Die Organisation «Wald Seetal Habsburg» ruft zur Räumung aller Schadenflächen auf und bietet den Waldeigentümern Unterstützung an.

Sturmholzschäden in der Region – auch im Rontal. Bild zVg.

Der heftige Sturm vom 3. Januar hat auch im Rontal einigen Wald zu Boden geworfen. Laut einer ersten Schätzung von «Wald Seetal Habsburg» WSH sind in der Region rund 5000 bis 10000 m3 Sturmholz angefallen. Nur wenig seien es Flächenschäden, sondern meist Streuschäden, haben Geschäftsführer Christian Siegrist und sein Team bei einem ersten Rundgang festgestellt. Die Menge entspreche rund einem Drittel bis der Hälfte einer normalen Jahresnutzung dieser regionalen Organisation der Waldeigentümer.

Selbsthilfeorganisation unterstützt

Gerade auch bei einem Sturmereignis bewähren sich die vor Jahren gegründeten Selbsthilfeorganisationen der Waldeigentümer. So auch von «Wald Seetal Habsburg», welche über 960 Waldeigentümer mit rund 2300 ha Wald in 24 Gemeinden von Meggen bis Beromünster, und damit auch das gesamte Rontal, vereinigt. WSH sorgt für die Planung, Organisation und eigentumsübergreifende Räumung der betroffenen Sturmholzflächen. Beraten wird auch betreffend Sortimentsliste, Einmessen und Vermarktung. Dank guten Beziehungen zur Holzindustrie sei auch die Abnahme des Sturmholzes bereits gesichert, erklärt Christian Siegrist.

Waldschäden jetzt melden

Siegrist ruft die betroffenen Waldeigentümer auf, die Schäden zügig den Betriebsförstern zu melden, damit sich diese um die Holzschlagbewilligung in Zusammenarbeit mit der Luzerner Dienststelle Landwirtschaft und Wald Lawa kümmern und die Planung an die Hand nehmen können. Bei eigenen Aufräumarbeiten sei unbedingt die Sicherheit zu beachten. «Sturmholz hat starke Spannungen und ist gefährlich aufzurüsten.» Diese Arbeit sollte deshalb Profis überlassen werden.

Alles Sturmholz aufrüsten

Um einer zu erwartenden Borkenkäferpopulation im Sommer entgegen zu wirken, sollte sämtliches Sturmholz wie auch das Schneedruckholz unbedingt aufgerüstet werden, vor allem die Fichten. Das aufgerüstete Holz soll nicht auf landwirtschaftlichen Nutzflächen gelagert werden, da die gesamte Abfuhr der Schadholzmengen schweizweit sicher nicht bis zum Frühjahr bewältigt werden kann.

Markt nicht zusätzlich belasten

Christian Siegrist ruft aufgrund des aktuellen Schadereignisses dazu auf, mit andern geplanten oder angezeichneten Holzschlägen im Moment zuzuwarten, um den an sich flüssigen Rundholzmarkt nicht mit einem Überangebot zu belasten. So könne auch einem Preiszerfall entgegengewirkt werden. Für Wiederbepflanzungen sei rechtzeitig die Bestellung aufzugeben, da die Nachfrage für Jungpflanzen im Frühling sicherlich hoch sein werde. Weitere Infos gibt es unter www.waldseetal.ch.