Anwohner aus dem Gebiet Sonnhalde haben angekündigt, dass sie sich gegen eine geplante Mobilfunkantenne der Swisscom in der Nähe des Rotsees mit einer Petition wehren wollen. Der Ebikoner Gemeinderat teilt ihre Bedenken nicht.

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shab. Die Swisscom möchte auf der Lindenhofscheune, die im Besitz der Gemeinde Ebikon ist,  eine Mobilfunkantenne errichten. Bewohner aus dem Sonnhalde-Quartier stören sich vor allem daran, dass die Antenne nahe des Naturschutzgebietes Rotsee zu stehen kommen soll. «Viele Anwohner des Quartiers Sonnhalde setzen sich für den Erhalt des Naturschutzgebietes Rotsee ein und finden das Projekt unverhältnismässig. Aus diesem Grund haben 21 Parteien gegen das Baugesuch Einsprache erhoben und werden falls notwendig den Instanzenweg weiter gehen», halten die Gegner des Projekts in einer Mitteilung fest. Sie beanstanden zudem, dass sie nicht in die Standortabsprache miteinbezogen worden sind. Ebenso sind sie der Meinung, dass eine Anlage dort gegen die Siedlungsstrategie Ebikon Q+ verstösst. Darin heisst es: «Im Rahmen der Ortsplanungsrevision prüft die Gemeinde in besonders wertvollen Landschaftsräumen den Ausschluss von neuen Bauten und Anlagen der Landwirtschaft wie auch der Energieübertragung und der Anlagen der Kommunikation. Neue landwirtschaftliche Bauten und Anlagen sollen dabei nach Möglichkeit in Hofnähe realisiert werden.»

Ebikons Bauvorsteher Peter Schärli, der selbst im Gebiet Sonnhalde wohnt, widerspricht. Die Lindenhofscheune werde seit längerem nicht mehr landwirtschaftlich genutzt, sondern sei an verschiedene KMU als Lagerraum vermietet. Sie stehe zudem im Grenzbereich von öffentlicher und Landwirtschaftszone. Man habe das Dach mit guter Absicht gewählt, weil man dort eine Lösung gefunden habe, ohne dass man irgendwo ein Ungetüm aufstellen müsse. Zudem habe man sich im Zusammenhang mit der neuen Zonenplanung vertiefte Gedanken gemacht, ob man im Raum zwischen Rotsee und Reuss Gebiete ausscheiden wolle, die Möglichkeiten, etwas zu bauen, vorsehen und andere, die das ausschliessen. Darauf habe man bewusst verzichtet und sich darauf geeinigt, jeweils den Einzelfall genau zu prüfen. Er versichert, dass die Gemeinde dies auch im Falle der Swisscom-Eingabe mit aller Sorgfalt getan hat.