DIERIKON – Die FDP.Die Liberalen Dierikon reicht Gemeindeinitiative ein

Aufgrund der angespannten Finanzlage Dierikons, welche sich primär durch die hohen Infrastrukturkosten begründet, hat die hat die FDP.Die Liberalen Dierikon die Gemeindeinitiative «Fusionsvorabklärungen mit Ebikon und Root» zur Vorprüfung beim Gemeinderat eingereicht. Der Gemeinderat soll beauftragt werden, Vorabklärungen im Hinblick auf eine Gemeindefusion mit Ebikon und Root vorzunehmen und die Ergebnisse in Form eines Planungsberichtes zu präsentieren.

Dierikon kann trotz Steuererhöhung um plus 0.3 auf 1.95 Einheiten im Jahr 2014 die laufenden Kosten mit den laufenden Erträgen nicht decken und weist ein jährliches strukturelles Defizit von ca. 0.7 Mio. aus. Für eine ausgeglichene Gemeinderechnung ist eine weitere Erhöhung um plus 0.3 auf 2.25 Einheiten notwendig, was dem Niveau Entlebuchs entspricht (Ebikon: 1.9, Root: 1.95). Das Problem ist aber nicht etwa ein zu tiefer Steuerfuss – mit Fr. 1‘948.- pro Kopf wies Dierikon 2014 die höchste Steuerkraft im Rontal aus –, sondern die zu hohen Infrastrukturkosten. Die Nettobelastung pro Kopf betrug im gleichen Jahr in Dierikon Fr. 3‘645.-, in Ebikon Fr. 3‘049.–. «Durch eine Fusion mit einer grösseren Gemeinde können die Pro-Kopf-Kosten auf einen Schlag gesenkt und das Finanzproblem behoben werden, ohne dass eine weitere Steuererhöhung notwendig ist. Neben den finanziellen Aspekten dürften die Bürger Dierikons im Verbund mit einer grösseren Gemeinde von einer effektiveren Interessenvertretung im Rontal/Region profitieren», ist die FDP Dierikon überzeugt. Zudem könnten die immer komplexer werdenden Verwaltungsaufgaben zunehmend nur noch von Spezialisten erbracht werden, welche sich Kleingemeinden wie Dierikon nicht leisten könnten. «Die Dieriker könnten im Zuge einer Fusion ebenfalls diese professionellen Gemeindedienstleistungen in Anspruch nehmen.» Die FDP.Die Liberalen Dierikon ist überzeugt, dass sich mit einer Fusion eine Win-Win-Situation ergäbe: Dierikon hätte das Kostenproblem gelöst und die fusionswillige Nachbargemeinde würde von einer höheren Steuerkraft profitieren.