Dass der Inwiler FDP-Kantonsrat und Gemeindeammann Fabian Peter (42) bereits im ersten Wahlgang zum Regierungsrat und somit zum Nachfolger von Robert Küng gewählt wird, war nicht unbedingt zu erwarten.

Er schaffte den Sprung in die Regierung mit einem Glanzresultat von 56 410
Stimmen. Der Neue platzierte sich auf Anhieb auf Platz drei, nur die bisherigen CVP-Vertreter Guido Graf und Reto Wyss schnitten bei ihrer Wiederwahl besser ab.

Die FDP.Die Liberalen Luzern freut sich über das Glanzresultat von Fabian Peter.
Ihr Regierungsratskandidat erreichte mit 56 410 den dritten Platz und lag damit
über dem absoluten Mehr. «Dieses super Resultat im ersten Wahlgang durften
wir nicht unbedingt erwarten. Fabian Peter hat sich mit seiner bodenständigen
und gradlinigen Art das Vertrauen der Luzerner und Luzernerinnen erarbeitet.
Die Parteileitung freut sich mit ihm über die Wahl und dankt ihm für den
engagierten Wahlkampf nahe bei den Leuten», so FDP-Parteipräsident Markus
Zenklusen bei der Delegiertenversammlung vom Dienstagabend in Inwil. Was
die Delegierten mit einer Standing Ovation honorierten. Und Zenklusen weiter:
«Wir haben unser Ziel, zweitstärkste Partei im Kantonsrat zu werden, zwar
erreicht, aber nicht so, wie wir es uns vorgenommen haben, grundsätzlich sind
wir mit einem blauen Auge davongekommen.» Die Partei hat nun im Parlament
wie die SVP 22 Sitze (minus 3), hat aber Wähleranteile verloren. Statt einem Plus
von 1,5 Prozent resultierte ein Minus in gleicher Grösse.

«Ich bin euer Regierungsrat»

In seinem Dankeswort vor den über 200 Delegierten bedankte sich Neo-
Regierungsrat Peter im «Möösli» auch bei seinen vielen Helfern, die ihn während
der fast einjährigen Wahltour durch den ganzen Kanton begleitet haben. Und da
war sein Spruch treffend: «Ich war eure Loki, die Dampfloki und ihr habt für
mich immer wieder Kohle geschaufelt, dafür bin ich stolz und dankbar. Ich bin
euer Regierungsrat», richtete er sich an seine unzähligen Wahlhelfer und
natürlich auch an die Delegierten.

Die Bisherigen werden unterstützt

Die Delegierten fassten die Parolen für den zweiten Wahlgang vom 19. Mai.
Diskussionslos entschieden sich die Delegierten für die bisherigen Regierungsräte Paul Winiker und Marcel Schwerzmann; ihnen wird die Unterstützung zugesichert.

Für die eidgenössischen Abstimmungen gab es zwei Mal ein Ja. Die Steuerreform
und AHV-Finanzierung wurde mit 160 zu 38 gutgeheissen, die Waffenrecht-
Richtlinien der EU ebenfalls mit 160:37 Stimmen.

Eine Mutation gab es in der FDP-Geschäftsleitung zu verzeichnen: Nach
vierjährigem Mitwirken als Vizepräsidentin gab Johanna Dalla Bona ihr Amt ab
und die Versammlung wählte Anne-Sophie Morand (Kriens) zur Nachfolgerin.
Morand ist Juristin, derzeit in Bern im Ressort Parlamentsdienste (UREK) tätig.

Rolf Willimann

Parteipräsident Markus Zenklusen und Neo-Regierungsrat Fabian Peter nach der erfolgreichen Wahl am letzten Sonntag. Bild zVg FDP