«OMNIA»-Gastronomie und Kultur müssen sich noch gedulden

Die Aussenarbeiten sind fertig, die neue Fassade verleiht dem alten Gotteshaus ein würdiges Aussehen. Bilder: rowi

Die Rohbauarbeiten sind beendet, die Einstellhalle mit den Nebenräumen und das Untergeschoss ebenfalls, das «Gröbste» ist unter Dach und Fach. Die unerwartete Bauverzögerung indes hinterlässt Spuren: Aus der geplanten Eröffnungsfeier von Ende November ist nichts geworden, der neue Begegnungsort «OMNIA» mit Gastronomie, Kultur und Gesundheit wird im März 2020 eröffnet.

«OMNIA chaos est» – Alles ist Chaos. Neu heisst die Kapelle «OMNIA Dierikon», ist primär ein Restaurant, in dem die Gäste am Mittag und Abend mit saisonalen, gut produzierten und selbst hergestellten Speisen in spezieller Atmosphäre verwöhnt werden. OMNIA ist ebenfalls der perfekte Ort für private Feierlichkeiten, Firmenanlässe oder kulturelle Veranstaltungen. Bereits jetzt können Anlässe gebucht oder Geschenkgutscheine gekauft werden.

Die Aussenarbeiten sind fertig, die neue Fassade verleiht dem alten Gotteshaus ein
würdiges Aussehen. Bilder: rowi

«So wie es derzeit aussieht, sollte der Eröffnung im März 2020 nichts mehr im Wege stehen. Ich hoffe nicht, dass ich wiederum enttäuscht werde und alles nach hinten schieben muss. Gerne hätte ich an Weihnachten bereits ein paar besondere Anlässe durchgeführt», sagt Ursula Trucco, Besitzerin und Bauherrin der alten Dorfkapelle Dierikon, die derzeit zum neuen Treff «OMNIA» umgebaut wird. «Ja, statt Feierlichkeiten ist hartes Arbeiten um diese Baustelle angesagt.»

Künftig wird das Gebäude mitten im Dörfli ein Restaurant, eine Bar und Lounge sowie einen Gymnastikraum für Kurse im Bereich Fitness und Entspannung beherbergen. Das sehr ambitionierte Bauprojekt, das während der letzten Monate rund um die 1862 im Neugotischen Stil erbaute Kapelle realisiert wurde, wird Ende Februar im Innern abgeschlossen sein. Der im Januar 2019 geplante Baustart hatte sich um Monate verzögert. Zuerst aufgrund eines eingeforderten geologischen Gutachtens, dann wegen zusätzlichen, nicht eingeplanten Arbeiten am Fundament. Im Moment laufen die Sanierungsarbeiten aber auf Hochtouren.

Philippe Bucheli, vom Bauunternehmen Gebrüder Brun, Emmen, für die Rohbauarbeiten zuständig, sagt: «Trotz sorgfältiger Planung bieten so alte Objekte – die St. Jakobskapelle wurde um 1860 erbaut und 1958 entweiht- immer wieder Stoff für Überraschungen, das war auch hier so. Doch die hielten sich in Grenzen, laufende Anpassungen sind bei solchen Bauwerken an der Tagesordnung.» Es ist bekannt, dass der Zahn der Zeit nicht nur an den Fassaden nagt. Derzeit wird das Dach fertig erstellt, im Innern sind Handwerker mit einigen Feinarbeiten beschäftigt, Schreiner und Elektriker sind voll am Werken. Glück hatte man mit dem Aussenabrieb, der konnte nach dem Kälteeinbruch der letzten Tage nun problemlos aufgetragen werden.

Noch vor dem ersten Schneefall soll das Dach fertig sein.

Neues Leben in altem Gotteshaus

Wie beim Spatenstich vor einem Jahr bekannt wurde, soll dem Gotteshaus von der neuen Besitzerin Ursula Trucco neues Leben eingehaucht werden. Nach dem aufwändigen Umbau werden hier Gastronomie, Kultur und Gesundheit vereint.

Im ehemaligen Kirchenteil ist der Gastrobereich geplant, der für die vielfältigsten Anlässe bereitgestellt werden kann. Firmenfeiern, Kundenanlässe, Familienfeiern, Geburtstag, Hochzeitsfeiern oder auch Workshops. «Natürlich gibt es auch Platz für Ausstellungen, Kochkurse oder Kochevents, wir sind für Vieles offen», zeigt sich Trucco optimistisch. Die öffentliche Bar und der Restaurationsbetrieb sind an drei Tagen und drei bis vier Abenden offen. Die restliche Zeit können Bar, Longe und Restaurant mitsamt der Küche für kulturelle, geschäftliche oder private Veranstaltungen gemietet werden. Unter dem Kapellendach -die Kirchendecke bleibt erhalten- wird ein neu geschaffener Gymnastikraum für Fitness- und Entspannungskurse an einem eher ungewöhnlichen Ort angeboten. «Nicht nur das einmalige Ambiente und die Geschichte trägt zur Besonderheit dieser Räumlichkeiten bei, sondern auch die moderne Einrichtung und insbesondere die professionell geplante Lichtgestaltung im ganzen Gebäude, ich will der Kapelle zu altneuem Glanz verhelfen, denn ich liebe die Geschichte solcher Orte», sagt sie weiter.

Im Innern wird praktisch alles neu, äusserlich bekommt die Kapelle nur in diesem Sinne ein neues Gesicht, dass die Gebäudehülle erhalten bleibt und im Sinne der Denkmalpflege saniert wird. Zudem werden die Innenwände in ihrer Erscheinung bis auf notwendige Sanierungen belassen. Eine notwendige zusätzliche Nutzfläche wird durch den Einbau einer frei hängenden Plattform und durch die Unterkellerung erzielt. Einbauten wie Lift und Treppe sind so konzipiert, dass der Kapellenraum erhalten bleibt.

Rolf Willimann

Unter dem Kapellendach wird fleissig gearbeitet: Hier entsteht ein Gymnastikraum – Fitness und Entspannungskurse an einem aussergewöhnlichen Ort.

 

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