Ruedi Kaufmann

red. Ruedi Kaufmann ist seit vier Jahren Gemeinderat in Ebikon und steht dem Ressort Bildung vor, wo er zuständig ist für die Volksschule (inkl. aller Schuldienste), Bibliothek, Jugendarbeit sowie die Musikschule. Der 53-jährige Vater von vier Töchtern kandidiert für eine weitere Amtsperiode.

Was hat Sie seinerzeit zum Kandidieren bewogen, und was reizt Sie erneut?
Als gut verankerter Ebikoner mit langjähriger Führungserfahrung im Beruf und neunjähriger Tätigkeit in der Schulpflege drängte sich die Kandidatur in das Ressort Bildung im Gemeinderat für mich auf. Ein Schritt, den ich bis heute noch nie bereut habe. Die Gemeinde Ebikon steht, nach dem Entscheid zur Eigenständigkeit, vor wichtigen Herausforderungen und Entwicklungsschritten, zu denen ich gerne einen Teil beitrage.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Aufgabe als Leiter des Ressorts Bildung?
Die Vielfältigkeit der Aufgaben, aber auch die Möglichkeit, die Entwicklung der Gemeinde Ebikon, insbesondere auch den Bereich Bildung, mitgestalten und -prägen zu können, gefallen mir. Das gilt ebenso für die Fachstelle Jugend- und Familie, die Musikschule sowie die Bibliothek, die laufend überprüft und an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen angepasst werden müssen.

Mit welchen Projekten haben Sie sich in den vergangenen vier Jahren hauptsächlich befasst?
Die Weiterentwicklung der Schule Ebikon zum Wohl der Schulkinder stand im Vordergrund. Dies unter der Voraussetzung der gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie der finanziell vertretbaren Möglichkeiten. Insbesondere denke an die Einführung der Betreuungsangebote(Mittagstisch) und die Umsetzung der integrativen Förderung der Schulkinder an unserer Volksschule.

Gibt es auch Dinge, die nicht so ganz nach Ihrem Geschmack gelaufen sind?
Mit der Einführung der neuen Gemeindeordnung wurden Kompetenzen und Aufgaben auch im Bereich Bildung neu definiert. So benötigte zum Beispiel die Rollenfindung der Bildungskommission mehr Zeit, als ich mir das vorgestellt hatte.

Können Sie schon sagen, was in den nächsten vier Jahren im Zentrum stehen wird?
Im Zentrum stehen wird sicher der Entscheid und die Einführung des Zweijahreskindergartens oder der Basisstufe in Ebikon. Wir werden uns mit weiteren wichtigen Themen, wie Schulwegsicherheit, Rahmenbedingungen für die Lehrpersonen, Schulinfrastruktur usw. befassen.

Was ist Ihre persönliche Meinung zu den Entwicklungen im Bildungswesen?
Die unzähligen Reformen in der jüngeren Vergangenheit sind kritischen zu hinterfragen. Für mich ist es wichtig, dass diese Reformen erst einmal zu greifen beginnen und die Lehrpersonen entlastet werden. Es gilt, die notwendigen Rahmenbedingungen im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten anzupassen, auf kommunaler Ebene Visionen für eine künftige Schule in Ebikon zu entwickeln und im Rahmen der langfristigen Strategieplanung entsprechende Schritte zu planen.

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Artikel war in Nr. 11