

Zum Jahresende 2018 verwaltete die Bank Kundenvermögen von 28,962 Milliarden Franken (exkl. Doppelzählungen). Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Abnahme um rund 700 Millionen Franken. «Grund dafür ist die negative Performance von 1,321 Milliarden Franken, die mehr als doppelt so hoch ausfiel wie das akquirierte Nettoneugeld von 612 Millionen Franken», so Hurschler weiter.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2019

CEO Salzmann zeigte sich für das laufende Geschäftsjahr 2019 vorsichtig optimistisch. «Sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten, streben wir dieses Jahr einen Konzerngewinn in der Grössenordnung des Jahres 2017 an, konkret zwischen 195 und 203 Millionen Franken.» Grund für das gegenüber dem 2018er Resultat leicht tiefere Ziel ist gemäss Salzmann, dass die Bank für 2019 keine ausserordentlichen Erträge erwartet, wie die LUKB dies 2018 dank der Veräusserung von Beteiligungen verzeichnen konnte.

Rolf Willimann

 

Max Pfister verlässt den Verwaltungsrat

Per Generalversammlung vom 15. April 2019 wird Max Pfister aus dem Verwaltungsrat ausscheiden, weil er im März 2019 die statutarisch festgesetzte Altersgrenze von 68 Jahren erreicht. Doris Russi Schurter: «Wir planen dieses Jahr keine Neuwahlen, weil letztes Jahr mit Franz Grüter und Markus Hongler zwei neue Mitglieder in den Verwaltungsrat gewählt worden sind.» Statutarisch sind sieben bis neun Mitglieder vorgeschrieben, mit dem Rücktritt von Max Pfister wird sich der Verwaltungsrat damit wieder auf acht Mitglieder verkleinern. rowi

Remo Lifart übernimmt Zweigstelle Meggen

Remo Lifart ist seit 1. Februar 2019 neuer Leiter der LUKB-Zweigstelle in Meggen. Er folgt auf Thomas Vogel, der die Zweigstelle in Meggen seit mehr als zwölf Jahren erfolgreich geführt und per Anfang Jahr 2019 am LUKB-Hauptsitz in Luzern die Leitung des Führungssupports Privat- & Gewerbekunden übernommen hat. Lifart (36), hat die Lehre bei der LUKB absolviert und ist Finanzplaner mit eidgenössischem 
Fachausweis. Nach verschiedenen Funktionen am Hauptsitz war er seit 2013 als Kundenberater und als Stellvertreter des Zweigstellenleiters in Meggen tätig. Remo Lifart ist in Inwil aufgewachsen und wohnt heute in Perlen. rowi

Bild Remo Lifart zVg.