Zwei Kandidaten für den 2. Wahlgang

Für den zweiten Wahlgang in Ebikon am 28. Juni stellen sich zwei Kandidaten zur Wahl. Wir haben Marianne Wimmer-Lötscher und Mark Pfyffer zum Interview gebeten.

 

Mark Pfyffer, FDP, neu

«Köpfe», das heisst Persönlichkeiten sind im Gemeinderat gefragt. Wodurch
zeichnet sich Ihr Profil aus?

Ich bin in Ebikon stark verwurzelt und kenne die Bedürfnisse und Anliegen der Menschen, die hier leben. Durch meine Führungserfahrung in verschiedenen namhaften Unternehmungen und meiner Sozialkompetenz bin ich gut gerüstet, den Gemeinderat weitsichtig, pragmatisch und lösungsorientiert zu verstärken.

Könnten Sie als Einzelperson prioritäre Legislaturziele für den Gemeinderat
festlegen, welche drei Kernsätze würden Sie formulieren?

  • Wichtig ist mir eine nachhaltige Finanz- und Steuerpolitik, damit sich aus jedem eingesetzten Steuerfranken der bestmögliche Nutzen für die Bevölkerung erzielen lässt.
  • Damit der Standort Ebikon attraktiv bleibt, braucht es für Wohnen und Arbeiten optimale Rahmenbedingungen. So können Arbeitsplätze und Lebensqualität gesichert werden.
  • Anstehende Projekte wie Schulraumplanungen und –sanierungen würde ich bedürfnisgerecht und zügig umsetzen.

Welche Meinung haben Sie zur Einführung eines Einwohnerrates in der Gemeinde
Ebikon?

Aufgrund meines demokratischen Verständnisses bin ich ein Befürworter eines Parlamentes. Damit ist sichergestellt, dass die Bevölkerung über die verschiedenen Parteien auch in den politischen Prozessen miteingebunden ist und die Entscheidungen breiter abgestützt sind. Auch wenn dadurch mehr Zeit für die Entscheidungsfindung beansprucht wird. Mit dem aktuellen Kommissions-Model ist dies nicht zufriedenstellend gelöst.

Wie sehen Sie die Bevölkerungsentwicklung, das Wachstum in der Gemeinde
Ebikon?

Qualitatives Wachstum sollte vor quantitativem Wachstum stehen. Das bedeutet gezielte und nachhaltige Raumplanung/Zentrumsgestaltung, damit die Attraktivität und die Lebensqualität in Ebikon gesteigert werden kann. Lieber moderates Wachstum dafür eine sichere, lebendige und prosperierende Gemeinde für Jung und Alt.

In welchen Bereichen scheint es Ihnen wichtig, dass die Gemeinde Ebikon die
Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sucht und pflegt?

In der Verwaltung (z.B. Informatik), im Bildungsbereich und sicherlich auch im Gesundheitswesen. Durch die demografische Entwicklung (höhere Lebenserwartung) müssen auch entsprechende Pflegeleistungen finanzierbar bereitgestellt werden. Ich sehe hier ein grosses Synergie-Potential, wenn man dies gemeindeübergreifend organisieren kann. Dabei muss auch abgewogen werden, welche Leistungen die Gemeinde selber bzw. Private erbringen.


Marianne Wimmer-Lötscher, SP, neu

«Köpfe», das heisst Persönlichkeiten sind im Gemeinderat gefragt. Wodurch
zeichnet sich Ihr Profil aus?

Ich bringe über 30 Jahre Führungserfahrung und einen entsprechenden Leistungsausweis mit. Herausforderungen sehe ich als Chance und Ansporn für Weiterentwicklungen, die ich im Dialog und unter Einbezug der betroffenen Personengruppen anpacke. Vertrauen schaffe ich durch eine proaktive und offene Kommunikation.

Könnten Sie als Einzelperson prioritäre Legislaturziele für den Gemeinderat
festlegen, welche drei Kernsätze würden Sie formulieren?

  • Ebikon fördert das Miteinander von Menschen unterschiedlicher Generationen, aber auch Kulturen und sozialer Gruppen.
  • Ebikon fördert eine zukunftsfähige, nachhaltige Mobilität für alle Verkehrsteilnehmenden.
  • Ebikon fördert die Aufwertung der Grün- und Begegnungsräume. Die Arealentwicklung rund um den Moränenhügel und den alten Dorfkern bietet hierfür eine einmalige Chance.

Welche Meinung haben Sie zur Einführung eines Einwohnerrates in der Gemeinde
Ebikon?

Trotz des Kommissionenmodells besteht in Ebikon ein Defizit bei der demokratischen Mitwirkung. Daher erstaunt es wenig, dass in der letzten Legislaturperiode vermehrt Gemeindeinitiativen eingereicht und Entscheide des Gemeinderates angeprangert wurden. Mit der Einführung eines Einwohnerrats würde die politische Plattform zum öffentlichen debattieren, mitgestalten und beschliessen geschaffen.

Wie sehen Sie die Bevölkerungsentwicklung, das Wachstum in der Gemeinde Ebikon?

Ebikon als Agglomerationsgemeinde funktioniert als Scharnier zwischen Stadt und Land: als Verkehrsknotenpunkt, Platz für Gewerbe und Industrie und in der Integrationsarbeit. Ebikon darf noch massvoll wachsen, sofern die Infrastrukturentwicklung Schritt halten kann. Als Erfolgsfaktor für ein lebendiges Gemeinwesen erachte ich eine gute Durchmischung der Bevölkerung und die Identifikation mit der Gemeinde.

In welchen Bereichen scheint es Ihnen wichtig, dass die Gemeinde Ebikon die
Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden sucht und pflegt?

Die Gemeinde Ebikon kooperiert heute schon in verschiedenen Bereichen mit anderen Gemeinden: beim Verkehr, der Raumplanung, den Schuldiensten, der Musikschule, Feuerwehr u.a.m. Verstärkt werden könnte die Zusammenarbeit bei der Infrastrukturentwicklung und der Angebotskoordination, wie etwa dem Neubau eines Hallenbades, in der Bildung und in der Gesundheitsversorgung.

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