Als Ersatzfahrer für das «Stop and Go» Racing Team von Edu Perales konnte Jesko Raffin kurzfristig beim Moto2-Rennen des Grand Prix’ von San Marino an den Start gehen. Der Schweizer nutzte die Chance, sein Können unter Beweis zu stellen und zeigte eine bisher einmalig starke Performance.

MM.Es waren aufregende Tage für Jesko Raffin: vor rund zwei Wochen erhielt er das Angebot von Edu Perales, bei der Moto2-WM in San Marino für sein Team «Stop amd go Racing» zu starten. Raffin, der aktuell mit 50 Punkten Vorsprung die Moto2-Europameisterschaft anführt, kehrte also zurück in ein altbekanntes Team, mit dem er bereits 2015 die WM bestritt. Trotz der vermeintlichen Vertrautheit war einiges anders, als er es sich aktuell in der EM gewohnt ist: ein Kalex-Chassis von 2018 anstatt 2017 mit einem Fahrwerk von Öhlins statt WP und natürlich war auch die Crew nicht mehr ganz dieselbe wie noch vor drei Jahren. Doch Raffin meistert die Challenge mit Bravour: der Zürcher hält sich während des gesamten weekends konstant im Bereich von nur 0.8 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf und fühlte sich dank grossartiger Unterstützung von Team und Technikern schnell wieder wohl in der altbekannten Umgebung. Die böse Überraschung  kam aber unverhofft, unmittelbar vor dem Rennstart am Sonntag: als die Strecke für die Warm-up-Runde freigegeben wurde sprang Raffins Maschine nicht an und musste zurück in die Box geschoben werden. Das Team schaffte es, das Motorrad wieder zum laufen zu bringen, doch für Raffin bedeutete das den letzten Startplatz.
Von Position 34 aus ins Rennen startend zeigte Jesko Raffin eine Performance wie noch selten zuvor in seiner Karriere: nach einer starken Aufholjagt beendete er das Rennen schlussendlich auf Platz 15 und holte somit sogar noch einen WM-Punkt.
Die Spitzenleistung des Zürchers wurde sogleich belohnt: Fazit des Weekends sind drei weitere Starts für das «Stop and Go»-Rennteam bei den MotoGPs von  Aragon, Japan und Australien.

 Jesko Raffin (15. / +31,168):
«Dieses Wochenende war einfach unglaublich. Ich habe mich dank dem tollen Support vom Team, sowie auch von Kalex selber, direkt wohl gefühlt und das Vertrauen zum Motorrad gefunden. Die Konstanz während dem ganzen Weekend hat das gezeigt. Der Zwischenfall vor dem Start hat mich dann kurz etwas aus dem Konzept gebracht, doch viel Zeit um darüber nachzudenken hatte ich nicht. Ich habe mich nur noch auf die Überholmanöver fokussiert und das ist mir super gelungen. Gegen Ende des Rennens musste ich dann die Reifen schonen, um noch bis zum Ende mithalten zu können. Somit habe ich den 15. Platz ins Ziel gebracht und kann sagen, dass das wohl eines der besten Rennen meiner Karriere war. Nun freue ich mich sehr auf die nächsten Rennen zusammen mit diesem Team und bin wahnsinnig dankbar, dass sie mir die Chance geben, mein Können nochmals unter Beweis zu stellen.»

Fotoquelle: © [2017] Jesko RAFFIN