Der FC Luzern verliert das erste Heimspiel nach der Winterpause gegen Sion mit 3:1. Trotz viel Kampf reichte es nach 70 Minuten Unterzahl und einer fragwürdigen Schiedsrichterleistung nicht für einen Punktgewinn.

Der Ärger der gut 7000 Stadionbesucher war nach dem Spiel gross – und verständlich. Der FC Luzern hatte trotz einer beherzten Leistung gegen Sion verloren. Der Ärger richtete sich nicht gegen die Mannschaft in Blau-Weiss, sondern viel mehr gegen den Unparteiischen Urs Schnyder. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen“, bilanzierte auch der FCL-Trainer René Weiler nach dem Spiel. 

Zwei frühe Tore

Der FCL erwischte einen denkbar schlechten Start in den Abend. Bereits nach zwei Minuten jubelte nämlich der Gast aus dem Wallis. Bruno Morgado traf im Nachschuss zur frühen Führung. Der FCL reagierte darauf aber gut – und profitierte dabei von einem sehr passiven FC Sion. In der 16. Minute war es schliesslich ein Eigentor nach einem flachen Ball von Schürpf, das den FCL zurück ins Spiel brachte.

Schiedsrichter Schnyder im Fokus

Was dann folgte, brachte die blau-weissen Fans im Stadion zum Koochen. In der 19. Minute stellte Urs Schnyder Ruben Vargas mit gelb-rot vom Platz. Sowohl die gelbe Karte Nummer eins, als auch die Karte Nummer zwei, bleiben die Geheimnisse des Schiedsrichter. „Es lief alles sehr komisch. Das Erste war ja nicht mal ein Foulspiel“, so auch Weiler an der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Trotz einem Mann weniger, kämpfte sich der FC Luzern aber zurück ins Spiel. Obwohl der Unparteiische auch in der weiteren Spielzeit einiges gegen den FCL pfiff, liessen die Spieler den Kopf nicht hängen – waren zeitweise sogar näher am 2-1 als Sion.

Schlussendlich kam der Todesstoss für einen FCL-Punktgewinn aber erneut vom Schiedsrichter. In der 79. zeigt er auf den Penaltypunkt – nach einem Zweikampf zwischen Cirkovic und Uldrikis. Alle schauten sich ungläubig an. Konnte das sein? Ja – es konnte. Urs Schnyder sah in der Strafraumaktion von Cirkovic ein Foulspiel. Adryan brachte den FC Sion vom Punkt aus mit 2:1 in Führung. Schliesslich war es wieder er, der nach einem Fehler von Zibung noch das 3:1 erzielte.

Zum Schluss sagen wir es mit den Worten von René Weiler: „Es war komisch. Zeitweise nicht nachvollziehbar.“

Sara Häusermann