Die Geschichte wiederholt sich: Root kämpft sich mit viel Aufwand ins Spiel und überlässt die Punkte letztlich doch dem Gegner. Diesmal profitiert Aufsteiger Weggis.

pd. Die Partie war zu Beginn eine einseitige Angelegenheit. Weggis profitierte von der
miserablen Passqualität seitens der Gäste und spielte sich mal für mal mit Leichtigkeit durch die Rooter Reihen. Einzig dem Unvermögen der heimischen Angreifer war es zu verdanken, dass Root nicht schon früh auf die Verliererstrasse gedrängt wurde. Die 1:0-Führung des Aufsteigers nach 14 Minuten war nicht nur hochverdient, sondern auch noch mustergültig herausgespielt. Nach 30 Minuten setzte Theiler dann ein erstes Ausrufezeichen für Root, doch sein Distanzschuss wurde vom WSC-Keeper entschärft. Jetzt war Root plötzlich im Spiel. Drei Minuten später fasste sich Schenk ein Herz, seinem Antritt war kein Kraut gewachsen, und mit einer „Spitzguuge“ glich er die Partie zum 1:1 aus. Wenig später war gleicher Spieler sogar nahe am Führungstreffer, ebenso Marku, der aber nur den Pfosten traf. Und kurz vor der Pause verpassten Meierhans und Theiler – beide mit dem Kopf – das 1:2 nur knapp. Eine Pausenführung wäre des Guten aber doch etwas zu
viel gewesen.

Die zweite Halbzeit war dann nicht mehr so reich an Torszenen, was für die verbesserte Rooter Abwehrarbeit spricht. Nach einer guten Stunde führte eine kurze Rooter Druckphase zum zweiten Treffer: Michi Wigger zog aus 20 Metern ab und sein Schuss wurde von einem Weggiser Verteidigerbein unhaltbar abgelenkt. Hätte der eingewechselte Bucher eine Minute später aus idealer Position zum 1:3 getroffen, wäre die Sache wohl gelaufen gewesen. Doch so fand Weggis ins Spiel zurück, hatte zunächst Pech mit einem Pfostenschuss. In der 79. Minute war es dann aber so weit: Ein Schuss aus 25 Metern unter die Latte brachte den verdienten Ausgleich. Das 2:2 hätte eigentlich dem Gezeigten und dem Chancenverhältnis entsprochen, doch Weggis wollte nun mehr. Und Root liess es zu. Ein starkes Pressing des Aufsteigers in der 87. Minute, ein unnötiger Rooter Ballverlust im Spielaufbau, und schon wars geschehen. Diesmal war Meier im Tor chancenlos. Die dritte Niederlage im vierten Spiel war wiederum vermeidbar, weil sie gegen einen schlagbaren Gegner geschah, der zwar schnörkellos und geradlinig nach vorne spielte, aber in Sachen Effizienz ebenfalls noch viel Luft nach oben hat. Am Bettagswochenende (Samstag,
18.00 Uhr) kommt nun der verlustpunktlose Leader Horw auf die Unterallmend. Zum ersten Mal in dieser Saison hat Root nichts zu verlieren. In der aktuellen Situation vielleicht eine ganz gute Ausgangslage.

Spielertelegramm

SK Root: Meier; Köchli, Confortola, Milojicic, Barbosa; Bühler, Theiler, Barmettler, Michael
Wigger; Marku, Schenk. (Meierhans, Stephan Wigger, Bucher, Galante).
Tore: 14. WSC 1:0, 33. Schenk 1:1, 63. Michael Wigger 1:2, 79. WSC 2:2, 87. WSC 3:2.
Bemerkungen: 36. Pfostenschuss Marku, 66. Pfostenschuss WSC.