Thea Waldleben: «UNI-Studium statt Ski-Alpine Weltcup»

Marco Odermatt. Bild zVg.

2015 war das Jahr von Thea Waldleben und Marco Odermatt: Die beiden Absolventen der Sportmittelschule Engelberg holten in diesem Jahr im Ski-Alpine zusammen fünf Junioren-Schweizermeister-Titel.

Thea Waldleben aus Udligenswil holte sich die Titel an den U18 Schweizer Meisterschaften in Crans Montana in den Disziplinen Abfahrt und Super-G, 2016 doppelte sie auf dem Stoos nach. Sie gewann die beiden Abfahrtstitel U21 und U18, immer auf Stöckli Ski. Und in der Alpinen-Kombination fuhr sie in der SM aller Kategorien auf Platz 8. Namen wie Gisin, Kopp, Meillard, Feierabend, Danioth oder die Tschechin Ledeckà landeten vor ihr. Sie erhielt von der IG-Sport Luzern im gleichen Jahr in der Kategorie Nachwuchssportler die Auszeichnung als Zweitpatzierte.

Die damals 18-jährige vom Skiklub Horw war Mitglied der Swiss-Ski Trainingsgruppe NLZ Mitte. Ihre sportlich guten Resultate gaben ihr den Weg nach oben frei. Aufgebote für Europacup-Rennen folgten und in Davos holte sie in der Abfahrt (21. Rang) und Super-G (Rang 28.) erstmals Punkte. Weitere Einsätze folgten, aber auch die Erkenntnis, dass nur mit einem 200-prozentigen, top-professionellen Einsatz ein Weiterkommen in Richtung Kader der Nationalmannschaft und somit in den Weltcup möglich war.

Nach dem erfolgreichen Maturaabschluss -auch wieder zusammen mit Marco Odermatt und anderen heutigen Spitzensportlern in der gleichen Klasse- ging Thea über die Bücher. «Ich wollte und musste mich entscheiden und bei mir siegte die Vernunft, ich setzte auf Beruf statt auf die Profikarriere», blickt sie heute auf die Zeit ihrer Entscheidung zurück. Aber ohne etwas zu bereuen. «Sport und Schule haben mir so viel gebracht, ich bin dankbar dafür, dass ich den damals halbprofessionell betriebenen Skisport so erleben durfte, dass mich so viele Leute auch ausserhalb meiner Familie dabei top unterstützt haben, das alles hat mehr als Spass gemacht. Ich habe so viel gelernt.»

Thea Waldleben – zuoberst auf dem Podest. Als 16-jährige gewinnt sie in Crans Montana die Abfahrt der Frauen U18 und holt sich ihren ersten von insgesamt vier Schweizermeister-Titeln im Ski Alpin.
Bild zVg

Nach dem Rücktritt hat Thea ihr Studium an der Universität Fribourg begonnen, wechselte nach einem Jahr an die UNI Bern und studiert nun Informatik. Aktuell steht sie im 4. von 6 Semestern und bereitet sich auf eine der Abschlussprüfungen als Bachelor vor.

Rolf Willimann


Nach wie vor Skisport-Kommentator

Es mag sein, dass man den Namen Adrian Lustenberger bei den Übertragungen der grossen Skisport-Events diese Saison vermisst hat. Doch seine unverwechselbare Stimme ertönt bei SRF Sport nach wie vor. Im Wechsel mit Stefan Hofmänner kommentiert der Adligenswiler die Speedrennen Herren, an der Seite von Ski- Experte Marc Berthod. Dazu kommen auch Einsätze im Skicross und weiteren Skisport-Übertragungen von SRF1. Warum man seinen Namen vermisst hat? Nach der Heirat 2020 hat er den Namen seiner Frau angenommen und wird neu als Adrian Arnet kommentieren. rowi

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