Inwil rechnet mit markantem Aufwandüberschuss

Der steigende finanzielle Druck durch die Kostenverlagerungen von Bund und Kanton an die Gemeinden, die eine Auswirkung der Steuerrevisionen der letzten Jahre ist, sowie die allgemeine Wirtschaftslage zeigen Wirkung. Deshalb rechnet die Gemeinde Inwil im Jahr 2013 mit einem Aufwandüberschuss von rund 900’000 Franken.

pd. Trotz eines sehr soliden Finanzhaushaltes und einem Eigenkapital von  vier Millionen Franken weist die Gemeinde Inwil im Budget 2013 einen erheblichen Aufwandüberschuss von rund  900’000 Franken aus.

Steigende Fixkosten
Das negative Ergebnis ist auf die steigenden Fixkosten im Gesundheits- und Bildungswesen sowie notwendige Erweiterungen in der Infrastruktur (grösstenteils bedingt durch Vorgaben des Bildungsdepartements) zurückzuführen:
– Kosten der neuen Pflegefinanzierung
– Kosten für neue Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB)
– Erhöhte Bildungskosten (Angebot zweites Kindergartenjahr, integrierte Sonderschule, integrierte Förderung, schul- und familienergänzende Tagesstrukturen)
Weiter wurde im Finanzausgleich 2013 die oft zurecht kritisierte Verknüpfung zwischen Ressourcen- und Bildungsausgleich nicht wie anfänglich vorgesehen gestrichen, was nun zu grossen Einbussen führt.
Schlussendlich trägt auch die angespannte weltweite wirtschaftliche Situation nicht positiv zum Ergebnis bei.

Defizit kam nicht unerwartet
Der hohe Aufwandüberschuss trifft die Gemeinde Inwil nicht ganz unerwartet. Dieser wurde bereits in der rollenden Finanzplanung (Finanz- und Aufgabenplan) vorhergesehen. Der Gemeinderat beabsichtigt in den kommenden Jahren durch gezielte Verkäufe von Baulandparzellen die Spitzen zu brechen. Auch mit diesen kurzfristigen Massnahmen bleibt der erhebliche Druck auf die Gemeindefinanzen bestehen und der Gemeinderat muss die Entwicklungen der Einnahmen und Ausgaben genau beobachten, um rechtzeig weitere Massnahmen einleiten zu können.

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