Am 2. September lud die CVP Gisikon zum Anlass “Bildung mit Weitblick“ ins Hotel Garni in Gisikon ein. Bemerkenswert: Alle kandidierenden Nationalräte der CVP-Hauptliste fanden sich in Gisikon ein.

Nationalrätin und Ständeratskandidatin Andrea Gmür referierte zum Thema Bildung in Gedichtform. Dabei kam zum Ausdruck, dass zum ausgezeichneten dualen Bildungssystem der Schweiz Sorge getragen werden muss, damit die hohe Qualität erhalten bleibt. Die Durchlässigkeit von einer Ausbildung in die nächste zeichnet unser Bildungssystem aus.

Gemeinderat Josef Lötscher informierte über die Schule Gisikon, welche ihr 25-jähriges Bestehen feiern kann. Die Schule in Gisikon ist attraktiv und pflegt die Nähe zu Familien bzw. zur Bevölkerung. Das gewählte Schulmodell von Basisstufe und altersdurchmischtem Lernen entspricht den Ansprüchen von Gisikon, können durch dieses Modell doch die schwankenden Schülerzahlen ausgeglichen werden. Die geplanten Erweiterungen der Schule Gisikon wurden an der letzten Gemeindeversammlung ohne Gegenstimme genehmigt, was das Vertrauen der Bevölkerung in Gemeinderat und Schule eindrücklich aufzeigt.

Von der Schule Root informierte Rektor Viktor Bühlmann, wie die kooperative Sekundarschule in Root seit dem aktuellen Schuljahr aussieht. Im kooperativen Modell besuchen Schülerinnen und Schüler dem eigenen Leistungsniveau entsprechend eine Stammklasse. Durch das Angebot von Niveaufächern in Französisch, Englisch und Mathematik erhalten Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ausserhalb der Stammklasse je nach Leistungsfähigkeit den Unterricht zu besuchen.

In der folgenden Diskussion wurde aufgezeigt, dass die Bildung die zentrale Ressource für die Schweiz darstellt. Bis 2023 werden im Kanton Luzern gegenüber heute wohl rund 100 Klassen mehr angeboten werden. Der neue Kostenteiler, 50% der Kosten trägt der Kanton bzw. die jeweilige Gemeinde, wird sich auf die Gemeinden gegenüber heute entlastend auswirken. Die Qualität in den Schulen gilt es zu halten und die Herausforderungen von oftmals anspruchsvollen Klassenzusammensetzungen und knapper werdendem Lehrpersonal zu meistern. Die digitale Veränderung ist in der Schule als Abbild der Gesellschaft ein wichtiges Thema. Es gilt, den Lehrberuf attraktiv – auch für Männer – zu halten. Damit dies gelingt, sind Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Lehrpersonen wichtig. Ein Zeichen hierfür ist die volle Rücknahme der Massnahmen aus den Sparpakten der Vorjahre. Die Besoldung der Lehrpersonen steht in Konkurrenz zu den
anderen Kantonen (z.B. Zug). Hier gilt es, die Lehrpersonen im Kanton halten zu können.

Peter Meier, Honau